Lisa wird ein Zauberlehrling – Unterwegs in der Schule der magischen Künste
Bist Du der nächste Zauberlehrling? Schulleiter Rüdiger Maxin der Blindow Schule lädt zum Tag der offenen Tür- Foto: Sabine Christel

Lisa wird ein Zauberlehrling – Unterwegs in der Schule der magischen Künste

Von sprechenden Tipis, leckeren Schokofröschen und selbstgemachten Besen – Blindows geheimnisvoller Nachmittag

Erinnern Sie sich noch an den Brief, den Harry Potter seinerzeit bekommen hat? Endlich durfte er auf die Zauberschule Hogwarts gehen und eine Schulausbildung zum Zauberer beginnen. Die Schule Hogwarts ist in Schottland, aber so etwas ähnliches gibt es hier tatsächlich auch… Und dort können sich zukünftige Schüler anmelden, um eine nahezu zauberhafte Ausbildung in einem geheimnisvollen Schulgebäude zu absolvieren und von klugen Lehrern in Kammern und Sälen zum perfekten Assistenten im Bereich Chemie, Biologie, Umweltschutz, Gestaltung, Informatik oder Pharmazie ausgebildet zu werden. Dass zumindest war mit dem Brief der Blindow Schule verbunden, der bei Lisa eintrudelte und sie einlud, sich die Schule näher anzuschauen…

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Die geheimnisvolle zauberhafte Blindow Schule in Bückeburg – Foto: Sabine Christel

Erwartungsvoll ging sie am vergangenen Freitag zum „Blindows Zauberlehrling und die Geheimnisse des Palais“ Tag der offenen Tür und war schon beim Eintreffen begeistert vom zauberhaft beleuchteten Schulgebäude. Hinter der großen Eingangstüre wurde sie gleich von einer jungen Zauberschülerin in Empfang genommen, die sie zum „Professor“ des Ganzen, Schulleiter Rüdiger Maxin, brachte. Gut zu erkennen an seinem langen grauen Bart und seinen freundlichen Augen, aber noch bevor sie sich die Räumlichkeiten ansehen konnte, wurde sie erst einmal ins sprechende Tipi gebracht.

Das sprechende Tipi verrät, für welche Ausbildung der Zauberlehrling geeignet ist – Foto: Sabine Christel

Das schlaue Tipi findet nämlich heraus, welche Ausbildung die richtige für zukünftige Schüler und Schülerinnen ist. Im Inneren musste Lisa ungewöhnliche Fragen beantworten, z.B. „magst du lieber heiße Schokolade oder Tee“, „welche Form gefällt dir besser: Kreis oder Quadrat“ und noch einige mehr. Aus all diesen Antworten ermittelte das sprechende Tipi dann die Lösung und verrät dem künftigen Schüler, für welches Haus, genauer, für welche Ausbildung er oder sie am besten geeignet ist. Lisa weiß nun, dass sie eine zukünftige PTA (Pharmazeutisch-technische Assistentin) Schülerin sein könnte.

Die zauberhaften Lehrerinnen im Bereich PTA verzaubern mit schmackhaftem Butterbier – Foto: Sabine Christel

Der Professor, also Schulleiter Maxin, führte Lisa deshalb in den Klassenraum der PTAs, wo sie zwei der zukünftigen Lehrerinnen kennenlernte und bei einem Glas warmen Butterbieres alle Fragen stellen konnte, die ihr durch den Kopf gingen. So erfuhr sie unter anderem, dass der Unterricht aufgeteilt ist in Theorie und Praxis. Praxis bedeutet Lernen im Labor, wenn man das Gelernte umsetzt, was man später als fertige PTA benötigt. Dazu gehört beispielsweise das Anfertigen von Rezepturen oder Zäpfchen. In der Theorie lernt man das fachliche Wissen dazu, also welches Mittel hilft bei welcher Erkrankung und wie verbindet man die unterschiedlichen Stoffe miteinander, wie setzt sich ein Medikament zusammen oder wie erstellt man eine Rezeptur. Genauigkeit, umsichtiges Umgehen mit den Zutaten, sorgfältiges Arbeiten und einen guten (Kunden)kontakt sollte man dafür mitbringen.

