Unverpackt neu in Stadthagen – Remake vom Tante-Emma-Laden

Unverpackt neu in Stadthagen – Remake vom Tante-Emma-Laden

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(Werbung) Irgendwie ist es ja schon beinah verrückt und definitiv zu belächeln. Gab es doch die Tante-Emma-Läden lange, lange auf den Dörfern, als die Supermärkte die Städte und Dörfer revolutionierten. Jetzt kommen die Tante-Emma-Läden, mit einem veränderten Konzept namens „Unverpackt“ und „Zero Waste“, zurück. Und zwar diesmal, aus der Stadt, auf‘s Land sowie in die Dörfer.

Nicht ganz neu und doch anders. Das Konzept.

Die Unverpackt Läden sind kleiner und übersichtlich gestaltet, im Vergleich zu Supermärkten. Die Kunden werden wieder direkt angesprochen und begrüßt. In einigen Unverpackt Läden gibt es beispielsweise Spielecken für die Kinder, ein Café, eine Müslibar und auch Veranstaltungen werden von den Unverpackt Läden initiiert. Es werden auch Workshops, in denen gezeigt wird, wie beispielsweise Make-Up oder Reinigungsmittel selber hergestellt werden können, angeboten. Immer mit dem Background „ökologisch und nachhaltig“. 

Von Plastiktüten- und Verpackungen, zu Leinenbeutel, Edelstahlboxen und Glasbehältnissen.

Das wirklich neue daran ist, dass das Verpackungsmaterial durch den Kunden mitgebracht wird. Ein Unverpackt Laden bietet von sich aus kein Verpackungsmaterial mehr an. Das übernehmen jetzt die Kunden selber. Nach dem Motto „von Kunde zu Kunde“. Konkret heißt das, dass die Kunden nicht gebrauchte, dafür aber gereinigte Gläser mitbringen und für andere Kunden zurückstellen lassen. Nicht mehr benötigte Leinenbeutel können ebenfalls auf einem dazu vorgesehenen Leinenbeutelbaum für andere Kunden bereitgestellt werden. Die Kunden übernehmen selber die Verantwortung, das Angebot anzunehmen oder auf ihr eigenes mitgebrachte Verpackungsmaterial zurückzugreifen.

Nur das Mitnehmen, was wirklich benötigt wird.

Wirklich angenehm ist, dass nun Lebensmittel in der Menge gekauft werden können, die wirklich benötigt werden. Somit entfallen beispielsweise viele verschiedene Gewürze, die in Plastikspendern unübersichtlich in den Schubladen schnell in die Jahre kommen.  Ebenso die vielen Getreidesorten oder Hülsenfrüchte, mit denen man mal irgendwas kochen und ausprobieren will, können nun genau in der Menge eingekauft werden, wie es im Rezept beschrieben ist.

Die Verantwortung und die Machbarkeit.

Hier spielen die Ladeninhaber und die Kunden Hand in Hand. Die Ladeninhaber sorgen dafür, dass der Umweltgedanke, weniger Müll zu produzieren, machbar ist. Die Kunden unterstützen dieses Vorhaben, indem sie das Risiko übernehmen, dass die mitgebrachten Behältnisse den hygienischen Standards entsprechen, so dass die nicht verpackte, aber geschützte Ware, vom Lebensmittelspender in die Verpackungsmaterialien hineingegeben werden kann. 

Mehr Aktion.

Ein Einkauf im Unverpackt Laden ist schon spannend. Die erste Hürde, die Kunden überwinden dürfen ist, dass sie die mitgebrachten Behältnisse selber abwiegen und das Leergewicht notieren bzw. ein Etikett auf’s Behältnis kleben. Dann geht es zum Abfüllen der Lebensmittel. Hier ist viel Feingefühl angesagt. Die Lebensmittelspender werden durch das Bewegen eines Hebels geöffnet und das Lebensmittel rieselt oder fließt zügig in die Behältnisse. Da kann schon mal schnell was danebengehen. Nicht weiter dramatisch, denn die Ladeninhaber kennen das und helfen gerne. 

Das Miteinander.

