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Wann ist ein Mann richtig sexy? Wenn er grillt…. – Heisses vom Rost bei Scarlett

Wann ist ein Mann richtig sexy? Wenn er grillt…. – Heisses vom Rost bei Scarlett

Kürzlich auf der Landpartie, scharrten sich eine Anzahl Herren um das Neueste, was es in der Welt des Grills gibt: einen Kamado Grill. Dieses Gerät sieht aus wie ein alter Waschzuber, stammt aus Asien, war früher ein Reiskochtopf, ist später von US-Soldaten in die USA mitgenommen und dort verfeinert worden, und jetzt schwappt diese Welle des Supergrills auch in unsere Regionen. Dieser Wundergrill wirkt nicht nur beeindruckend, sondern, wenn man eine gute Qualität möchte, muss man sich schon entscheiden: Kauft man ein Auto oder einen Kamado mit Monolith. Zum Grillen ist er aber natürlich das Highlight eines jeden Fans. (Mehr zur Landpartie inklusive des BBQ Grills lesen Sie hier:)

Kamado Grill – Foto: Sabine Christel

Bevor Sie jetzt deprimiert ihren „normalen“ Gas-, Elektro- oder Holzkohlegrill betrachten – am Ende zählt doch nur das Ergebnis. Und unsere leckeren Köstlichkeiten vom Grill gelingen sicherlich überall. Neben der „schnöden“ Bratwurst oder einem marinierten Steak haben wir ein paar interessante Ideen für Sie gefunden. Schnappen Sie sich also Ihre Einkaufsliste, es geht los:

Weisswurst-Pralinen

Weißwurst, jetzt auch als Praline😉

Zutaten:

Weißwürste
Peperoni
1 Glas Senf, süßer
Datteln
16 Streifen Bacon
1 Flasche BBQ-Sauce (Honig-Senf-Sauce)

Zuerst die Haut von einer Weißwurst abziehen und die Weißwurst in 4 – 5 gleiche Teile schneiden. Die Peperoni schneiden und die Kerne entfernen. Eine Dattel in vier Teile schneiden. Die Weißwurststücke einschneiden und ein Dattelstück hineinlegen. Kleine Stücke Peperoni zur Dattel legen und etwas Senf auf die Weißwurst streichen. Jedes Weißwurststück auf eine Scheibe Bacon legen und so einwickeln, dass nur noch Bacon zu sehen ist. Anschließend ca. 3 – 4 eingewickelte Weißwurststücke auf einen Spieß stecken. Mit den übrigen Weißwürsten genau so verfahren.

Jetzt die BBQ-Sauce in eine kleine Schüssel geben und einen Pinsel zurechtlegen.
Den Grill auf 120 – 140 Grad vorheizen und die Spieße 20 – 30 Minuten direkt grillen, dabei 1 – 2 mal wenden. Ist der Bacon leicht kross und die Weißwurst hat sich ausgedehnt, mit BBQ-Sauce bestreichen und nochmals 5 – 10 Minuten auf den Grill legen. Sobald die Sauce eingezogen ist, ist die Praline fertig.

Klingt lecker, nicht wahr? Damit das Grillen aber auch gelingt, haben wir ein paar Tipps für Sie:

  1. Der Grill muss heiss sein und der Rost vor dem Grillen mit Öl eingepinselt werden!
  2. Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben – also rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen bzw. gut aufgetaut verwenden!
  3. Die Garzeit muss auf die Dicke des Fleischstücks abgestimmt werden, auf die richtige Kerntemperatur achten, wenn das Fleisch vom Grill genommen wird und WICHTIG: Das Fleisch muss nach dem Grillen noch ruhen!

Und hier alles nochmals en detail:

Bevor das Fleisch auf den Grill gelegt wird, muss dieser richtig heiß sein. Gas- und Elektrogrills benötigen ca. 10 Minuten Zeit zum Vorheizen, Holzkohlegrills sollten Zeit zum Durchglühen bekommen. Unbedigt einen Grillanzünder (keinen Spiritus!) verwenden, um die Holzkohle auf Temperatur zu bringen.

Wenn möglich: Unterschiedliche Bereiche für direktes und indirektes Grillen vorbereiten. Dort das Fleisch scharf anbraten und anschließend in der indirekten Grillzone durchgaren lassen. Das geht auf einem Kohlegrill besser als auf einem Gasgrill. Außerdem nützlich: Ein Grill mit Deckel, zum Beispiel ein Kugelgrill.

