Gemeinsame Sammlung des Bürgerbataillon Bückeburg für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bückeburger Bürgerbataillon

Gemeinsame Sammlung des Bürgerbataillon Bückeburg für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Am Mittwoch, 20. November 2019 werden wieder Soldaten und Soldatinnen zusammen mit Kompaniemitgliedern des Bürgerbataillon Bückeburg am späten Nachmittag auch an Ihrer Tür klingeln und um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bitten.

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Für manche Bückeburger mag eine Uniform, verbunden mit einer Sammlung, erschreckend wirken. Und es gibt sicherlich auch einige Mitbürger, die den Sinn der Sammlung anzweifeln.

Gesammelt wird nicht zur Unterstützung der Soldaten oder irgendetwas, was direkt zur Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland beiträgt. Gesammelt wird für diejenigen, die in sinnlosen Kriegen ihr Leben gelassen haben. Gesammelt wird für den Erhalt und die Pflege von Kriegsgräbern. Und dafür, dass diejenigen, die noch als vermisst gelten oder die im Ausland beerdigt wurden, gesucht, gefunden und umgebettet werden können.

Sammlung Bürgerbataillon und Soldaten der Jägerkaserne Bückeburg – Foto: Sabine Christel

Immer noch werden über 1,5 Millionen (1.500.000 Menschen) gesucht, die in teilweise großen Massengräbern begraben wurden und die man oftmals nur durch Zufall entdeckt. Die Toten werden anhand ihrer Erkennungsmarken identifiziert und umgebettet. Nicht jeder Fund kann jedoch klar festgestellt werden. Diese Arbeit ist für die vielen Mitarbeiter sehr belastend und macht unmissverständlich klar, was gerade in der heutigen Zeit wieder sehr aktuell ist: „Im Krieg gibt es keine Sieger“.

Verstehen kann man das vielleicht besser, wenn in der eigenen Familie Menschen ihr Leben im Krieg verloren haben. Noch heute wissen viele Hinterbliebene nichts vom Schicksal ihrer verstorbenen Angehörigen. Wie schwer zu ertragen diese Ungewissheit ist, kann man kaum in Worte fassen. Gerade die Generation der Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die besonders im letzten Weltkrieg viele Opfer zu beklagen hatten, finden oftmals erst ihre innere Ruhe, wenn sie wissen, wo jemand aus der Familie begraben wurde.

Gleichzeitig geht es um den Erhalt der vielen Gräber von Kriegstoten, denen man gerade im November jeden Jahres gedenkt. Volkstrauertag und Totensonntag sind die Tage, an denen man sich besonders an diese Toten erinnert.
Die Grabstellen von Kriegstoten werden dauerhaft erhalten und dürfen nicht eingeebnet werden. Auch, um diese Grabstellen zu pflegen werden Spendengelder benötigt.

Diese Gräber gelten gleichzeitig als immerwährendes Mahnmal derer, die geopfert wurden durch die Kriege. Ein Krieg hat niemals einen Sieger. Das muss jedem bewusst gemacht werden, der etwas anderes denkt. Und auch dafür ist es wichtig, diese Grabstellen zu erhalten.

Das Bückeburger Bürgerbataillon, unter der Leitung von Stadtmajor Martin Brandt, pflegt seit Jahren die Tradition, paarweise mit den Soldaten der Jägerkaserne aus Bückeburg bei den Bürgern zu klingeln und um Spenden zu bitten. Diese Spenden werden ausschließlich für die Kriegsgräberpflege verwendet.

Auf der Seite des „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ haben auch Sie die
Möglichkeit, nach Angehörigen zu suchen, die im Krieg gefallen oder vermisst sind.

Sofern niemand bei Ihnen klingelt oder Sie auf andere Weise spenden möchten, haben Sie hier die Möglichkeit dazu:

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Spendentelefon: 0561 700 90
Spendenkonto IBAN: DE23520400210322299900, BIC: COBADEFFXXX, Commerzbank Kassel

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