Stadtball in Bückeburg reloaded – Neues Konzept: Treffen – Tanzen – Lachen
20. Stadtball Bückeburg

Stadtball in Bückeburg reloaded – Neues Konzept: Treffen – Tanzen – Lachen

Der Stadtball der Kooperation Bürgerbataillon Bückeburg, Stadtmarketing Bückeburg und Bundeswehr geht in eine neue Runde. Nachdem man 2018 zum letzten Mal den Ball veranstaltet hatte, kam man zu dem Ergebnis, dass es so nicht weitergehen kann, demnach mussten Neuerungen her.

Werbung

Bückeburg tanzt!

Mit einem neuen Konzept unter dem Motto „Treffen, Tanzen, Lachen“ laden das Bückeburger Stadtmarketing, die Bundeswehr und das Bückeburger Bürgerbataillon am 15. Februar 2020 wieder gemeinsam zum Bückeburger Stadtball ein. Im stilvoll hergerichteten Rathaussaal erwartet die Ballbesucher ein kurzweiliges Rahmenprogramm mit hochkarätigen Showeinlagen, klassischer und moderner Tanzmusik, leckerem Essen am Tisch serviert sowie einer Tombola.

Im Zentrum dieses gesellschaftlichen Ereignisses soll neben der Möglichkeit zum Tanzen ausreichend Raum für Kontakt und entspannte Kommunikation geboten werden. Dafür garantieren Tanzpausen und moderne Technik mit angemessener Lautstärke. Professionelle Action Fotografie sorgt während des Abends für heitere Unterhaltung.

Ballkomitee 20. Stadtball

Karten für den Stadtball gibt es für 39,00 € inkl. Essen und Begrüßungsgetränk ab sofort in der Tourist-Info in Bückeburg. Tischreservierungen, auch für Gruppen, sind möglich.

Stadtball – Foto: Sabine Christel

2017 war der Stadtball noch im großen Rathaussaal, sowie mit einer Lounge im Le Theule Saal untergebracht. Eine Fotobox auf der Treppe im Foyer sorgte ebenso für Begeisterung wie die gut bestückte Tombola. Trotzdem war man mit der Anzahl der Ballbesucher nicht zufrieden. Immer weniger Gäste bedeuten auch, dass die Einnahmen die Kosten so eines Events nicht mehr decken können.

Trotz eines neuen Caterers und einer bekannten Band lief der Verkauf der Eintrittskarten nicht zufriedenstellend. Das ganze Ausmaß zeigte sich jedoch erst 2018, als man den Le Theule Saal gar nicht mehr benötigte, stattdessen eine Cocktailbar in den großen Rathaussaal platzierte, um zumindest optisch über die fehlenden Gäste hinwegzutäuschen. Da halfen auch im Vorfeld keine kreativen Werbemaßnahmen, wie die Bekanntgabe des Abverkaufs von preisreduzierten „Laufkarten“ für die Partygäste, die auf einen Tisch verzichten wollten. Eigentlich ein Zeichen, dass man trotz Ausverkauf noch einigen Interessenten die Möglichkeit der Ballteilnahme geben möchte.

Werbung

Stadtball – Foto: Sabine Christel

Und auch, wenn das Komitee versuchte, mit der Bitte an die Presse, dass keine leeren Stühle gezeigt und die Berichterstattungen so freundlich wie möglich gehalten werden, die Problematik weitestgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu halten, haben spätestens die Teilnehmer des Balls ausplaudern können, dass man von einem Stadtball, wie man ihn von früher kennt, wohl nicht mehr sprechen kann.

Etwa 120 zahlende Gäste seien es wohl gewesen, erzählte Stadtmajor und Komiteemitglied Martin Brandt im Gespräch mit Scarlett-Magazin. Einige seien direkt auf seine persönliche Einladung erschienen. Viel zu viele Mitglieder des Bürgerbataillons blieben gar der Veranstaltung fern. Für ihn ein herber Schlag verbunden mit der Erkenntnis, so kann es nicht bleiben. Und natürlich will und kann niemand aus dem Kreis der Veranstalter ein Minus aus eigener Tasche zahlen. Von daher habe man sich eine kreative Pause gegönnt, sich zusammengesetzt und überlegt, ob und vor allem wie man den Stadtball retten könnte. Denn was im Vordergrund steht, ist eindeutig der Wunsch, eine derart große Veranstaltung im Kalender der Bückeburger zu erhalten, die lange Tradition des Balls fortzuführen.

Stadtball – Foto: Sabine Christel

In früheren Zeiten sei der Ball noch ein gut besuchtes Fest gewesen, so Brandt. Aber die jüngere Generation habe andere Vorstellungen und deshalb müsse man sehen, was man wo finanziell einsparen kann, um so kostenminimierend wie möglich zu planen, auch im Hinblick auf den Eintrittspreis, gleichzeitig aber auch das Interesse neu zu entfachen.

Deshalb habe man einen Aufruf gestartet (lesen Sie dazu bitte HIER), um nicht nur neue Ideen, sondern auch neue Mitstreiter für den Ball zu finden.

Stadtball 2017 – Foto: Sabine Christel

Außerdem habe man den Ball in 2019 pausieren lassen. Das sei durch das im gleichen Jahr stattfindende Bürgerschießen aber nicht so ein Problem gewesen, zu feiern habe man 2019 Gründe genug gefunden, resümiert der Stadtmajor.

