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Jury besteht aus 13 VetreterInnen

Rechte Weserseite gemeinsam gestalten: Quartiersfonds unterstützt neun ehrenamtliche Projekte

Neun Antragsteller*innen freuen sich über die finanzielle Unterstützung durch den Quartiersfonds. Für die Rechte Weserseite stehen insgesamt 5.000 Euro für die Finanzierung von Projektideen zur Verfügung. Mit dem Fonds können Mitmachaktionen, Seminare und Kurse, Material für Kunst- und Musikprojekte, Gesundheits- und Sportangebote sowie kleine Anschaffungen, z. B. für ein Koch- oder Gartenprojekt unterstützt werden.

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Die Projektideen sollen freiwilliges Engagement fördern und zur Verbesserung des Zusammenlebens beitragen sowie die Integration und das interkulturelle Miteinander im Stadtbezirk fördern.

Für diese Projekte hat der Quartiersbeirat Geld zur Verfügung gestellt: Gymsticks und Isomatten, zwei Wandspiele für die Krabbelgruppe im Quartiersbüro, Spielsachen für die Nachbarschaft in der Bruchstraße, Overheadprojektoren für das Fort A, Bau eines Archivschrankes für Ausstellungsstücke, zwölf Obstbäume für Meißen, Metalldetektoren für den Geschichtsunterricht, Gartengeräte und Technikequipment für den Bereich Darstellende Künste und Musik der PRIMUS-Schule.

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Was macht der Quartiersbeirat?

Neben den Vertreter*innen von Einrichtungen und Institutionen, z.B. Schule, Kita, Kirche, Ortsvorsteher*innen, Integrationsrat sind im Beirat fünf Bürgerinnen und Bürger vertreten.

Vor der ersten Sitzung des Quartiersjury hatten 100 Mindenerinnen und Mindener von der Rechten Weserseite einen Brief von der Stadt Minden im Postkasten. Sie wurden durch Zufall ausgewählt und eingeladen sich als Beiratsmitglied für das Quartier einzubringen. Aus dem Aufruf konnten fünf Plätze im Quartiersbeirat besetzt werden. Dabei sind alle Altersgruppen vertreten.

Die Aufgabe der Quartiersjury ist es darüber zu entschieden, ob Projekte oder Aktionen mit Geld aus dem Fonds unterstützt werden sollen. „Für die Entscheidung gibt es bestimmte Kriterien. Das sind unter anderem ob das Projekt besonders benachteiligte Gruppen erreicht oder die Identifikation und die Verantwortung für das Quartier steigert “, ergänzt Quartiersmanager Erik Hasse. Er nimmt die Anträge entgegen, berät bei Fragen und bereitet den Quartiersbeirat vor und auch nach.


Wie läuft eine Sitzung dann ab?


Für die Vorbereitung ist es wichtig, dass jedes Mitglied die eingereichten Unterlagen bekommt. Dazu hat Erik Hasse alle Anträge in einer Übersicht zusammengefasst. Darin steht wer den Antrag einreicht, was das Projekt auszeichnet und um welchen Betrag es sich handelt. Außerdem muss jede und jeder Antragssteller*in die Idee begründen und zeigen, welche positiven Effekte das auf das Quartier hat.

„Es geht uns darum, dass das ehrenamtliche Engagement gestärkt und ausgebaut wird. Wir wollen Aktionen von Menschen für Menschen möglich machen. Dabei sind den Ideen keine Grenzen gesetzt“

Ute Hildebrandt, Leiterin des städtischen Quartiersmanagements in den Stadtbezirken Rodenbeck, Bärenkämpen und Rechte Weserseite
AntragstellerInnen präsentieren ihre Ideen

Was für Ideen gibt es?

Nicht alle Kinder im Quartier haben die Möglichkeit sich draußen mit abwechslungsreichen Spielsachen die Zeit zu vertreiben. Das brachte Michelle Stark und eine Freundin von ihr auf die Idee einen Spieleverleih aufzubauen. Wer einen Fußball, Wikingerschach oder ein Badmintonspiel ausleihen will, kann sich bei den beiden in der Bruchstraße machen. Das System ist ganz einfach: Man kommt vorbei, die Kinder suchen sich etwas zum Spielen aus, das wird in einer Liste eingetragen, die Eltern unterschreiben und am Ende des Tages bringt man die Sachen wieder zurück. Die werden im Keller verstaut und stehen am nächsten Tag wieder zur Verfügung.

Quartiersbeirat auf der Rechten Weserseite

Ein weiteres Projekt stellte die Leiterin der Krabbelgruppe am Donnerstag vor. Sie möchte für die Kinder im Quartiersbüro zwei Wandspielzeuge anschaffen. Das Spielzeug ist gut für die motorische und sprachliche Entwicklung, so die Antragstellerin. Eltern könnten in Ruhe Beratungstermine wahrnehmen, währenddessen ihr Kind an der Wand beschäftigt ist.

Der Ortsheimatpfleger für Meißen, Karl-Heinz Drees, machte sich für zwölf neue Obstbäume stark. Die Apfelbaumallee an der Meißener Dorfstraße ist ein Treffpunkt für Alt-Mindener und neu Zugezogene geworden, dort sammeln sie Obst und kommen miteinander ins Gespräch, hebt Drees hervor. Aufgrund der vergangenen sehr trockenen Sommer, sind die Nachpflanzungen wichtig und die Nachsorge der neuen Bäume wäre bereits gesorgt, sagt der Heimatpfleger. Gemeinsam mit einem Landschaftsgärtner wurden heimische Sorten ausgesucht, die in Meißen angepflanzt werden können.

„Mit der Vielfalt der Anträge bin ich sehr zufrieden – das zeigt, dass sich ganz unterschiedliche Gruppen auf der Rechten Weserseite einbringen und den Bezirk gestalten wollen. Der Quartiersbeirat ist für mich gelebte Demokratie und davon lebt unsere Gesellschaft“

Bürgermeister Michael Jäcke

Am Ende wurde über alle neun Anträge positiv entschieden und die 5.000 Euro sind gut im Stadtbezirk investiert.

Wer jetzt auch eine Idee hat, was auf der Rechten Weserseite getan werden kann, hat die Chance im kommenden Frühjahr bei der nächsten Beiratssitzung als Antragsteller*in mit dabei zu sein. Infos und Beratung gibt es online unter www.minden.de oder direkt beim Quartiersmanager Erik Hasse (Telefon: +49 571 38842614, Mobil: +49 160 4434005 oder per E-Mail an e.hasse@minden.de).

*Stadt Minden, September 2020

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