Vor dem Grillen unbedingt den Rost mit etwas Öl einpinseln, damit das Grillgut nicht daran kleben bleibt. Am besten mit Rapsöl, das temperaturbeständig ist und keinen Eigengeschmack mitbringt. Alternativ Sonnenblumenöl verwenden.

Beim Grillen darf das Fleisch auf keinen Fall direkt aus dem Kühlschrank auf den Rost gelegt werden. Der Temperaturunterschied zwischen Fleisch und Grill ist dann zu groß. Das Fleisch würde nur von außen verbrennen, während es innen noch kalt ist. Zudem ist es empfehlenswert, Steaks in dicke Scheiben zu schneiden. Zwei bis drei Zentimeter sind optimal, damit das Fleisch nicht zäh wird und schön saftig bleibt.

Eine Grillmarinade ist Geschmackssache. Richtig gutes Fleisch verliert durch die Marinade eher, weil sie den Eigengeschmack überdeckt. Wenn mariniert wird, die Marinade etwas abtupfen, bevor das Steak auf den Grill kommt. Sonst tropft sie in die Glut und verbrennt. Dabei können sich krebserregende Stoffe bilden.

Ansonsten reicht es aus, das Fleisch nach dem Grillen mit frisch gemahlenem Pfeffer und Meersalz zu würzen. Grillgewürze auch erst nach dem Grillen nehmen, sie verbrennen sonst auf dem Grill und verfälschen das Aroma.

Der Richtwert für Würstchen liegt übrigens bei etwa 5 Minuten auf dem Grill.

Auf einen ausreichenden Abstand zwischen Grillrost und Holzkohle achten. Zehn Zentimeter sind optimal, damit die Temperatur nicht zu hoch ist und das Fleisch nicht gleich verbrennt.

Wichtig: Dem Steak Ruhe und Zeit auf dem Grill gönnen. Ständiges Wenden schadet eher dem Fleisch. Ein schönes Schachbrettmuster erzeugt man, wenn das Steak nach jeweils der Hälfte der Zeit pro Seite um 90 Grad gedreht wird.

Hat das Steak die gewünschte Garstufe erreicht, das Fleisch noch einige Minuten vor dem Servieren ruhen lassen. Dann können sich die Fleischsäfte optimal verteilen. Dafür das Steak vom Grill nehmen! Grillgut auf dem Rost warm zu halten, bevor es serviert wird, führt nur dazu, dass das Fleisch austrocknet. Zum Warmhalten lieber in Aufolie wickeln und in einer Tupperdose oder ähnlichem warmhalten.

Gutes Fleisch serviert man am besten in dünnen Tranchen, die erst nach dem Grillen mit einem scharfen Messer aufgeschnitten werden. So ist sicher, dass das Fleisch außen eine schöne Kruste hat, innen aber noch nicht allzu „durch“ ist.

Zum richtigen Grillen gehört auch dazu, dass man anschließend den Grillrost säubert. Das geht am besten, so lange er noch warm ist. Aber Achtung: Keine Metallgrillbürste verwenden!

So, das waren ein paar Hinweise zum Grillen – jetzt fehlt noch das Rezept für die richtige Grillsoße – wir haben vier vorbereitet:

Foto: Thomas Neckermann

Aioli mit Noilly Prat (Wermut)

  • 2 Knoblauchzehen (frisch)
  • 100 Gramm Mayonnaise
  • 100 Gramm Crème fraîche
  • 5 EL Noilly Prat
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Zucker
  • Meersalz (fein)

Zubereitung

Knoblauch abziehen, sehr fein hacken und mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit viel Pfeffer und wenig Salz und Zucker abschmecken.

Scharfe Soße mit Chili

  • 150 Gramm grüne Oliven
  • 1 grüne Chili (oder 2, je nach gewünschter Schärfe)
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Oregano
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Zwiebel
  • 0,5 TL Meersalz (fein)
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 100 Milliliter Olivenöl
  • 3 EL Rotweinessig

Zubereitung

Oliven entsteinen, Fruchtfleisch grob hacken. Chilischoten halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch fein würfeln (mit Küchenhandschuhen arbeiten). Kräuter abspülen, trocken schütteln und fein hacken. Knoblauch schälen und grob hacken. Zwiebel abziehen und würfeln. Alle Zutaten miteinander verrühren. Die Schärfe der Chimichuri wird zum Schluss mit 80 bis 100 ml heißem Wasser verdünnt.

