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Ostern
Ostern 2019

Ostern

Frohe Ostern!

Warum feiern wir eigentlich das Osterfest? Was bedeutet es und heißt es Ostersamstag oder Karsamstag? Diese Fragen haben wir in einer Umfrage gestellt und waren zugegeben überrascht. Die meisten Befragten verbinden mit Ostern die Ostereiersuche, Schokohasen und Osterfeuer. Das es etwas mit Christus zu tun hat, war einigen zwar bewusst, aber woher die Begriffe „Karwoche“ oder „Ostern“ stammen ist im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten. Lediglich die ältere Generation ist vertraut mit dem Palmsonntag und der Bedeutung dieses höchsten kirchlichen Festtags. Warum das so ist und all die übrigen Fragen möchten wir heute für Sie beantworten.

Das Osterfest gehört zu den beweglichen Festen, die im Datum jedes Jahr variieren. Tatsächlich hängt der Ostersonntag vom Frühlingsvollmond ab, wobei der Frühlingsanfang vom astronomischen Datum abweicht und nach dem jüdischen Kalender festgelegt ist auf den 21. März.
Ostern fällt also auf den ersten Sonntag nach dem zyklisch bestimmten Vollmond, der am oder nach dem 21. März stattfindet. Fällt der kirchliche Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, wird Ostern am darauf folgenden Sonntag gefeiert. Laut Metonzyklus fällt der kirchliche Frühlingsvollmond jedes Jahr auf ein Datum im Zeitraum 21. März – 18. April. Da der Ostersonntag am jeweils auf den Vollmond folgenden Sonntag stattfindet, kann das Fest im gregorianischen Kalender frühestens am 22. März, spätestens am 25. April stattfinden.

Alle beweglichen christlichen Feste werden demzufolge vom Ostersonntag aus berechnet.

Die Osterwoche wird auch Karwoche genannt. Der eigentliche Kreis um Ostern beginnt jedoch schon mit dem Aschermittwoch, dem die 40-tägige Fastenzeit folgt. In dieser Zeit erinnert man an die 40 Jahre, die die Israeliten durch die Wüste zogen und an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete und betete. In der westlichen Kirche kennt man übrigens auch noch eine zweite – früher ebenfalls 40-tägige Fastenzeit, den Advent.

Die Fastenzeit dient in der westlichen Kirche zur Vorbereitung auf das Osterfest. In den reformatischen Kirchen nennt man diese Zeit „Passionszeit“. Die katholische Kirche bezeichnet es auch als „österliche Bußzeit“.

Die Karwoche

Die Karwoche (abgeleitet von „Trauer“ und „Kummer“, früher: Charwoche oder Stille Woche in der römisch-katholischen Kirche) einschließlich der Osterfeier die „Heilige Woche“ genannt – ist im Kirchenjahr die letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern. Am „Karfreitag“ wurde Jesus gekreuzigt. Der Feiertag dient dem Gedenken an dieses Ereignis (Kreuzigung, Leiden, Sterben). Der Karfreitag ist ein Tag der Trauer und Besinnlichkeit, der Buße und des Fastens, sowie der Abstinenz. Für die evangelische Kirche stellt er den höchsten Feiertag dar. Der Tag ist vor allem deshalb besonders wichtig, da es ohne Kreuzigung und Tod keine Auferstehung geben kann.

Die eigentliche Fastenzeit endet mit dem Karsamstag. Damit beantwortet sich auch die vor Ostern vielgestellte Frage, nach der richtigen Bezeichnung für den sogenannten Ostersamstag.

Diese letzte Woche vor Ostersonntag, die Karwoche, beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu in Jerusalem feiern. Als Zeichen der Verehrung als König jubelte das Volk ihm zu und streute ihm Palmzweige. Palmen waren vielerorts verehrt als heilige Bäume. In Israel zählten sie besonders als Sinnbild für die Unabhängigkeit und den siegreichen König. Von daher war der so gestaltete Einzug in Jerusalem durchaus auch eine Provokation für die Römer.

