„Hatschi“ – Scarlett zeigt Ihnen 17 Tipps, um gut durch die Erkältungszeit zu kommen

„Hatschi“ – Scarlett zeigt Ihnen 17 Tipps, um gut durch die Erkältungszeit zu kommen

Sobald die Tage trüber werden, hat auch unser Immunsystem wieder viel zu tun: Überall schwirren Erkältungsviren herum, die sich gern auf Türklinken, Geldscheinen oder in vollbesetzten Räumen tummeln. Der Nebenmann im Bus schnupft genervt vor sich hin und dann hustet die Nachbarin Sie auch noch mitten im Gespräch an. Jetzt ist es an der Zeit, dem Immunsystem ein bisschen Unterstützung zu bieten und – wenn schon zu spät – dann doch wenigstens schnellstmöglich den Genesungsprozess einzuleiten. Scarlett stellt Ihnen ein paar Tipps vor:

Werbung

Richtig schützen, aber wie?

Da die fiesen Viren derzeit überall lauern, sind ein paar Vorsichtsmaßnahmen durchaus sinnvoll. Aber – einen hundertprozentigen Schutz gibt es leider nicht. Um das Immunsystem zu trainieren ist der Kontakt mit Viren unumgänglich. Es ist wie ein natürlicher Impfschutz, so seltsam das auch klingen mag. Von kleinauf trainiert unser Körper, sich gegen unerwünschte Eindringlinge zur Wehr zu setzen. Um aber einer Erkältung zumindest etwas aus dem Weg zu gehen, haben sich ein paar Tipps bewährt:

01 Hände waschen – aber richtig!

Lieber einmal mehr, als einmal zu wenig lautet hier die Devise. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, die Hände unter fließendes Wasser zu halten, anschließend Seife oder ein Handreinigungsmittel 20 bis 30 Sekunden lang auch zwischen den Fingern zu verreiben, die Hände dann sorgfältig abzuspülen und abzutrocknen.

02 Hände schütteln? Lieber nicht…

Denn die Viruserreger gehen gern von Hand zu Hand. Und wer weiß, auf wie vielen Türklinken und -griffen die Hand Ihres Gegenübers schon war? Außerdem wird gern IN die Handinnenfläche geniest und gehustet – ein toller Treffpunkt für Viren aller Art also. Deshalb lieber einen freundlichen Gruß als einen kräftigen Händedruck.

Achtung – Viren im Anmarsch!

03 Husten und Niesen in die Armbeuge oder ins Tuch!

Schnell die Hand vorhalten, wenn die Nase kribbelt? LIEBER NICHT! Dafür stets ein Taschentuch bereit halten oder die EIGENE Armbeuge verwenden. Klingt nicht so toll, aber ist hilfreich.

Dürfen wir bekannt machen? Die große Virenschleuder: Hand

04 Die Viren benutzen gern den Weg über das Gesicht…

Von wegen, Mundschleimhaut. Die Erkältungsviren werden über den mündlichen Weg gern von der Magensäure abgetötet. Aber die Nasenschleimhaut und – obacht! – die Augen sind ideale „Türöffner“ für Erkältungsviren. Mit der Hand die Nase geschuppert oder die Augen gerieben und ZACK ist die Vire schon hineingeschlüpft. Um das zu vermeiden bitte NICHT mit den Händen die Schleimhäute von Nasen oder Augen oder Mund berühren. Auch am Kinn kratzen oder sich mit der Hand am Kinn abstützen lassen Sie lieber.


Wenn die ersten Erkältungssymptome schon da sind, können Sie natürlich auch noch etwas zur Linderung tun.

05 Zwiebeltee

Die Zwiebel ist ein wahres Zaubermittel – deshalb zaubern wir aus ihr auch einen Tee. Ob er schmeckt – na ja, aber er hilft zuindest. Um hartnäckigen Schleim loszuwerden UND zur Stärkung des Immunsystems (die Zwiebel ist sozusagen ein pflanzliches Antibiotikum) bereiten Sie folgendermaßen den Tee zu:

Eine Zwiebel in Scheiben schneiden und für etwa fünf Minuten in einem halben Liter Wasser köcheln lassen. Den Sud anschließend durch ein Sieb abgießen und bis zu vier Tassen täglich heiß trinken. Mit Kandis süßen, bei Bedarf!