Himbeer-Ketchup

  • 700 Gramm Tomate
  • 200 Gramm Himbeere (frisch oder TK)
  • 3 Schalotten
  • 2 EL Öl
  • 200 Gramm Zucker
  • 150 Milliliter Himbeeressig (oder Apfelessig)
  • Meersalz (fein)
  • Pfeffer (frisch gemahlen)

Zubereitung

Tomaten abspülen und fein würfeln. Himbeeren verlesen. Schalotten abziehen und fein würfeln. Schalotten im heißen Öl glasig dünsten. Tomatenwürfel dazugeben und kurz mitdünsten. Zucker, Essig, Himbeeren, 1 Prise Salz und etwa 100 ml Wasser zugeben. Etwa 30 Minuten ohne Deckel kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Ketchup durch ein Sieb streichen. Wem es zu flüssig ist: noch mal etwas einkochen lassen. Sofort in saubere Schraubflaschen füllen und verschließen.

Pfirsich Chutney

  • 1,2 Kilogramm Pfirsich
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 Gramm Brauner Rohrzucker
  • 100 Milliliter Sherry Essig
  • 2,5 EL Meerrettich (gerieben, frisch oder aus dem Glas)
  • Salz

Zubereitung

Pfirsiche überbrühen und häuten. Pfirsiche halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch würfeln. Abgezogene Zwiebel und Knoblauch würfeln.

Pfirsiche, Zwiebel, Knoblauch, Zucker und Essig in einem Topf aufkochen. Die Hitze herunterschalten und weitere 15–20 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Deckel köcheln lassen. Mit Meerrettich und Salz würzen und heiß randvoll in saubere Schraubgläser füllen.

Natürlich gehört zum Grillen auch ein guter Salat. Wie wäre es mit einem Kartoffelsalat? Den gibt es in so vielen Varianten – wir haben hier ein Rezept für:

Kartoffelsalat mit fruchtiger Melone

Foto: Thomas Neckermann/Chefkoch.de
  • 1,2 Kilogramm Kartoffel (festkochend)
  • Salz
  • 1 EL gekörnte Brühe
  • 2 TL Senf (mittelscharf)
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 Salatgurke
  • 1 Stück Wassermelone (800 g; möglichst ohne Kerne)
  • 1 rote Zwiebel
  • 100 Gramm Feta
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 3 Zweige Estragon

Zubereitung

Kartoffeln abspülen und in reichlich Salzwasser 20 Minuten kochen. Abgießen, kurz abdampfen und noch heiß pellen. Kartoffeln ganz abkühlen lassen und in Scheiben schneiden. 1/4 l Wasser aufkochen. Brühe, Senf und Essig zugeben und noch heiß über die Kartoffeln gießen, mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Gurke abspülen, grob schälen und der Länge nach halbieren. Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen und die Gurkenhälften in Scheiben schneiden. Salzen und dann 30 Minuten ziehen lassen.

Schale von der Melone schneiden. Eventuell die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch zuerst in Stücke, dann in Scheiben schneiden. Zwiebel abziehen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Käse in Scheiben schneiden.

Alle vorbereiteten Zutaten mit den marinierten Kartoffeln mischen, kräftig mit Pfeffer würzen und mit Salz und Essig abschmecken. Estragon abspülen, trocken schütteln, die Blätter grob hacken und unter den Salat heben.

Zum Abschluss noch eine vegetarische Grillvariante:

Feta mit Feige

200 g Feta-Käse
getrocknete Feigen
1 m.-große Zwiebel
1 EL Olivenöl
 n. B. Kräutersalz
 n. B. Alufolie

Die Feigen halbieren. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Den Feta-Käse abtropfen lassen und auf ein Stück Alufolie, ca. 20 x 20 cm, legen.

Die Feigen auf dem Feta verteilen und die Zwiebeln darüber geben. Alles mit Kräutersalz bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und in der Alufolie verpacken.

Das Päckchen auf den heißen Grill legen und ca. 20 – 30 min garen. Wenn der Käse weich ist, ist er fertig.

Tipp: Der Käse kann gern ein paar Stunden vor dem Grillen vorbereitet und solange im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Grillbuffet

Viel Spaß beim Grillen!

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