Nordlichter oder mystische Nachtszene in der Schenkendorfstraße
D)ein Ding! (M)ein Graffiti“ © Stadt Minden

Nordlichter oder mystische Nachtszene in der Schenkendorfstraße

Teilnehmer*innen eines Graffiti-Projektes gestalten Ortsnetzstation

Das graue Dasein der Ortsnetzstation in der Schenkendorfstraße in Minden-Rodenbeck hat sich am Wochenende (22. und 23. August) verändert. Sechs junge Mindener*innen verwandelten das Häuschen in eine mystische Nachtlandschaft.

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Alhassane D., Ali D., Alishah M., Bah D., David P. und Teamerin Louisa S. (Kreisjugendwerk AWO Minden-Lübbecke e.V.) nahmen am Graffiti-Workshop „(D)ein Ding! (M)ein Graffiti“ mit Graffiti-Künstler und Grafik-Designer Tilo Hagemeyer vom Verein Hack & Lack teil. An vier Wochenenden im August näherten sie sich der Kunstform Graffiti, um schließlich ein reales Objekt nach eigenen Entwürfen zu gestalten. Dafür stellte die Westfalen Weser Netz GmbH die Ortsnetzstation (Schenkendorfstraße 116a) zur Verfügung.

An den ersten beiden Wochenenden traf sich die Gruppe am Kinder- und Jugendkreativzentrum Anne Frank und sammelte Ideen und erste Erfahrungen im Graffiti-Sprühen.

Die Teilnehmenden lernten verschiedene Stile und Techniken kennen und probierten diese aus. Sie entwickelten Ideen, die sie zunächst auf kleine Papier- und später auf große Pappmodelle übertrugen, die maßstabgetreu der Ortsnetzstation nachempfunden wurden. Dabei war faszinierend, wie jeder Teilnehmende für sich interessante Aspekte an der Graffiti-Kunst finden konnte: Manche befassten sich mehr mit dem Zusammenspiel von Farben, andere mit den verschiedenen Techniken oder Formen und der Entwicklung von Motiven, fasst die Teamerin des Jugendwerkes der AWO Louisa S. zusammen.

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Am dritten Wochenende wurde das kleine Haus gereinigt und mit weißer Farbe grundiert.

Die Teilnehmenden bekamen einen ersten Eindruck von der tatsächlichen Größe der Ortsnetzstation und legten am selben Wochenende den finalen Entwurf und die Farben fest. Dabei brachten sich alle auf ihre Art und Weise ein, so Tilo Hagemeyer. Es gab viele verschiedene Ideen und Entwürfe. Einige wurden verworfen, andere übernommen. Wichtig war den Teilnehmenden, dass aus allen Entwürfen Elemente übernommen wurden. So ist ein Gesamtbild entstanden, dass die einen an Nordlichter und die anderen an eine mystische Nacht erinnern. Vielleicht ist es auch ein Blick in die Zukunft: Mit Ufo, Zug, Hochhäusern und Pyramiden.

D)ein Ding! (M)ein Graffiti“ © Stadt Minden

Fest steht: Die sechs Teilnehmer*innen und Tilo Hagemeyer hatten an dem Projekt große Freude, denn es wurde viel gelacht. Auch einige Anwohner*innen und Passant*innen freuten sich, dass die Ortsnetzstation in ihrer Nachbarschaft Farbe bekommt.

Das Projekt wurde im Rahmen der Projektförderung „(D)ein Ding!“ vom Kultursekretariat Gütersloh finanziert und von der Westfalen Weser Netz GmbH unterstützt und fand in Kooperation zwischen dem Kreisjugendwerk der AWO Minden-Lübbecke und dem Kulturbüro der Stadt Minden statt.

*Stadt Minden, August 2020

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