Voraussetzung für den Besuch der Ausbildung ist der Realschulabschluss oder die Hochschulreife (Abitur). Für Realschüler besteht hier die Möglichkeit, mit der Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben. Mit einer sehr guten Ausbildung kann man sich zudem Ausbildungsinhalte auf ein späteres fachbezogenes Studium anrechnen lassen. Viele Möglichkeiten schon allein bei der Ausbildung!

Zauberhafte Rezepturen für ein magisches Bad – Foto: Sabine Christel

Gern darf Lisa einmal Schnuppertage an der Schule wahrnehmen, um den Schulalltag kennenzulernen und einen kleinen Einblick in den Unterricht und die Unterrichtsinhalte zu bekommen. Zu den Schulfächern gehören zum Beispiel Biologie, Chemie und ein bisschen Physik, wie auch Drogenkunde und vor allem die praktische Arbeit im Labor. Der Unterricht ist ähnlich wie an einer „normalen“ Schule, mal gibt es mittags schon Schulfrei, manchmal hat man noch Nachmittagsunterricht. Für die Pausen steht die Mensa zur Verfügung und das Außengelände bietet zudem besonders im Sommer die Gelegenheit, sich draußen auf der Wiese ein bisschen die Sonne auf die vorwitzige Nase scheinen zu lassen. Zwar gibt es im Palais keine Geheimgänge und auch keine sprechenden Bilder, aber der Zauber der Vergangenheit ist dort zu spüren und die jungen Zauberschüler fühlen sich sehr wohl in den schönen Räumlichkeiten.

Keine Zauberei, dafür magisches Geschick beim Zubereiten eines Zaubertranks – Foto: Sabine Christel

Insgesamt zwei Jahre dauert die Ausbildung, dann wäre Lisa eine staatlich geprüfte PTA. Innerhalb dieser Zeit muss sie dazu ein vierwöchiges Praktikum in einer Apotheke absolvieren und das Erlente aus dem Unterricht in der Praxis vertiefen. Das Praktikum kann man allerdings aufteilen, es müssen nicht vier Wochen am Stück sein. Im Anschluss an diese zwei Jahre erfolgt eine Prüfung, in der alles abgefragt wird, was sie in den zwei Jahren erlernt hat.

Nach dieser Prüfung geht sie für sechs Monate, also ein Semester, wieder in eine Apotheke, um alles anzuwenden, was sie in zwei Jahren theoretischen und praktischen Unterricht gelernt hat. Danach erfolgt eine weitere Prüfung.

Was macht eigentlich eine PTA?

Wie wichtig die Aufgaben einer PTA sind sieht man daran, wie vielfältig das Aufgabengebiet ist. So darf nur eine ausgebildete PTA oder der Apotheker selbst Rezepte entgegennehmen und Medikamente ausgeben, denn zu jedem Rezept erfolgt für den Kunden eine Beratung. Wichtige Dinge müssen dabei beachtet werden, beispielsweise, ob der Kunde noch andere Medikamente einnimmt, da kann es nämlich zu Wechselwirkungen kommen oder welche Nebenwirkungen das verordnete Medikament hat. Oder es kommt jemand in die Apotheke und fragt nach einem Mittel gegen Schnupfen oder Husten und lässt sich dann vom Apotheker oder der PTA entsprechend beraten.

Neben der PTA und dem Apotheker gibt es noch eine weitere Fachkraft in der Apotheke, die PKA, Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin, die für den Bereich Warenplanung, Bestellung, Buchhaltung, Abrechnung etc. zuständig ist. Rezepte entgegennehmen oder Auskünfte geben darf sie allerdings nicht. Alles, was mit medizinischen Produkten zu tun hat, muss von einer PTA oder dem Apotheker ausgegeben werden.

Neben den unterschiedlichen Apotheken mit viel Kundenkontakt gibt es auch die Krankenhausapotheken, wo man nicht im Kundenkontakt steht, aber auch im Apothekenbereich tätig ist und auch die Bundeswehr hat eine große Apotheke, wo PTAs gesucht werden.

Aber nicht nur in einer Apotheke kann eine Pharmazeutisch-technische Assistentin tätig sein. Sie kann auch ein Studium der Pharmazie anschließen und sich beispielsweise zum Apotheker weiterbilden lassen. Oder sie arbeitet bei der Krankenkasse oder geht in die Forschung. Viele Labore suchen ausgebildete PTAs.

Mit der Ausbildung erwirbt man ein medizinisches, biologisches und chemisches Fachwissen. Man untersucht chemische Substanzen, Arznei- und Grundstoffe und lernt, wie man Arzeimittel prüft und herstellt.

