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Götterspeise, Liebestrank und grüne Torte – Mit dem Hexenkraut Waldmeister verzaubern

Götterspeise, Liebestrank und grüne Torte – Mit dem Hexenkraut Waldmeister verzaubern

„Abrakadabra“ heute wird es GRÜN! Der Wonnemonat Mai galt ursprünglich als Monat der Liebe und des Verliebtseins. Sobald die ersten Sonnenstrahlen etwas wärmer werden und der Duft der Blüten uns verführerisch umweht, träumen wir von Liebe, Romantik und fühlen uns herrlich. In früheren Zeiten war der Mai auch der Monat, an dem man endlich wieder an lauen Frühlingsabenden draußen im Garten saß, und gemeinsam unter dem hellen Schein des Mondes ein Glas herrlicher Maibowle genoss.

Bereits im Jahre 854 schrieb ein Mönch „Schütte den perlenden Wein auf das Waldmeisterlein“. Diese Maibowle – der Erfinder ist leider nicht näher bekannt – galt als Liebestrank, weil man ihm eine berauschende Wirkung nachsagte.

Doch der Waldmeister kann natürlich noch mehr – er sorgt für köstlich grüne Götterspeisen und erfreut damit Augen und Gaumen.

Außerdem sollen die duftigen getrockneten Sträusschen lästige Motten im Schrank vertreiben. Vertreiben soll das Zauberkraut auch – in leichter Dosierung! – Migräne und Kopfweh und schafft tatsächlich eine anregende Stimmung.

Der Duft der Waldmeisterblätter entsteht beim Trocknen selbiger. Dadurch wird Cumarin, der Duftstoff, freigesetzt.

Jedoch ist Vorsicht geboten – denn ein Zuviel sorgt leider für das Gegenteil! Deshalb sollte man das frische Maikraut in Maßen für die Maibowle verwenden und selbst dann dürfen die Blätter nicht zu lange ziehen. Nachdem man 1981 den gewerblichen Verkauf aufgrund dieser Nebenwirkungen verboten hatte, gibt es heute das Maikraut wieder zu kaufen. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass eine Überdosierung erst dann entsteht, bei zu großen Mengen und zu häufigem Genuss.

Wo bekomme ich Waldmeister?

Galium odoratum

In vielen Gärtnereien oder im Versandhandel können Sie die Pflanze kaufen. Sie verbreitet einen angenehmen Duft und ziert Ihren Garten mit wunderschönen Blättern und Blüten. Die Blätter sind länglich oval und in Quirlen angeordnet, die Blüten sind klein und weiß.

Kurz vor der Blüte ist der beste Zeitpunkt zu ernten, denn dann ist der Cumarin-Gehalt der Kräuter noch nicht so hoch konzentriert.

Schneiden Sie die Stängel und Blätter kurz über der Erde ab und säubern Sie diese mit Wasser. Anschließend sollten die Kräuter ein bis zwei Tage trocknen. Im trockenen Zustand entfalten sie ihr typisches Aroma. Wie der Name schon sagt, kommt der Waldmeister in unseren Wäldern vor. An schattigen Orten oder unter Bäumen ist er zu finden. Sie können ihn gern zu Hause anpflanzen – egal, ob Garten oder Balkonkasten. Der Boden sollte dazu immer leicht feucht, kalkhaltig, lehmig und nährstoffreich sein. Dann wächst der Waldmeister sogar sehr schnell! Aber obacht: Er bildet Rhizome (Wurzelstöcke unter der Erde) aus, die sich schnell im Garten verbreiten, deshalb ist er auch als Bodendeckerpflanze ideal. Sonst lieber in einem Topf anpflanzen.

Wir brauen heute einen „Liebestrank“ – die Maibowle

1 Sträußchen Waldmeister antrocknen lassen. In eine Bowlenschüssel zwei Flaschen Riesling Wein gießen und etwas Zucker hinzufügen. Den Waldmeister hineinhängen – unbedingt darauf achten, dass die Stiele nicht in den Wein hineinreichen, denn sonst gelangt zuviel Cumarin in die Bowle!