Das Miteinander spielt bei den Unverpackt Läden von Anfang an im Vordergrund. Denn die Unverpackt Läden werden nicht durch Franchise oder Unverpackt Läden-Ketten finanziert bzw. auf die Beine gestellt. Ehrgeizige, umweltbewusste und motivierte Privatleute gründen von sich aus, oft am eigenen Wohnort, einen solchen Laden. Welchen Beruf die Ladeninhaber gelernt haben, steht nicht im Vordergrund. Von Studenten/innen bis Tischler/innen, die Welt der Mutigen ist bunt und vielfältig.

Ein Weg für die Gemeinschaft und die Umwelt.

In den Städten sprießen die Unverpackt und Zero-Waste Läden aus den Böden. Auf dem Dorf trauen sich mittlerweile auch vereinzelt, zukünftige Ladeninhaber, das Risiko einzugehen einen Unverpackt Laden zu eröffnen. Die Mutigen Gründer und Gründerinnen werden durch Internetplattformen wie Startnext und Social Media bei der Gründung unterstützt. 

Das Risiko dieses „Nischen-Projektes“.

So eine Gründung eines Unverpackt Laden ist noch sehr gewagt. Denn es ist aktuell eine wachsende Nische. Nicht Jeder potentielle Kunde fühlt sich motiviert und finanziell in der Lage, umweltbewusst und/oder für eine gute Sache einzustehen und dementsprechend zu handeln. Und so ist bleibt die Gründung eines Unverpackt Laden, derzeit, für umweltbewusste Macher ein finanzielles Risiko. 

Mit einem Crowdfunding wird als erstes die Idee getestet.

Um dennoch diese Chance und die Idee zu verbreiten, bedienen sich die Gründer/innen eines Unverpackt Laden, der Möglichkeit einer Gemeinschaftsfinanzierung – einem sogenannten Crowdfunding. Internetplattformen wie beispielsweise Startnext unterstützen solche Projekte / Start-Up-Projekte. Die zukünftigen Gründer/innen eines Unverpackt Laden finden hier zusätzlich Sponsoren, die mit größeren Summen das gewagte Vorhaben unterstützen. Wird das Fundingziel erreicht, dann kann der Unverpackt Laden eröffnet werden. Wenn nicht, zeigt sich, das der gewählte Standort wohlmöglich nicht der richtige ist und das vermutlich nur wenige potentielle Kunden das Angebot nutzen würden.

Die Reichweite.

Das Ziel einer solchen Crowdfundings ist es, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Im Grunde ist das Crowdfunding eine gute Werbeplattform. Selbst wenn die Unterstützter nichts von dem geplanten Unverpackt Läden hätten, auf Grund der Erreichbarkeit, würden sie anderen Mitmenschen eben helfen diese Option wahrzunehmen können. Das WIR entscheidet also.

 

Die Gegenleistung

Natürlich bieten die mutigen Gründer eine Gegenleistung an. So kann für die Spende ein Dankeschön gebucht werden, in Form von Gutscheinen, Non-Food-Produkten wie Bücher, Leinenbeutel, Soulbottles und vielem, vielem mehr. Selbst eine Nennung des Namens auf der „Wall of Fame“, eine Patenschaft für Lebensmittelspender oder eine Einladung zu einem Pre-Opening ist möglich.

Das Ziel.

Egal, wo ein Unverpackt Laden gegründet wird, das primäre Ziel ist es, auf den Einkauf von unnötigem Plastik zu verzichten und somit eine lebenswerte Umwelt für jetzt und den nachkommenden Generationen zu ermöglichen. 

Horror-Meldung, wie zum Beispiel: „Klimawandel durch Ressourcen-Raub und Verschmutzung.“, „Vermehrte Unfruchtbarkeit durch zu viele Hormone und Genschäden – verursacht durch Plastikinhaltstoffe.“ oder „Tiersterben durch Plastik in Mägen.“, gilt es zu verhindern. Letztendlich gibt es keinen zweiten Planeten Erde.

Infobox

Der erste Unverpackt Laden in Stadthagen ist bereits in der Gründungsphase. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.natuerlich-lose.com

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