06 Heiße Füße!

So ein heißes Fußbad wärmt den Körper richtig gut durch. Dazu knöcheltief in etwa 35 Grad warmes Wasser (Schüssel oder Badewanne/Dusche) steigen. Während des Fußbades sollten Sie dann erst (!!) heißes Wasser zugeben, so dass die Temperatur innerhalb von 20 Minuten auf 41 Grad ansteigt (Badethermometer verwenden). Mit dieser Form des Fußbades fördern Sie die Durchblutung der oberen Atemwege. Durch das Ansteigen der Körpertemperatur schwitzen Sie die Viren (wie ein künstliches Fieber) aus.

07 Ein Erkältungsbad leitet die Ruhepause ein

Das geht auch mit einem heißen Bad, dem sie ätherische Öle, zum Beispiel als Badezusatz, hinzufügen. Aber VORSICHT!! Bei Fieber darf es nicht angewendet werden.

Nach 15-20 Minuten (nicht zu heiß, Kreislauf beachten!) sofort ins Bett und gut zudecken. Jetzt schwitzen Sie den „ollen Krempel“ richtig aus!

08 Ruhe

Smartphone aus, Fernsehen aus, Telefon auf lautlos und sich wirklich die Zeit nehmen, auf dem Sofa oder im Bett auszuruhen. Wer meint, „noch schnell“ alles erledigen zu wollen, schadet dem Körper und fördert die Erkrankung. RUHE ist das allerbeste Mittel. Gönnen Sie sich lieber ein, zwei Tage Ruhe schon bei den ersten Anzeichen, so vermeiden Sie unter Umständen einen langen Kranheitsverlauf. Geben Sie Ihrem Körper die Chance, sich selbst gegen die Viren zur Wehr zu setzen.

09 Altes Hausmittel – Quark

Warum muss der Hals gekühlt werden? Weil dadurch die Durchblutung angeregt wird und der Körper diese Stelle intensiv versorgt. Ein Halswickel bringt die nötige Kälte, allerdings keine Icepads oder Eiswürfel verwenden, sondern QUARK. Kühlt genug und lässt sich zudem gut am Hals verteilen. Außerdem zeigt er selbst an, wann der Wickel „fertig“ ist.

Ungefähr 250 g Quark auf ein Stück Haushaltspapier und um den Hals legen. Darüber ein Handtuch oder einen Schal wickeln. Sobald der Quark krümelig wird und getrocknet ist, das Tuch vorsichtig entfernen.

Riecht etwas säuerlich und die Krümel sind nicht so lustig, aber es hilft und hat keinerlei Nebenwirkungen.

10 Holunderblütentee

Darauf schwörte schon meine Großmutter. Dieser Tee gilt seit jeher als Erkältungstee. Zwei Teelöffel der getrockneten Blüten mit heißem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Bringt den Kreislauf auf Trab und den Körper zum Schwitzen. Gleiches erreicht man auch mit Wacholderbeerentee oder Lindenblütentee.

Wichtig auch hier: Am besten sofort ins Bett, gut zudecken und ordentlich schwitzen.

Tragen Sie dabei Baumwollkleidung, die Sie dann – durchgeschwitzt – wechseln. Auch die Bettwäsche muss entsprechend gewechselt werden.

Dazu passt:

11 Hühnersuppe – Ein Rezept für die „magische Hühnersuppe“ finden Sie zudem HIER

Ein ganzes Suppenhuhn gut mit Wasser bedecken und lange köcheln lassen

Heiß serviert wirkt die Hühnersuppe antibakteriell und hemmt Infekte der oberen Atemwege. Die köstliche Suppe erhöht die Körpertemperatur und unterstützt damit den Kampf gegen die Viren und Bakterien. Am besten aus einem frischen Huhn und mit Liebe zubereitet.

