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Musik lässt niemals kalt – Impressionen zur Langen Nacht der Kultur in Bückeburg

Einmal im Jahr gibt es in Bückeburg „Kultur für alle“. Sozusagen ein Schnupperkulturabend, der auch diejenigen anlockt, die sonst vielleicht vor langen Konzertabenden oder Kunstobjekten zurückschrecken.
Sich einmal unverbindlich das ansehen, was Kultur bietet, in kleinen „Probehäppchen“ an verschiedenen Orten, an denen sonst Bücher verkauft oder Mode angeboten wird. So kann ein Optikergeschäft plötzlich zur Jamsession werden oder eine Buchhandlung ist bis auf den letzten Platz besetzt mit Zuhörern, die sich nur zu gern von der Autorin selbst vorlesen lassen.
Stimmungsvolle Beleuchtung – mit beginnender Dunkelheit erkennt man die Feinheiten, die sonst im Tageslicht leicht übersehen werden (sc)
Und wenn so ein Tag dann mit Sturm und Regen beginnt und die Verantwortlichen, allen voran der Organisator und Kulturfan Albert Brüggemann, einen besorgten Blick auf die Wetterapp werfen, sich trotzdem zuversichtlich zeigen (alternativ gibt es immer noch die Möglichkeit, Begrüßung und Abschluss im Rathaussaal zu verlegen), dann kann nichts mehr schief gehen. Und tatsächlich klarte der Himmel auf und in schmeichelnder Abendsonne strömten die Kulturbegeisterten in die Stadt.
An der Touristeninfo oder auch an den teilnehmenden Einrichtungen konnte man für fünf Euro ein Eintrittsbändchen erwerben, mit dem man dann alle Angebote besuchte.

Wer viel sehen wollte, hatte zugegeben schon ein wenig Stress, denn

Rot, blau, pink, orange…. es ist nicht nur eine lange, sondern auch eine sehr bunte Nacht der Kultur (sc)

jeweils halbstündlich wechselte das Programm, und so musste man sich schon beeilen, wenn man seine persönlichen Highlights sehen wollte.

Und es gab so vieles: Im Schloss präsentierten die Schaumburger Märchensänger ein kleines Konzert und begeisterten die Zuhörer mit einer Auswahl ihres Repertoires. Im Landesarchiv hielt Dr. Stefan Brüdermann einen Vortrag, wohingegen man in der Remise sogar eine Vielzahl heimischer Künstler mit ihren Objekten bewundern konnte.

Die Buchhandlung Frommhold nutzte jedes freie Plätzchen, um alle Fans von Nane Lenhard unterzubringen, die eine Lesung der Autorin besuchen wollten. Und im Rathaussaal begeisterte die Schaumburger Bühne mit einem Schmankerl aus ihrem aktuellen Stück.
Geheimnisvoll beleuchtet – das Innere der Stadtkirche Bückeburg (sc)
Musik kann nur eins nicht – es lässt einen nicht kalt. Wahre Worte zur „Langen Nacht der Kultur“ (sc)

 

Man traf sich zum Austausch und zum kleinen Päuschen auf ein Getränk in der Hof-apotheke oder schnappte sich am Grill auf dem Marktplatz einen Snack zur Stärkung.

Viel Anklang fand auch die illuminierte Innenstadt, bei denen einzelne Häuser angeleuchtet wurden, was besonders dem jungen Publikum sehr gefiel. Bückeburg sah ganz verzaubert aus. Auch die Lampions in den Bäumen von EMB Leuchten sorgten für romantische Stimmung. Über allem strahlte der in Regenbogenfarben beleuchtete Kirchturm, und wer noch einen Platz in der vollbesetzten Kirche fand, der genoss Entspannung bei wunderschönem Gesang der Kirchen Band sowie dem Gospel Chor „Rhythm of Life“, die beide mit ihren Stimmen und zauber-hafter Musik für eine besondere Stimmung sorgten.
Und sie lieferten auch mein persönliches Motto des Abends: „Musik kann so vieles“, hieß es dort. „Sie berührt, sie sorgt für eine Stimmung, sie tröstet und sie regt an. Aber eines kann Musik nicht: Sie lässt einen niemals kalt“.
Und das sollte auch für die Kultur gelten, egal, was auch immer man sich ansieht oder anhört: Ob bildende Kunst, Malerei oder Fotografie, ob Theater oder klassisches Konzert, ob Lesungen oder Vorträge – Kunst berührt und bewegt, regt an und fordert zum Mitdenken, zum Mitmachen und zum sich Einlassen auf.
Von daher, lassen Sie sich ein – genießen Sie alles, was an Kultur geboten wird. Kultur ist generationsübergreifend und für jeden lässt sich etwas finden.
Eher wenig los auf den Straßen, denn: Man sammelt sich an den vollbesetzten Veranstaltungsorten. Die LNdK ist wieder einmal ein „Straßenfeger“ (sc)

 

 

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