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Man nehme vier Kerzen und dann… – Scarlett-Magazin stellt Ihnen schöne Adventskränze vor
Vier Kerzen zeigen die Adventssonntage an (sc)

Man nehme vier Kerzen und dann… – Scarlett-Magazin stellt Ihnen schöne Adventskränze vor

Die schönste Zeit des Jahres ist für viele die Weihnachtszeit. Wenngleich die Industrie die Vor-Weihnachtszeit schon früh in den Spätsommer legt, wenn die ersten Dominosteine und Lebkuchenherzen in den Regalen der Supermärkte auftauchen. Angeblich, damit man dem Kundenansturm gerecht werden kann und keine Lagermöglichkeiten hat. Vermutlich aber, um so viele Kekse wie möglich zu verkaufen…

Zur Weihnachtszeit gehört die Adventszeit, die Wochen, in denen man sich auf das Fest vorbereitet und sich mit einem feurigen Kalender einstimmt. Sie wundern sich? Wir meinen den Adventskranz. Mit jeder angezündeten Kerze nähert sich das Weihnachtsfest und die Spannung steigt.

Scarlett-Magazin hat sich für Sie einmal umgeschaut und ein paar schöne Kränze  gefunden. Es steht Ihnen natürlich frei, sich Anregungen zu holen und es selbst zu versuchen. Schlichte Kränze aus Stroh oder Tannengrün zum selber Dekorieren erhalten Sie in vielen Gärtnereien. Mit ein bisschen Fantasie und bastlerischem Geschick schaffen Sie so Ihren eigenen individuellen Adventskranz. Wichtig ist dabei, dass die Kerzen einen festen Stand haben und die Zweige nicht zu nah an die Flammen kommen können.

Schöner Adventskranz aus der guten alten Zeit…

Woher stammt eigentlich der Brauch, einen Adventskranz zu verwenden?

Der Adventskranz wurde 1839 von dem evangelisch-lutherischen Erzieher, Theologen und Mitbegründer der Inneren Mission und Begründer der Evangelischen Diakonie,  Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im evangelischen Norddeutschland eingeführt, womit er Straßenkindern des beginnenden Industriezeitalters die Zeit bis Weihnachten verkürzen wollte. Knapp hundert Jahre später war er auch in den katholischen Gegenden in Deutschland zu finden.

Die Geschichte dazu war, dass der aus Hamburg stammende Wichern sich 1833 einiger Kinder annahm, die in großer Armut lebten. Er zog mit ihnen in ein altes Bauernhaus, und betreute sie dort. Da die Kinder während der Adventszeit immer fragten, wann denn endlich Weihnachten wäre, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen als „Kalender“ (erinnert an den Schokoladen-Adventskalender mit seinen 24 Türchen).

Jeden Tag der Adventszeit wurde nun eine weitere Kerze angezündet, an den eigentlichen Adventssonntagen dann eine große Kerze mehr, so dass die Kinder die Tage bis Weihnachten zählen konnten. Diese große Ausführung mit minimal 18, wenn der Heiligabend mit dem vierten Adventssonntag zusammenfällt, bis maximal 24 kleinen, wenn Heiligabend auf einen Sonnabend fällt, und vier großen Kerzen hängt in der Advents- und Weihnachtszeit beispielsweise im Kirchenraum der Sankt-Michaelis-Kirche in Hamburg.

Adventskranz mit vier Kerzen

Adventskranz mit vier Kerzen

Aus dem traditionellen Wichernschen Adventskranz hat sich der Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt. Seit etwa 1860 wird der Adventskranz aus Tannengrün gefertigt. 1925 wurde erstmals ein Adventskranz in einer katholischen Kirche aufgehängt.

Bis heute hält der Brauch an, am ersten Adventssonntag eine Kerze anzuzünden, um damit die Vorweihnachtszeit anzuzeigen. In vielen Familien wird der Adventssonntag auch besonders festlich begangen und man lädt oftmals Familie und Freunde ein, um gemeinsam Kaffee zu trinken und die besondere Atmosphäre vor Weihnachten zu genießen.

