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Bock auf Wok? Heute: Grünkohl auf italienisch
Die Tischdeko passt sich farblich dem grünen Gemüse an

Bock auf Wok? Heute: Grünkohl auf italienisch

Willkommen im Kochstudio von Scarlett. Nachdem wir Ihnen beim letzten Mal den Römertopf schmackhaft gemacht haben, steht nun der Wok im Mittelpunkt. Viele kennen ihn sicherlich von der „Wok-WM“ mit Stefan Raab, wo sich Menschen im Topf den Bobkanal hinunter gewagt haben. Tatsächlich nutzt man ihn jedoch zum Kochen, deshalb hier unser Kochutensil der Woche:

Infos zum Wok: Die Bezeichnung für diese hohe, gewölbte Pfanne kommt aus dem Kantonesischen. Charakteristisch gibt es beim Wok, anders als bei westlichen Pfannen und Töpfen, keinen Unterschied zwischen Boden und Wand – das ganze Gefäß ist als Kugelkappe geformt. Traditionell haben Woks zwei gegenüberliegende Griffe, von denen einer häufig als Stiel ausgeführt ist. Dabei konzentriert sich die Hitze besonders auf das Zentrum, so dass durch Verschieben des Garguts der gewünschte Temperaturbereich gewählt werden kann. Die wichtigste Garmethode ist das „Pfannenrühren“, auch „Sautieren“ genannt, bei dem die Zutaten unter ständiger Bewegung kurz angebraten und schnell gegart werden.

Außerdem haben wir uns dem Wintergemüse schlechthin, dem Grünkohl zugewandt. Wenn der Spargel gern als „weißes Gold“ bezeichnet wird, dann können wir den Grünkohl wohl als „grünes Gold“ bezeichnen. Vom Nährwert her ausgezeichnet (Grünkohl hat mit 8,68 mg β-Carotin/100 g den höchsten Gehalt an Betacarotin von allen Lebensmitteln. Grünkohl gehört auch zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C und roher Grünkohl zählt mit ca. 105–150 mg/100 g zu den Vitamin-C-reichsten Lebensmitteln überhaupt; allerdings wird Grünkohl selten roh gegessen) und ein Gemüse, dass mit dem Kochen immer leckerer wird. Allerdings haben wir die „Lippische Palme“ (Bezeichnung aus OWL – und da soll mal jemand sagen, die Westfalen hätten keinen Humor!) etwas eleganter zubereitet: Mit feiner Pasta und köstlicher Süßkartoffel. Nun gut, holen Sie den Wok hervor, wir wollen anfangen:

Pro Portion

1098 kcal, Kohlenhydrate: 120 g, Eiweiß: 30 g, Fett: 48 g

Zeit

Kochzeit: 55 min

Schwierigkeit

Einfach

Zutaten

Für 2 Portionen

220 g Süßkartoffeln

5 EL Olivenöl

Salz

80 g durchwachsener Speck

1 EL helle Senfkörner

1 rote Paprikaschote

250 g Grünkohl, geputzt und gerupft

Fleur de sel

250 g Bandnudeln

20 g Butter

Außerdem einen WOK mit Dampfeinsatz

Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen und längs vierteln. Mit 2 El Öl und Salz mischen und in eine Auflaufform geben. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160 Grad) auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten garen. Inzwischen Speck in feine Würfel schneiden. Senfkörner in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten, abkühlen lassen und in einem Mörser mittelfein zermahlen. Paprika putzen, waschen, vierteln und entkernen. Paprika in 2 cm große Stücke schneiden.

Den Grünkohl waschen, trocken schleudern, grob schneiden. Einen breiten Dampf-Wok mit Siebeinsatz mit 1 Liter Wasser gefüllt stark erhitzen, Grünkohl im Loch-Einsatz verteilen, mit Fleur de sel würzen und zugedeckt 12 Minuten garen.

Inzwischen die Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen, in ein Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei 250 ml Nudelwasser auffangen. Süßkartoffeln aus dem Ofen und der Form nehmen und quer in 2 cm dicke Stücke schneiden. Restliches Öl in einem Topf erhitzen, Speck darin unter Rühren 2 Minuten braten. Paprika zugeben und unter Rühren 4 Minuten mitbraten. Süßkartoffeln, Grünkohl, Butter, Nudeln und Nudelwasser zugeben und unter Rühren sämig einkochen lassen.

Die Nudeln auf vorgewärmte Teller geben und mit Senfkörnern bestreut servieren. Dazu passt geriebener Pecorino.

Als Vorspeise ergibt das Rezept 4 Portionen.

Wir haben auch noch eine Veggi-Grünkohl-Variante für Sie:

Grünkohlbällchen mit Joghurt

Zutaten:

120 g junge Grünkohlblätter

Salz

½ Bund Petersilie (10 g)

½ Bund Koriander (10 g)

1 Schalotte

2 Knoblauchzehen

Pfeffer

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

3 EL (Dinkel-)Vollkornmehl (30 g)

3 EL Olivenöl

2 Stiele Minze

350 g griechischer Joghurt

1 EL Zitronensaft

1 Msp. Pul Biber (türkische Würzmischung)

4 Vollkorn Tortillafladen

Zubereitung:

Für die Bällchen Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und gut abtropfen lassen. Grünkohl putzen, waschen, von harten Stielen befreien und grob zerpflücken. Eine Hälfte Grünkohl in kochendem Salzwasser 2 Minuten garen, abgießen und gut abtropfen lassen; restliche Grünkohlblätter beiseitelegen.

Kräuter waschen, trocken schütteln und grob hacken. Kichererbsen, gegarten Grünkohl und Kräuter in einen Mixbecher geben. Schalotte und Knoblauch schälen, grob hacken und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel in den Becher geben. 1 EL Mehl zufügen und alles mit einem Stabmixer fein pürieren, dabei etwas Wasser zugeben, bis eine mittelfeine, formbare Masse entsteht. Masse mit Salz, Pfeffer und Kümmel noch einmal abschmecken. Restliches Mehl auf einen Teller geben. Aus der Grünkohlmasse 12 Bällchen formen und in Mehl wenden.

EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Bällchen von allen Seiten etwa 6–8 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Inzwischen für den Dip Minze waschen, trocken schütteln und Blätter fein hacken. Mit Joghurt, restlichem Öl, Zitronensaft, Salz, Pul Biber glatt rühren und in Schälchen füllen.

Zum Servieren Wraps in einer heißen Grillpfanne rund 2–3 Minuten anrösten, bis sich die Grillstreifen abzeichnen. Bällchen auf Wraps geben, mit den restlichen Grünkohlblättern garnieren und mit dem Joghurt-Dip anrichten.

Guten Appetit und viel Spaß bei der Zubereitung wünscht Scarlett-Magazin!

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