Jetzt steht das neue Ballteam zwar, muss sich aber noch ein wenig zusammenfinden, so Brandt, denn manche Ideen von den neuen Mitgliedern sind so nicht umsetzbar. Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, wer hinter dem Stadtball steht. Es ist noch immer eine gemeinschaftliche Veranstaltung vom BSM, dem Bürgerbataillon und der Bundeswehr. Und Sinn und Zweck sei nach wie vor, einen gemeinschaftlichen Ball auf die Beine zu stellen, der das Miteinander fördert, die Gemeinschaft stärkt und die Tradition des Balles bewahrt.

Das neue Team habe sich aus Kostengründen zum Beispiel gegen eine Live Band ausgesprochen. Verständlich zwar, denn dieses ist oftmals der höchste Kostenfaktor so eines Events. Stattdessen hat man sich für ein DJ Duo, „Die fantastischen 2“ entschieden, die zusammen mit einem Fototeam und einer Moderation das Ballgeschehen mitgestalten werden, sozusagen ein Gesamtpaket.

Ein bisschen entfernt sich damit die Veranstaltung allerdings von einem glamouröseren Ball und geht in Richtung einer Tanzveranstaltung, wenngleich in Abendgarderobe. Ein Ball lebt von einer Galaband, die nicht nur optisch und musikalisch ins Bild passt, sondern aufgrund ihrer Erfahrung es auch schafft, das Ballgeschehen zu steuern. Natürlich ist das nicht im Sparangebot erhältlich. Da muss man wissen, was für eine Art von Event man letztendlich offerieren möchte. Und ob zudem der Gast bereit ist, sich in Form des höheren Eintrittspreises daran zu beteiligen.

Der Begriff „Stadtball“ klingt zwar nach großer Ballrobe und elegantem Anzug, aber auch das fiel bei den letzten Bällen auf, dass man stilistisch vom aufwändigen Ballkleid über Abendgarderobe bis hin zum Nachmittagskostüm alles dabei hatte. So unsicher wie die Damen mit ihren Outfits waren, war man auch, was das Konzept betrifft. „Zu wenig glamourös“ hieß es unter den Gästen. „Zu wenig Unterhaltungsprogramm“ und auch die Ausstattung des zugigen Rathaussaales war eher schlicht, denn angemessen.

Dabei, was die Unterhaltung betrifft, hat man doch gerade in Bückeburg genügend Möglichkeiten vor Ort: Von den Schaumburger Märchensängern über die Ballettschule Voges bis hin zu diversen Künstlern ist ein Angebot vorhanden. Und auch die fehlende (heimische) Prominenz ist zu bemängeln: Fürstenhaus, Stadtobere, Politik, viel zu wenige waren in der Vergangenheit auf dem Ball zu sehen. Und genau das hätte dem Ball etwas mehr „Farbe“ verliehen. So dümpelte man im althergebrachten umher und wunderte sich, warum man in der Umgebung eine ähnliche Veranstaltung weitaus besser hinbekommt.

Jetzt also ein DJ Duo und neue Köpfe im Team. Und dieses Team möchte am besten alles anders machen. So las man in einschlägigen Zeitungen sogar, dass extra Tanzkurse einzig für den Ball angeboten worden sind, um die Ballbesucher einzustimmen. Nach außen entsteht so der Eindruck, dass die Tanzschule Teil des Teams ist, was jedoch nicht der Fall sei. Aber natürlich nutzt man die Gelegenheit, sich unauffällig miteinzubeziehen…

Als Mitglied des beteiligten Bürgerbataillons liegt es Brandt natürlich am Herzen, das die Veranstalter ganz klar genannt werden und auch der Gedanke dahinter nicht in Vergessenheit gerät. Seine Befürchtung ist, das man am Ende die Kooperation mit BSM und Bundeswehr übersieht und die Veranstaltung beliebig macht.

Ihm ist es dafür wichtig, die Veranstaltung zu erhalten und deshalb alle Mitglieder des Bürgerbataillons zu animieren, an dem Ereignis teilzunehmen, anstatt in Diskussionen zu erstarren.

Und eines lässt sich zumindest jetzt schon sagen, dass der gestartete Vorverkauf und die Anfragen aus den Kompanien ergeben haben, dass das Interesse in diesem Jahr zumindest deutlich gestiegen ist. Ein wenig kann es auch am günstigeren Eintrittspreis liegen, bei dem man doch eher ins Portemonnaie greift und sich auf einen netten Tanzabend einstellt. Vielleicht ist der eine oder andere auch beflügelt vom erfolgreichen Bürgerschießen, bei dem der Gemeinschaftssinn und das Bewahren der Tradition stets betont wurden. Und dann wird es sicherlich diejenigen geben, die Lust aufs Tanzen haben und sich auf die Gelegenheit freuen, einmal im Walzertakt oder zu fetzigen Rhythmen durch den Saal zu schweben.

20. Stadtball Bückeburg

Alles in Kürze

20. Stadtball in Bückeburg – „Bückeburg tanzt“ – Treffen – Tanzen – Lachen

Einlass 18.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr

Um Abendgarderobe wird gebeten.

Veranstalter:
Bürgerbataillon Bückeburg, Bückeburger Stadtmarketing und Bundeswehr

Stadtballteam:

  • Robert Mederacke und Michael Baumgärtner (Bundeswehr)
  • Anja Bracht /(BSM)
  • Axel Wohlgemuth und Martin Brandt (Bürgerbataillon)
  • Johanna Harmening
  • Viola Pilzecker
  • Dr. Angelika Pape-Streller

Musik, Moderation und Fotografie:
Die fantastischen 2

Tanzshoweinlage:
Bückeburger Tanzschule

Begrüßungssekt und kleine Spezialitäten im Preis inklusive

Eintrittskarten

Karten zum Preis von 39,00 Euro erhalten Sie bei der Tourist-Info, Lange Straße in Bückeburg.

image_print