Tüll, Tüll, Tüll! – Warum Prinzessin-sein dieses Jahr wieder „en vogue“ ist
Prinzessin von heute

Tüll, Tüll, Tüll! – Warum Prinzessin-sein dieses Jahr wieder „en vogue“ ist

Tüll gehört zu den Stoffarten, die man mit einem Tutu, dem sogenannten Ballettröckchen, in Verbindung bringt. Allenfalls kleinen Mädchen erlaubt man modisch noch einen Tüllrock. Ausnahmen waren bisher zudem die Petticoats, die aus den 50er und 60er Jahren heute noch als Retroprodukt für Fans von Rock ’n Roll Musik getragen werden.

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Aber sonst?

Prinzessin für einen Tag

Doch seit einiger Zeit ist der Tüll von der Modeindustrie wiederbelebt worden: Tüll ist ein neues „It-Piece“.

Es variiert in Längen von midi zu maxi. Zu kurz bleibt dem Karneval vorbehalten, man trägt eher eine knieumspielende oder knöchellange Länge. Ein Rock ist von extrem mit mehreren Lagen des Stoffs bis hin zu zweilagig erhältlich.

Aber – Tüll ist nicht gleich Tüll. Wer sich im Internet umschaut, wird qualitativ alles vorfinden und unter Umständen einem Produkt aufsitzen, welches wirklich nicht alltagskompatibel ist. Deshalb – auf die Qualität (und leider auch den Preis) kommt es an.

Hat man bislang als Fan des Prinzessinnenstoffes eher auf diverse Portale im Netz zurückgreifen müssen oder gar selbst zu Nadel und Faden gegriffen, so ist es heute in fast allen Boutiquen und großen Kaufhäusern, wie „H & M“, „Zara“, „C & A“ und vielen anderen zu haben.

Auch in den heimischen Boutiquen gibt es genügend Tüll für die interessierte Kundin. Ob als einzelner Rock, gern in Plissee-Falten gehalten und von den Tönen im Puderbereich wie nude, taupe, creme, grau oder schwarz gehalten oder als Einsatz in Kleidern oder Blusen – Tüll ist „en vogue“.

Während schwarz fast überall erhältlich ist, sollte man gerade bei diesem Material wirklich die Farbe im Auge behalten. Pastellton – ja, aber zu pink oder zu blau wirkt schnell kitschig und Tüll will zwar den Hauch einer Prinzessin vermitteln, aber bitte nicht als Kitsch angesehen werden. Deshalb darf man dort gern zu den zarten Pudertönen greifen.

Nude ist derzeit sehr angesagt und variiert von einem dunkleren Cremeton über rosé bis hin zu einem Rosenholzton, der sehr schmeichelnd für den Teint ist und zudem für Eleganz sorgt. Auch grau, und wir sprechen hier von rauchgrau, sorgt in Kombination mit rosé oder weiß für Eleganz im Kleiderschrank.

Tüll in allen Farben – aber: Es kommt auf die richtige Farbwahl an.

 

Die Länge darf je nach Belieben gewählt werden. Obacht ist nur geboten, wenn der Rock zu ausladend durch viele Lagen Tüll ist. Die Taille wird stark betont und man wirkt dann leider „fülliger“, als beabsichtigt. Deshalb in so einem Fall einen breiten Gürtel ergänzend tragen oder sich auf eine andere Länge und auf weniger Lagen Tüll beschränken.

Was trägt eine modische Fashionista zum Tüllrock? Auch da sind die Grenzen sehr weit gesteckt: Ob als Stilbruch mit Lederjacke und Boots oder mit weißer Bluse und Highheels oder mit Shirt und Jeansjacke, der Tüllrock ist tages- und abendtauglich und lässt der Fantasie der Trägerin freien Spielraum.

Wichtig ist jedoch hier: Weniger ist mehr. Lieber auf einige Lagen Tüll verzichten und in der Farbpalette bleiben, die harmoniert. Zu viele Experimente, gerade mit Accessoires oder grellen Farben, würden dem Tüll seinen Charme nehmen und dann ist man eher eine Faschingsprinzessin, als eine modische Fashionista.

In der Abend- und Brautmode ist Tüll fest etabliert.

 

Der Trend wird sich über den Herbst/Winter auch in 2019 durchsetzen. Es lohnt also durchaus, sich in einen Tüllrock zu verlieben und selbst an kühlen Tagen ist mit blickdichten Strümpfen und einem Strickpullover der Tüll tragbar.

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