Die Suppe lässt sich zudem portionsweise einfrieren! So haben Sie immer ein wenig Zaubersuppe parat.

12 Noch ein toller Gesundheitstrank

Die Knoblauchknolle enthält reichlich Vitamin A, B1, B6, C und Mineralstoffe, die unser Immunsystem stärken. Nebenbei wirkt Knoblauch durch den enthaltenen, schwefelhaltigen Inhaltsstoff Allicin wie eine Art natürliches Antibiotikum (wie auch die Zwiebel!).

Für den Sud fünf Knoblauchzehen zerkleinern und diese in ein Glas mit Honig geben. Erwärmen und für 6 Stunden ziehen lassen. Der fertige Sud kann sowohl pur, als auch in Tee gelöst verwendet werden. Positiver Nebeneffekt: Schreckt Vampire ab!

13 Vitamin C in Hochform

Vitamin C ist DAS Mittel, was bei Erkältungen eingesetzt wird. Sanddorn gehört mit bis zu 900 mg je 100 Gramm zu den absoluten Spitzenreitern und schlägt damit jede Zitrusfrucht. Eine Zitrone hat hingegen nur etwa 53 mg Vitamin C je 100 Gramm. Fertigen Sanddornsaft erhalten Sie in der Drogerie oder Apotheke und natürlich im Reformhaus. Täglich einen Löffel der Vitaminbombe und die Viren können Sie ganz gepflegt mal….

Und falls Sie doch arbeiten müssen – wie wäre es mit Homeoffice? Die Tipps gelten auch für alle, die viel an der Tastatur kleben und/oder mit Kundenkontakten zu tun haben. Erkältungszeit bedeutet auch, einige Dinge zu verändern 😉

14 Telefonkonferenz anstatt eines persönlichen Meetings

Zuerst: STREICHEN Sie alle Termine, die nicht so wichtig sind. Wägen Sie klar ab, was warten und verschoben, abgegeben oder schriftlich erledigt werden kann. Wichtige Meetings können Sie dann auch über Skype (Video) oder als Telefonkonferenz abhalten. Wünschen Sie auf diesem Weg auch allen Schnupfennasen „Gute Besserung“.

15 Richtig Nase putzen will gelernt sein

Am besten nehmen Sie Einmaltaschentücher, die sogennannten Papiertaschentücher und bitte nur EINMAL (daher der Name) verwenden und hinterher entsorgen. Lassen Sie die verschnupften Tücher bitte nicht in Ihrer Tasche mit spazierengehen oder als Virenschleuder irgendwo herumliegen.

Praktisch in der Spenderbox

16 Smartphone, Tablet und PC – Tastatur regelmäßig reinigen

Wo Ihre Hände sind, können sich auch Viren gut verteilen. Deshalb regelmäßg sämtliche Tastaturen und Telefone abwischen und somit die Anzahl der Viren verringern. Gilt auch für Türgriffe, Lenkrad im Auto, und alles das, was gern oft angefasst wird.

17 Bonbons Lutschen und viel Trinken

Sind die Viren schon an den Schleimhäuten gilt die Devise: Viel Flüssigkeit und den Hals feucht halten. Dazu benötigen Sie gar nicht mal die teuren Halstabletten (es sei denn, Sie benötigen eine betäubende Wirkung), auch Hustenbonbons und überhaupt Bonbons, die allerdings NICHT REIZEND sind (also keine extra fruchtigen oder säuerlichen), sind hilfreich.

Alkohol und schleimbildendes, wie Milch eher meiden, dafür Tee, verdünnte Säfte und Schorlen, sowie Minderalwasser und Softdrinks trinken, so dass der Körper genügend Flüssigkeit erhält.

Wichtig auch hier: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn die Beschwerden sich verschlechtern oder Sie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl und/oder Fieber haben.

Kommen Sie gut durch die Erkältungszeit!

image_print