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„Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen,…“ – Brotbacktag bei Scarlett
Frühstückszeit

„Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen,…“ – Brotbacktag bei Scarlett

Tipps für gutes selbstgebackenes Brot

Gibt es einen schöneren Duft, als den von frischem selbstgebackenen Brot? Wenn man das dampfende Brot aus dem Ofen holt und stolz sein Werk betrachtet, der Duft die Küche erfüllt und man sich schon das erste Scheibchen mit zerlaufener Butter vorstellt?

Nein. Gibt es nicht.

Und wie schön, wenn man eigene Kreationen gestalten kann, durch Hinzugabe von Kräutern, Körnern oder anderen Zutaten. Create your own Bread. Und bevor wir heute ein Brot backen, hier ein paar wichtige Tipps für Sie, damit es gelingt und hinterher lange frisch bleibt:

Vor dem Backen beachten:

  • Zeitplan: Brotbacken folgt einem festen Ablauf, und der Teig braucht viel Zeit, um zu gehen. Genügend Zeit einzuplanen ist also wichtig, so dass das Backen nicht in Stress ausartet. Längere Gehzeiten (damit ist das Aufgehen des Teigs durch Hinzufügen von Hefe gemeint) sorgen für mehr Geschmack!
  • Die richtigen Zutaten: Selbstgebackenes Brot besteht ausnahmslos aus natürlichen Zutaten. Für besonders feines Brot kann man das Mehl auch sieben, muss es aber nicht. Hochwertige Zutaten sorgen jedoch für ein besonderes Geschmackserlebnis.

Mit welchem Mehl wird gebacken?

  • Die „Type“ des Mehls gibt an, wieviel Mineralstoffe in einem Mehl stecken. Werden 100 g helles Mehl bei 900° C verbrannt, bleibt ein sogenannter Aschegehalt von 405 mg übrig, was der Typenbezeichnung entspricht. Je höher die Type, desto mehr Mineralstoffe enthält ein Mehl.
  • Helles Mehl (Type 405) hat sehr gute Backeigenschaften und einen hohen Klebergehalt. Weißmehl mit der Type 550 ist etwas dunkler und wird zum Beispiel für Brötchen und süßes Hefegebäck genommen.
  • Dunklere Mehle mit der Type 812 oder 1050 besitzen einen höheren Schalenanteil und werden hauptsächlich zum Brotbacken eingesetzt.
  • Vollkornmehl wird aus dem vollen Korn hergestellt und enthält alle Bestandteile wie Keimling, Mehlkörper, Schalenteile und Randschichten.
  • Backschrot und Schrot werden wie Vollkornmehl aus dem ganzen Korn hergestellt, sind aber gröber und sollten vor dem Backen eingeweicht werden, damit das Gebäck nicht austrocknet.
  • Für Allergiker gibt es gute Alternativen, wie Dinkelmehl oder spezielles glutenfreies Mehl. Dazu zählt zum Beispiel Maismehl, Kichererbsenmehl oder Reismehl. Auch Lupinenmehl oder spezielle Mischungen werden angeboten.

Kleine Backkunde:

  • Präzision: Die Mengenangaben genau einhalten. Beim Teigkneten mit dem Wasser vorsichtig sein und erst 90 Prozent hinzugeben, sofern der Teig dann noch zu fest ist, den Rest hinzufügen.
  • Flexibilität: Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum bestimmen die Gehzeit des Teiges. Wahrscheinlich ist der Teig im Sommer früher fertig als im Winter. Gleiches gilt für beheizte Räume. Manche Backöfen bieten eine spezielle Gärstufe an, bei der das Brot bei gleichmäßiger Temperatur in Ruhe gehen kann.

Wie und wo bewahren Sie das Brot auf?

Hier ein paar Tipps, wie man Brot richtig aufbewahrt:

  • Je höher der Weizenanteil des Brotes, desto schneller trocknet es. Ein Weizenbrot ist ca. 2 Tage richtig frisch (aber kann danach natürlich weiter gegessen werden). Roggen-, Vollkorn- und Sauerteigbrote können Feuchtigkeit besser speichern und bleiben dadurch bis zu 9 Tage frisch.
  • In einem Brotkasten hält Brot am längsten. Der Kasten ist dunkel, kühl, und hält die Feuchtigkeit, ohne das Brot schimmeln zu lassen. Um Schimmel vorzubeugen, muss er jedoch regelmäßig gelüftet und mit Essig gereinigt werden.
  • Kann man Brot eigentlich einfrieren? Ja, entweder am Stück oder in Scheiben geschnitten. Letzteres macht es einfacher, weil man nur das auftauen muss, was man braucht.

So, nun genug der Brotkunde, jetzt wollen wir endlich backen. Wir stellen Ihnen heute drei Brotsorten vor, weil uns alle Rezepte so gut gefallen haben.