Entspannt und festlich den Adventssonntag genießen

Nun zu den heutigen Adventskränzen:

Als bevorzugte Farbe wird sehr gern ROT verwendet, damit verbinden viele Menschen Weihnachten. Wobei das Rot von hell bis dunkel variiert. Dann gibt es natürlich helle Töne: Weiß oder creme. Manche mögen es glänzend und wählen gold oder silber als Kerzenfarbe. Und dann gibt es jedes Jahr bestimmte Modefarben: Mal ist es grün, mal ist es lila.

Der Name deutet es an, dass ein Adventskranz rund sein sollte. Alternativ gibt es heute aber auch „Kränze“, die nebeneinander angeordnet sind. Diese werden häufig unter dem Begriff „Adventsgesteck“ angeboten, wobei es aber auch Gestecke gibt, die haben aber meist nur eine Kerze. Die nebeneinander liegenden Kerzen können entweder mit Tannengrün geschmückt sein oder sie sind schlicht auf einer langen Schale oder einem speziellen Ständer befestigt. Manche verzichten gar auf Tannengrün und entscheiden sich für Hölzer und Zweige oder ganz puristisch nur Kerzen mit vielleicht ein paar Schmuckketten, Sternanis oder getrocknete Orangenscheiben. Wie auch immer Sie sich entscheiden, es geht allein um den Gedanken, optisch zu sehen, wie schnell das Weihnachtsfest herannaht.

Adventskranz klassisch in rot. Hier steht das Tannengrün im  Vordergrund und die kräftigen Rottöne kommen gut zur Geltung – Foto: Sabine Christel
Weiß wie Schnee… Dazu passt gut Silber und Glitzer als Dekoration. Neu in diesem Jahr sind Kunstschnee sowie Stofftiere – hier ein Eisbär – Foto: Sabine Christel
Für große Tische und große Räume: Die Trendfarbe in diesem Jahr ist ein rosé. Mal mit Creme oder Rosa in allen Schattierungen variiert. Übrigens ein künstlicher Adventskranz – den können Sie wiederverwenden – Foto: Sabine Christel
Die „lineare“ Variante: Sie können es mit Tannengrün gestalten oder in schlichten Schalen. Aber auch hier die ewig gleiche Frage, welche Kerze zünden wir zuerst an…? – Foto: Sabine Christel
Unser Favorit 😉 Es ist ein zartes rose…. Auch so kann ein Adventskranz aussehen. Hier haben wir zudem noch ein weiteres Thema vereinigt: Sie erinnern sich an unseren Bericht zum Thema „Gefellt Ihnen das?“ – Dieses Jahr sind Felle sehr angesagt. Und statt Tannengrün verwenden Sie hier Schmuck und Glitzersterne – Foto: Sabine Christel

Nun, haben wir Sie auf den Geschmack gebracht? In vielen Geschäften können Sie Adventskränze kaufen. Unser Tipp: Warten Sie lieber bis Freitag oder Samstag vor dem ersten Advent, denn durch die Heizungsluft trocknen die Zweige schnell aus. Je später Sie ihn kaufen, desto länger haben Sie etwas davon.

Und: Sie können die Zweige immer mit einer Sprühflasche befeuchten. Günstig kaufen Sie im Supermarkt, frischer, aber etwas teurer, in der Gärtnerei. Sie können auch Kränze nach Wunsch bestellen.

Wenn Sie dauerhaft etwas möchten, bieten sich Trockenkränze an. Lediglich die Kerzen müssen Sie neu kaufen, sonst haben Sie einen Adventskranz für die nächsten Jahre. Nach der Adventszeit die Kerzen und Wachsreste entfernen, in Seidenpapier einschlagen und in einem Karton gut an einem trockenen Ort verstauen. Das gilt natürlich auch für die „tannenlosen“ Kränze. Das Zubehör erhalten Sie in Bastelabteilungen oder auch Blumenläden.

Die obigen Kränze haben wir gesehen bei Blumen Risse in Porta Westfalica und die Dekokränze (Trockenkränze) haben wir bei Depot gefunden.

Scarlett-Magazin wünscht allen Lesern eine schöne Adventszeit!

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