Am Gründonnerstag feiert das Christentum hingegen das letzte Abendmahl Jesus mit seinen Jüngern. Die Herleitung des Namens ist nicht ganz klar – vier Thesen, die sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, werden erwähnt:

  1. Ableitung von „Virides“ – die Grünen, den Büßern, die „dürres Holz“ waren und am Antlasttag, dem Tag des Kirchenbußerlasses, wieder zu lebendigem „grünen Holz“ wurden.
  2. Ableitung aus der liturgischen Farbe grün.
  3. Herleitung aus dem 14. Jahrhundert, wonach man am Gründonnerstag besonders viel grünes Gemüse und Kräuter – was besonders zur Fastenzeit passte – essen sollte. Dieses sollte die Kraft des Frühlings durch die Nahrungsaufnahme verinnerlichen. Außerdem bestellte man gerade in der Zeit die Felder.
  4. Herkunft von „greinen“, den Mund verziehen, weinen der Büßer am Gründonnerstag.

Gängige lateinische Bezeichnungen des Gründonnerstags sind dies cenae domini („Tag des Abendmahls des Herrn“), dies absolutionis („Tag der Sündenvergebung“). Mit dem Gründonnerstag beginnt in der katholischen Kirche das Triduum Sacrum, das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung Jesu Christi. Es ist das ranghöchste Fest der katholischen Kirche. Es beginnt am Abend des Gründonnerstags mit der Vesper und endet mit der zweiten Vesper des Ostersonntags. Der theologische Gedanke stellt die Einheit von Leiden und Kreuzestod Christi, seiner Auferstehung von den Toten und seiner Himmelfahrt und Erhöhung und ihrer Vergegenwärtigung in der Liturgie in den Vordergrund.

Am folgenden Karfreitag wird des Todes Jesus am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tag, dem Ostersonntag, wird schließlich die Auferweckung Jesus von den Toten gefeiert.

Ostern war in den ersten christlichen Jahrhunderten der einzige ordentliche Tauftermin. Auch heute hat man die Möglichkeit, seine Kinder in der Osternacht sehr feierlich taufen zu lassen. Wer einmal so einen außergewöhnlichen Gottesdienst erlebt hat, wird die Besonderheit dieses höchsten kirchlichen Festes verstehen. Auch in der Stadtkirche zu Bückeburg wird jedes Jahr am Ostersonntag ein sehr früher Gottesdienst mit dem Sonnenaufgang gefeiert. Die Stille der Gläubigen in der dunklen, nur von Kerzen erhellten Kirche, der Sonnenaufgang und das erste Licht, welches durch die Kirchenfenster fällt, erschafft eine Atmosphäre, die an die Auferstehung von den Toten und den Beginn des ewigen Lebens erinnert.

Da die österliche Freudenzeit nach dem Zeugnis des Neuen Testaments am frühen Morgen des ersten Tages der Woche mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu begann, endet die Osternachtliturgie zum Sonnenaufgang mit der Feier der Eucharistie. Die Morgenröte, das Erscheinen des Lichts nach finsterer Nacht, ist in vielen Kirchenliedern, literarischen Werken und künstlerischen Darstellungen wiederkehrendes Symbol für die Auferstehung Christi und die kommende Auferstehung aller Menschen.

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So heißt es in dem Hymnus (= Preis- und Lobgesang) Aurora lucis rutilat, der zu den Laudes (= liturgisches Morgengebet) des Ostersonntags gesungen wird:

„Der Morgen rötet sich und glüht, der ganze Himmel tönt von Lob, in Jubel jauchzt die Erde auf, und klagend stöhnt die Unterwelt.
Der starke, königliche Held zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht: Aus harter Fron sind wir befreit.
Er, den der Stein verschlossen hielt, und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab, fährt auf in strahlendem Triumph.
Schon werden alle Klagen stumm, in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr; ein lichter Engel tut es kund.
Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit, der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich, durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.“