Für den Farbtupfer auf dem Teller: Rote Beete Walnuss Brot

Rote Beete Walnuss Brot /Haseimglueck.de

Und nun zum ersten Brotrezept:

  1. Die Rote Bete Knollen waschen, schälen und in Würfel schneiden. In einem Mixer zu einem Brei pürieren. 300 g Püree abwiegen. (Alternativ kann man die gewaschenen Knollen in kochendem Wasser weich garen, schälen, würfeln und pürrieren).
  2. Die Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen, Zucker unterrühren und 15 Minuten stehen lassen.
  3. In einer Schüssel Rote Bete Püree, Mehl, Salz, Olivenöl und das Hefewasser vermischen und 5 Minuten kneten. Die Walnüsse hinzufügen und weitere 5 Minuten kneten (wenn der Teig zu klebrig ist, Mehl hinzufügen, aber er sollte ruhig etwas klebrig bleiben).
  4. Den Teig in einer Schüssel, zugedeckt mit einem Küchenhandtuch, an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen. Wenn sich das Volumen des Hefeteigs verdoppelt hat, den Teig noch einmal kräftig durchkneten und zu einer Kugel formen. Weitere 30 Minuten gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 190 Grad vorheizen.
  6. Den Teig zu einer Kugel formen, etwas andrücken und auf ein Backpapier legen. Mit einem Messer einschneiden und 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen, bis das Brot hohl klingt, wenn man drauf klopft. Gut auskühlen lassen.

Dazu passt Meerrettich Quark:

1 Bund Schnittlauch abspülen und in feine Ringe schneiden. 250 g Quark mit etwas Milch cremig rühren. 2 Tl scharfe Meerrettichcreme und den Schnittlauch unter den Quark rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quarkbrot (Grundrezept)

Grundrezept für ein Quarkbrot

Zutaten:

500 g Mehl

250 g Magerquark

50 g Butter

50 g Zucker (oder etwas weniger)

6 EL Milch (bei Bedarf etwas mehr, bis der Teig geschmeidig ist)

1 Päckchen Backpulver

1 Prise Salz

Fett für die Form

Sie können gern noch eigene Zutaten hinzufügen, wie Rosinen, Schokostreusel oder Nüsse.

Als Erstes die Butter (am besten kurz vorher in die Mikrowelle geben) mit dem Zucker schaumig rühren. Dann das Mehl, den Quark, die Milch, das Salz und das Backpulver hinzugeben und gut verkneten.

Der Teig wird dann in eine gefettete Kastenform gegeben, längs eingeschnitten und bei 175°C ca. 60 min. backen (am besten Zahnstochertest machen). Dann abkühlen lassen.

Alternativ die doppelte Menge verwenden, zwei Eier hinzugeben und etwas mehr Zucker und das Ganze dann zu zwei Quarkzöpfen „flechten“, mit Eigelb bestreichen und bei 190 Grad ca. 45 Minuten backen.

Sie können auch einen Quarkzopf flechten
… oder einen Gordischen Knoten. Beeindrucken Sie doch mal Ihre Familie 🙂

Und nun etwas schwieriger, aber trauen Sie sich ruhig! Hier ein Rezept für leckere, frische…

Laugenbrötchen

Laugenbrötchen wie frisch aus der Bäckerei

Zutaten für den Teig:

  • 500 gr Mehl
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Joghurt
  • 2 Eigelb + 1 Ei
  • 1 1/2 EL Öl
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe

Zum Bestreichen der Teigfladen

  • 100 g flüssige Butter

Zutaten für die Lauge

  • 1 Liter Wasser
  • 1 Pck. Kaiser Natron (50g)

Zubereitung

  1. Die Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen
  2. Mehl, Salz, Zucker in einer Rührschüssel mischen
  3. Die Milch mit der Hefe dazugeben
  4. Joghurt, Eier und das Öl dazufügen und alles, am besten mit einer Küchenmaschine, gut zu einem Teig kneten
  5. sollte der Teig zu klebrig sein noch etwas Mehl dazufügen
  6. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen
  7. Den Teig nach dem gehen lassen in 5 gleich große Portionen teilen und zu Kugeln formen
  8. auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu kleinen runden Fladen ausrollen
  9. den ersten Fladen mit flüssiger Butter bestreichen und den nächsten Fladen auflegen
  10. diesen wiederum mit flüssiger Butter bestreichen und den nächsten darüber legen
  11. so fortfahren bis der letzte Fladen aufgelegt ist und diesen nicht mehr mit Butter bestreichen
  12. mit dem Nudelholz nochmal vorsichtig und mit nicht zu viel Druck über die aufeinander gestapelten Fladen rollen und diesen mit einem scharfen Küchenmesser in acht Kuchenstücke teilen
  13. Das Wasser aufkochen lassen und die Temperatur runterschalten dass es nicht mehr kocht. Vorsichtig das Natron einrühren.
  14. Bitte vorsichtig sein, Natron ist für die Augen gefährlich!
  15. Die Laugenecken eins nach dem anderen in das Laugenbad geben und kurz darin ziehen lassen
  16. mit einem Schaumlöffel abnehmen, abtropfen lassen und auf ein Backblech legen
  17. kurz antrocknen lassen und mit dem Rest der flüssigen Butter bestreichen
  18. mit Sesam oder anderen Körnern bestreuen und bei 160 Grad Heissluft ca. 17 bis 20 min. backen.

Gutes Gelingen wünscht Ihnen Ihr Scarlett-Kochstudio


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