10-15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen und dann den Waldmeister wieder entfernen. Mit einer Flasche sehr gut gekühlten Sekt auffüllen. Wer mag kann Früchte wie Kiwis oder Erdbeeren hinzufügen. Es reicht allerdings auch als Dekoration, ein paar frische Minzblättchen hinzufügen.

Maibowle – Waldmeister

 

Neben der Maibowle können wir noch die Speise der Götter zubereiten: Grünen Wackelpudding

Zutaten

Für vier Portionen:
  • 1 Bund  Waldmeister 
  • 500 ml  Apfelsaft 
  • 1 Päckchen  gemahlene Gelatine 
  • 4 EL  Waldmeistersirup 
  • 250 ml  Milch 
  • 1/2 Päckchen  Soßenpulver „Vanillegeschmack“ 
  • 3 EL  Zucker 

Zubereitung

Den Waldmeister waschen und gut trocken schütteln. Dann den Waldmeister mit Apfelsaft aufkochen, etwas Blätter zum Verzieren aufheben. 5 Minuten im heißen Saft ziehen lassen.
Danach den Saft durch ein Sieb gießen, dabei auffangen. Gelatine und Sirup unterrühren. Die Gelatine muss sich dabei auflösen.
Die fertige Götterspeise in Glasschälchen abfüllen und kalt stellen. Milch, bis auf 2 EL, aufkochen. Soßenpulver, Zucker und 2 EL Milch glatt rühren. In die kochende Milch geben, aufkochen und 1 Minute köcheln. Von der Herdplatte nehmen und kühl stellen. Götterspeise mit der Soße anrichten und mit Waldmeister verzieren.
Alternativ schmeckt zur Götterspeise auch Sahne oder fruchtiges Zitroneneis!

 

 

 

Und jetzt gibt es noch ein köstliches Rezept für eine Waldmeistertorte

Sie benötigen:

  • 3 Eier
  • 30 g Zucker
  • 125 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Beutel Götterspeise Waldmeister-Geschmack
  • 8 EL Zucker
  • 400 g Crème fraîche
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 400 g Sahne
  • Minz- oder Melisseblättchen (wer mag)
  • Backpapier für die Form

Zubereitung:

  1. Den Backofen vorheizen. Die Backform mit Backpapier belegen. Die Eier trennen. Eiweiße steif schlagen, Zucker einrieseln lassen. Butter, Puderzucker und die Eigelbe cremig rühren. Den Zitronensaft dazugeben. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Den Eischnee unterheben. Den Teig in die Form füllen. Im Ofen bei 180° (Mitte, Umluft 160°) 15 Min. backen. Gut auskühlen lassen.

  2. Die Götterspeise nach Packungsangaben mit 4 EL Zucker und 500 ml Wasser 10 Min. quellen lassen. Kurz aufkochen lassen und von der Herdplatte ziehen. Crème fraîche mit dem restlichen Zucker und Vanillezucker glatt rühren. In die Götterspeise rühren. Die Creme mindestens eine Stunde kühl stellen.

  3. Den Tortenboden mit einem Tortenring umschließen. Die Sahne steif schlagen, 4 EL in eine Tortenspritze füllen. Die restliche Sahne unter die Waldmeistercreme ziehen. Die Waldmeistersahne gleichmäßig auf dem Boden verstreichen. Die Torte 2 Std. kalt stellen.

  4. Vor dem Servieren die Torte mit Sahnetupfern verzieren. Mit Minz- oder Melisseblättchen – wer mag – garnieren.

 

Waldmeistertorte – Foto: Michael Brauner /Rezept Kuechengoetter.de

 

 

Lassen Sie sich doch verzaubern – denn wie heißt es so schön?

„Jeder Frühling hat nur einen Mai“

 

 

 

 

 

 

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