Mit dem Ostersonntag („Sonntag der Auferstehung des Herrn“) beginnt die österliche Freudenzeit (Osterzeit), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. Pfingsten ist für Christen das Fest der Sendung des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten. Das in der Apostelgeschichte berichtete Sprachenwunder an Pfingsten will darauf hinweisen, dass die Verkündigung der Botschaft von Jesus Christus sprachübergreifende Bedeutung für die ganze Welt hat. Bis zum vierten Jahrhundert wurde an Pfingsten nicht nur der Abschluss der Osterzeit, sondern auch die in der Apostelgeschichte erwähnte Himmelfahrt Christi gefeiert. Nachdem sich dafür ein weiterer Festtag herausgebildet hatte, wurde Pfingsten eigenständig.

Woher stammt der Begriff Ostern?

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen:

  1. Erklärung: Das Wort “Ostern” kommt vom Namen “Ostara” (Osten), so hieß die germanische Göttin des Frühlings, der Fruchtbarkeit und der Morgenröte. Zu Ehren dieser Göttin haben die Germanen im Frühling ein großes Fest veranstaltet. Deswegen heißt das erste große Fest im Frühling “Ostern”.
  2. Erklärung: Das Wort “Ostern” kommt in der christlichen Lehre von dem Wort “Osten”. Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grabe Jesu standen, richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang, da sie glaubten, dass Jesu von dort auf die Erde zurück kommt. Deswegen sind die Kirchen nach Osten ausgerichtet gebaut worden, in manchen fällt das Licht der aufgehenden Ost-Sonne durch ein besonderes Fenster auf den Altar.
    Der Name des Osterfestes lässt sich also gut deuten als das “östliche, morgendliche Fest”.
  3. Erklärung: Ein sehr populärer christlicher Theologe des 12. Jh., Honorius Autun, leitete “Ostern” von “Osten” ab (im engl. easter und east), der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs. Bei Sonnenaufgang am Ostermorgen – althochdeutsch zu den astarun – ließen sich damals viele Christen taufen.
  4. Erklärung: Für einen Übersetzungsfehler erklärte die evangelische Kirche in Deutschland das Wort “Ostern”. Die Osterwoche hieß auf lateinisch hebdomada in albis, was soviel wie “Weiße Woche” bedeutet.
    Der Plural des Adjektives alba (weiß) sei irrtümlich als “Morgenröte“ übersetzt worden, welche auf althochdeutsch eostarun hieß.
  5. Erklärung: Die jüngste Erklärung für das Wort “Ostern” liefert Jürgen Udolph, Professor für Namenforschung, welcher bis 2008 an der Universität in Leipzig lehrte. Nach seiner Meinung stammt das Wort “Ostern” aus der nordgermanischen Wortfamilie ausa (gießen) und austr (begießen). So wurde ein vorchristlicher Wasserritus (Taufe) als vatni ausa (mit Wasser begießen) bezeichnet. Die österliche Taufe hätte dann die Begriffsbildung veranlasst.

Was bedeutet Ostern für die Kirche und für die Gläubigen?

Christen auf der ganzen Welt feiern an Ostern die Auferstehung Jesu von den Toten. Das zentrale Motiv und Fundament des christlichen Glaubens macht das Osterfest daher auch zum wichtigsten Hochfest der christlichen Kirche. Denn die Auferstehung und der Sieg über den Tod spenden den Christen Hoffnung auf das ewige Leben. So wird Ostern auch als das Fest der Hoffnung bezeichnet und verstanden.

Der Tag, an dem Jesus Christus zum Tode verurteilt, gekreuzigt wurde und starb, ist der Karfreitag. Ostern beginnt mit der Auferstehung Jesu: Dem Ostersonntag. Die vier Evangelien des neuen Testaments berichten, dass das Grab Jesu am dritten Tage nach nach seiner Kreuzigung leer war und Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern erschien. Der Ostersonntag markiert nicht nur den Beginn des Osterfestes, sondern auch den Auftakt zur 50-tägigen Freudenszeit bis Pfingsten.

