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„Handgeklapper und Jubel für unsere spectaculaeren Speisen!“ – Ein kulinarischer Gruß aus dem Mittelalter
Mittelalterliche Küche

„Handgeklapper und Jubel für unsere spectaculaeren Speisen!“ – Ein kulinarischer Gruß aus dem Mittelalter

Foto: Sabine Christel

Das Mittelalter lässt grüßen: Jedes Jahr werden überall Mittelaltermärkte und -feste gefeiert. Manche sogar sehr groß, wie zum Beispiel das „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum“ in Bückeburg oder das „Sparrenburgfest“ in Bielefeld.

Dort kann man sich nicht nur am Met berauschen, sondern auch Speisen probieren, die ihren Ursprung in der Zeit der Ritter und Knappen haben. Besonders beliebt war es, mit Kräutern und Gewürzen die Speisen zu verfeinern, oder eher die Zutaten genießbarer und schmackhafter zu machen.

Wer kein Fleisch hatte, ersetzte dies in den Mahlzeiten mit Getreide. In großen Kesseln über dem Feuer kochte man gern Eintöpfe, die – je nach Vorhandensein von Zutaten – in ihrer Zubereitung variierten. So entwickelten sich über die Jahrhunderte Rezeptideen.

In Ihrer Küche haben Sie natürlich viel mehr Möglichkeiten, von daher werden Ihnen unsere Rezepte etwas simpel vorkommen, aber genießen Sie mit uns trotzdem einen Hauch von Mittelalter…. Also Einkaufsliste, den Beutel mit den Talern und dann auf den Weg zum Markt….

Mittelalterliche Rahmfladen

Rahmfladen – Rezept/Foto: Kochbar.de

Zutaten:

150 g Mehl
70 g Roggenmehl
Mehl
10 g Hefe
Lauchzwiebeln
Speck, gewürfelt
1 EL Crème fraîche
1 ½ TL Salz
150 ml Wasser, lauwarm
Wasser, lauwarm
Fett, für das Blech

Zubereitung:

Zuerst setzt man mit der Hefe, etwas Wasser und etwas Mehl, einen Hefeteig an. Dazu bröselt man die Hefe in ein kleines Schälchen und verrührt sie mit gut 2 EL Mehl und warmem Wasser zu einem glatten Teig. Das lässt man stehen, bis es Bläschen schlägt.

In der Zwischenzeit mischt man die beiden Mehlsorten, mit dem Salz und dem Wasser. Anschließend lässt man den Hefeteig in die Mehlmischung fließen und schlägt es. Am besten gelingt das mit der Hand.
Der Teig ist fertig, wenn er nicht mehr an den Händen klebt und sich als Ganzes gut von der Schüssel löst. Sollte er zu lange kleben, braucht man noch etwas Mehl. Sollten Mehlrückstände in der Schüssel bleiben, braucht man etwas Wasser.
Die Schüssel wird für ca. eine Stunde mit einem Handtuch abgedeckt.

Anschließend formt man den Teig zu Fladen und legt diese auf ein eingefettetes Blech. Diese bestreicht man mit Crème fraîche (ca. 2 EL pro Fladen) und streut Speckwürfel darauf.

Die Fladen werden bei ca. 200° Ober-Unterhitze 25 – 30 Minuten gebacken.
Auf die fertig gebackenen Fladen streut man anschließend Lauchzwiebelringe (bzw. Zwiebelringe) und noch etwas Pfeffer.

Variationen:
Statt Lauch und Zwiebeln kann man natürlich auch andere Variationen ausprobieren. Zum Beispiel Kartoffelscheiben, Kartoffelscheiben und Speck, Tomaten und Tomaten und Lauchzwiebeln. Aber natürlich ist das alles Geschmackssache und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Rezept für Löwenzahnhonig

Löwenzahnblütenhonig – Foto/Rezept: Kochbar.de

Sie benötigen:

2 l Löwenzahnblüten, frisch
1 l Wasser
3 Scheiben Zitrone, ca. 0.5 cm dick
1 kg Rohrzucker
1 Stk. Vanilleschote

Zubereitung:

Die sauber gewaschenen und von den Stengeln befreiten Blütenköpfe (nur das Gelbe!) grob hacken. Zusammen mit den Zitronenscheiben, der aufgeschnittenen Vanillestange und dem Wasser aufkochen, zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen.

Je nach Geschmack auch eine Stange Zimt und zwei Gewürznelken hinzugeben. Anschliessend durch ein gebrühtes Tuch giessen. Den Saft mit dem Zucker etwa 2 1/2 Stunden sanft einkochen lassen (Achtung Schaumbildung!). Danach auf einem Teller eine Gelierprobe machen und diese kurz auskühlen lassen. Ist der Honig noch zu dünn, weiter einkochen. In gut getrocknete, saubere Gläser einfüllen und dicht verschliessen (Marmeladengläser, Hipp-Gläschen, o.Ä.).

Vor Licht und Kälte, wie auch vor hohen Temperaturen schützen. Löwenzahnhonig ist über 1 Jahr haltbar.

Beachten: Der Honig kristallisiert aus, wenn er in nasse Gläser eingefüllt oder zu kühl gelagert wird. Dasselbe passiert, wenn man den Sirup zu stark eingekocht hat.

Wird der Löwenzahnsaft nicht zu stark eingekocht erhält man einen Löwenzahnblütensirup, welcher allerdings nicht so lange haltbar ist.

Eigentlich ist der Löwenzahnhonig ein Honigersatz (Kunsthonig, Melasse). Er schmeckt Ähnlich wie Bienenhonig und wird von alters her im Volksmund als „Honig“ bezeichnet.

Tipps: Sammelt die Löwenzahnblüten an einem trockenen Tag bei Sonnenschein, möglichst mit Handschuhen, da sich sonst die Hände verfärben! Dieser Honig ist seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Husten.

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