Blindow Schule

Ein großer Bereich, der abgedeckt wird und wie Lisa in der Schule erfahren hat, gibt es derzeit die Garantie, dass man nach abgeschlossener Ausbildung auf jeden Fall einen Arbeitsplatz erhält. Das sind gute Aussichten, die motivieren!

Übrigens kein reiner Mädchenberuf, wie man vielleicht denken könnte. Immer mehr junge Herren haben Spaß an der Ausbildung, und so sind die Klassen derzeit gut gemischt.

Mit dem Zauberstab das Licht entzünden? Das kann nur der oberste Zaubermeister Rüdiger Maxin – übrigens die Lampe ist mit dem magischen 3D-Drucker zauberschön gestaltet – Foto: Sabine Christel
Fahndungsfotos für verschwundene Zauberer – die Blindow Schule macht es möglich – Foto: Sabine Christel
Was verbirgt sich hinter der magischen Mauer? Möglicherweise der Blindow Express für angehende Zauberlehrlinge… – Foto: Sabine Christel
Zauberhafte Naschereien und zauberschöne Lesezeichen – Foto: Sabine Christel

Die Schule selbst hat an diesem besonderen Tag wirklich alles dafür getan, dass sich die zukünftigen Zauberschüler gern für das neue Semester einschreiben. Man konnte Zauberstäbe herstellen oder Alraunen einpflanzen. Um ein bisschen zauberhafte Stimmung zu verbreiten gab es die Möglichkeit, einen „Schwebezauber“ auszuprobieren und wenn man dort alle Zutaten in der richtigen Reihenfolge eingesetzt und auch richtig herum den Sud gerührt hat, dann konnte die (Plastik-)Spinne auf einem Schaumberg tatsächlich „schweben“. An dieser Zauberschule benötigt man tatsächlich keinen Zauberstab, sondern einen klugen Kopf, flinke Hände und das richtige Zubehör.

Ein bisschen Mondsteinpulver oder Trollpopel hat doch wohl jeder zu Hause – Foto: Sabine Christel
Rezepturen für angehende Zauberlehrlinge… Hier kann man das Mischen schon mal üben – Foto: Sabine Christel
Magisches Badesalz selbst gezaubert – Foto: Sabine Christel

Für hungrige Zauberlehrlingsanwärter gab es leckere Suppe und kleine Snacks, Zucker verzaubert als Süßigkeit und sogar eine Popcornmaschine.

Gleich gibt es magisch kulinarisches Essen… – Foto: Sabine Christel
Zaubermais… – Foto: Sabine Christel

Lisa hat an dem Nachmittag viel erlebt: Nicht nur leckeres Butterbier und schmackhafte Snatchkekse probiert, magisches Badesalz hergestellt und einen Schwebezauber ausprobiert, sich vom sprechenden Tipi beraten und die verschiedenen Kammern der Schule kennengelernt, sondern sie hat auch dank des magischen 3D-Druckers nun zauberhafte Lesezeichen und weiß, dass es in der Blindow Schule das Gleis 23 1/2 gibt, von wo der Blindow Express demnächst für sie starten wird.

Der Flugbesen – Pünktlichkeit garantiert – Foto: Sabine Christel

Damit sie stets pünktlich zur Schule erscheint, hat ihr eine der Zauberlehrerinnen einen selbstgemachten Besen überreicht – der steht nun in Lisas Zimmer und wartet auf den Beginn der zauberhaften Ausbildung. Für Zauberlehrlinge, deren Anflug, also die Anreise, zu weit wäre, bietet die Blindow Schule auch ein zauberhaftes Wohnheim an.

An dieser Schule kann man noch viel mehr lernen, zum Beispiel am Cosmetic College, wobei auf diesem Bild zu sehen ist, dass wirklich nur der schöne Bart verschönert wird… Foto: Sabine Christel
Alles zur Ausbildung am Cosmetic College Schaumburg nachzulesen HIER

Mehr Informationen erhalten Interessenten auf der Homepage der Blindow Schule, direkt an den Infotagen und auch beim nächsten „Tag der offenen Tür“. Vielleicht ohne Butterbier und sprechendes Tipi, aber mit wirklich charmanten Lehrern und Schülern, die gern immer und überall für Auskünfte zur Verfügung stehen.

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