Auch am Ostermontag, so berichten die Evangelien, sei Jesus seinen noch zweifelnden Jüngern erschienen. Als sie ihn leibhaftig erkannten, verbreiteten sie die Nachricht mit Freude.

Warum gibt es Osterfeuer?

Der Brauch des Osterfeuers ist germanisch-heidnischen Ursprungs. Das älteste schriftliche Zeugnis ist ein Briefwechsel zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias aus dem Jahre 751. In diesem Brief wird ein Brauch beschrieben, der als ‚ignis pachalis‘ (Passahfeuer) bezeichnet wird. Da die Frage aufgeworfen wird, wie im Sinne der Kirche damit umzugehen sei, lässt sich schließen, dass die römische Kirche Osterfeuer noch nicht kannte, auch keine Feuerweihe.

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Bereitung der Osterkerze am Osterfeuer
Traditionelles Osterfeuer

Zum Beginn der Liturgie der Osternacht in der katholischen Kirche wird ein kleines Feuer entfacht, das Osterfeuer. Nachdem sich die Gemeinde um das Osterfeuer versammelt hat, entzündet der Priester am Feuer die Osterkerze, die nach der Weihe als Licht in die dunkle Kirche getragen wird. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. Wie einst die Israeliten der Feuersäule durch die Wüste folgten, so folgen die Gläubigen Jesus Christus auf dem Weg vom Tod zum Leben.

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Woher stammt der Brauch der Ostereier?

Auferstehung – dieser zentrale Glaubenssatz widerspricht jeder Alltagserfahrung. Deshalb entwickelten sich zahlreiche Symbole und Rituale, die diesen Glaubensinhalt bildlich und sinnlich erklären. Und wir haben bis heute die reiche und bunte Vielfalt an Osterbräuchen.

Das Osterei war nicht immer aus Schokolade. Die ersten Ostereier, die schon in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung belegt sind, waren rot gefärbte Hühnereier. Diese wurden in der Ostermesse geweiht und danach an Menschen verschenkt, die einem besonders am Herzen lagen. Eier symbolisieren das Leben, und die rote Farbe steht für das Blut Christi. Der Eifler Pastor J.H. Schmitz erklärt Ende des 19. Jahrhundert in einer Predigt das Osterei so: „Wie aus dem Ei, wenn es bedeckt und erwärmt wird, ein lebendiges Geschöpf hervorgeht, so ist auch der Erlöser aus dem Grabe zum Leben erstanden.“

Schon für die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung sind Ostereier überliefert, bis heute pflegen griechisch-orthodoxe Christen den Brauch, rote Eier zu verschenken. Ab dem 12. Jahrhundert wurden die Ostereier immer bunter und mit verschiedenen Techniken verziert.

Wieso werden Ostereier versteckt und gesucht?

Dieses beliebte Spiel ist seit dem 18. Jahrhundert belegt. Vor allem bürgerliche protestantische Familien begannen, ihre Kinder mit dem Verstecken von Ostereiern zu unterhalten. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Ostern immer mehr zu einem Familienbrauch. In dieser Zeit entsteht auch ein neues Bild von Familie überhaupt, besonders von der Kindheit als einer Phase des Spielens und Lernens. Versteckt wurden damals in erster Linie wieder gefärbte oder bemalte Hühnereier. Schokolade war noch ein Luxusartikel, auch wenn ebenfalls im 19. Jahrhundert langsam die Produktion steigt. Hier finden sich erste Hohlformen für die Herstellung von Schokoladeneiern und auch Hasen. Denn mit den oft wohlhabenden bürgerlichen Familien ist eine Käuferschicht für solche Produkte entstanden.

Wer versteckt eigentlich die Ostereier?

Der Osterhase natürlich. Aber noch um 1930 war die Antwort auf diese Frage regional unterschiedlich: In manchen Orten waren es Hühner, anderenorts der Kuckuck oder auch der Fuchs. Eine besonders schöne Geschichte ist die von den Kirchenglocken. Diese fliegen am Gründonnerstag nach Rom, deshalb kann an Karfreitag und –Samstag kein Geläut erklingen. In der Osternacht kehren die Glocken dann zurück in ihre Kirchtürme – und beim Heimflug werfen sie die Ostereier hinab. Den Hasen als Eierbringer gab es auch in einigen Regionen, aber seine Karriere als Eierbringer beginnt mit einer ganz anderen Geschichte.

Woher kommt der Osterhase?

Es ist tatsächlich nicht ganz klar, wann und wo der erste Osterhase auftaucht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts jedenfalls wird er zu einem Osterstar: Er taucht auf Postkarten, in der Werbung, als Schokoladenfigur, in Liedern und Geschichten und in Kinderbüchern auf. Christoph von Schmidt erzählt schon 1815 in seiner Geschichte „Vom Osterei“, dass der Hase diese besonderen Eier lege. Ein anderes bekanntes Kinderbuch, heißt „Die Häschenschule“. Geschrieben hat es der Autor Albert Sixtus, illustriert der Grafiker Fritz Koch-Gotha. 1924 wurde es veröffentlicht und die Geschichten von den Hasenkindern in der Schule, die dort unter anderem das Ostereier-Bemalen lernen, waren schnell enorm beliebt. Diese populären Medien verbreiteten das Bild des Osterhasen. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts kamen dann die vielen Schoko-Hasen dazu.

Warum gibt es Ostern das Osterlamm?

Das Osterlamm greift die jüdische Tradition des Pessach-Lammes auf, denn das christliche Ostergeschehen baut auf dem jüdischen Pessach-Fest auf. In anderen Sprachen ist diese Beziehung noch deutlich: Im italienischen Pasqua oder im französischen Pâques oder auch im rheinischen Pasch- oder Poschweck, mit dem ein süßes Brot gemeint ist, das zu Ostern gebacken wird.

Aber nicht nur echte Lämmer, sondern auch aus Teig gebackene Lämmer kommen auf den Ostertisch. Diese Osterlämmer tragen oft eine Fahne in einem Vorderlauf. Man nennt diese Darstellung Agnus Dei, das bedeutet „Lamm Gottes“. Dieses Lamm Gottes ist Jesus, sein Tod am Kreuz wird als ein Opfer für die Menschen gedeutet. Die Fahne, die das Lamm trägt, ist ein Zeichen für den Sieg über den Tod, also für die Auferstehung. Damit ist das Osterlamm ein Symbol für das Osterfest.

Woher stammt die Osterkerze?

Licht ist ein wichtiges Symbol für das Osterfest. Es symbolisiert das neue Leben, den neuen Tag. Deshalb feiern viele Gemeinden den Ostergottesdienst ganz früh am Morgen, wenn es noch dunkel ist. Mit dem Ende der Messe geht dann die Sonne im Osten auf, und der Ostermorgen beginnt. Auch der Name „Ostern“ leitet sich von dem Licht des neuen Tages ab, das im griechischen Eos, im lateinischen Aurora und im althochdeutschen Ostarun heißt.

Diese Lichtersymbolik gehört auch zur Osterkerze. Diese besondere Kerze steht das ganze Jahr über im Altarraum der Kirche. Sie ist sehr groß und mit Zeichen wie dem Kreuz oder dem Agnus Dei geschmückt, auch die Zahl des Jahres steht immer darauf geschrieben. Beim Ostergottesdienst wird die Kerze für das kommende Jahr geweiht und am Osterfeuer erstmals angezündet. Immer, wenn eine Taufe stattfindet, wird die Taufkerze an der Osterkerze in der Kirche entzündet. In früheren Jahrhunderten wurde nur einmal im Jahr getauft, nämlich genau in der Osternacht.

Das bedeutet also Ostern und so sind die meisten Bräuche entstanden. Diese Geschichten werden immer noch von der älteren Generation an Kinder und Enkel weitergegeben, damit die Bedeutung des Festes erhalten bleibt.

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