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Filmtipp: „Rambo V – Last Blood“ mit Sylvester Stallone

Filmtipp: „Rambo V – Last Blood“ mit Sylvester Stallone

Unser Filmtipp ist der heute, am 19. September 2019 erschienene Actionklassiker „Rambo V – Last Blood“ mit Sylvester Stallone wie immer in der Hauptrolle, sowie mit Paz Vega, Sergio Peris-Mencheta uvm.

Doch bevor wir die neue Fortsetzung präsentieren, wollen wir Ihnen seine Vorgänger natürlich nicht vorenthalten:

 

Rambo I (1983):

Dezember 1981: Sieben Jahre ist es nun her, dass John Rambo (Sylvester Stallone) aus dem Kriegsdienst entlassen wurde. Die Gräuel, die er bei seinen Einsätzen in Vietnam erlebt haben muss, lassen sich nur erahnen. Rastlos streift er durchs Hinterland und befindet sich auf dem Weg zu einem Ex-Kameraden, nur um zu erfahren, dass er kurz zuvor einem Krebsleiden erlegen ist, das er seiner Exposition von im Krieg eingesetzten Agent Orange zu verdanken hatte. Der Krieg will Rambo einfach nicht loslassen. Ohne ein weiteres Ziel im Sinn zu haben, gelangt er in ein verschlafenes Nest, das den fast schon höhnisch zu nennenden Namen Hope trägt. John Rambo will einfach nur seine Ruhe haben.

Doch der hemdsärmelige Arm des Gesetzes hat anderes mit ihm im Sinn: In den Augen des selbstherlichen Sheriffs Will Teasle (Brian Dennehy) und seines sadistischen Vertreters Art Galt (Jack Starrett) ist Rambo ein Herumtreiber und somit ein Schandfleck für ihr sauberes Städtchen. Also wird er zunächst herauskomplimentiert, und als dies nicht hilft, gewaltsam in Gewahrsam genommen. So bedroht treten alte Traumata aus seiner Zeit als Kriegsgefangener hervor. Rambo setzt sich erfolgreich zur Wehr, flieht in die Wälder, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich Rambo als sehr wehrhafte Maus herausstellt, denn er hat Blut geleckt.

 

Rambo II – Der Auftrag (1985):

John Rambo (Sylvester Stallone) wird von seinem alten Freund Col. Trautman (Richard Crenna) aus dem Gefängnis geholt – doch nicht ohne Hintergedanken. Der Einzelkämpfer soll nach Vietnam zurückkehren, wo auch zehn Jahre nach Kriegsende immer noch amerikanische Soldaten gefangen gehalten werden. Rambo soll ein mögliches Gefangenenlager auskundschaften. Doch der Einsatz läuft gar nicht nach Plan und bald findet sich Rambo nur mit einem Messer und der Vietnamesin Co Bao (Julia Nickson) im tiefsten Dschungel wieder um alleine den Kampf zu gewinnen, den Amerika vor einem Jahrzehnt verloren hat…

 

Rambo III  (1988):

Kriegsveteran John Rambo (Sylvester Stallone) hat der Gewalt abgeschworen. In einem Kloster, welches nach den buddhistischen Bräuchen geführt wird, hat er seinen Seelenfrieden gefunden, zumindest denkt er das selbst. In seinen Augen ist durch seine Hand schon genug Blut vergossen wurden. Dann erhält er jedoch die Nachricht, dass sein alter Freund und ehemaliger Mentor, Colonel Trautman (Richard Crenna) in Gefangenschaft des russischen Militärs geraten ist und ihm nun der Tod droht. Es scheint, als könne nur noch die Ein-Mann-Kampfmaschine Rambo seinen Freund retten. Trotzdem er dem Kampf eigentlich den Rücken gekehrt hat, entschließt sich der Ex-Elite-Soldat dazu, Trautman zur Hilfe zu eilen. Dafür wird er weit hinter den feindlichen Linien im kargen und bergigen Afghanistan abgesetzt. Nun liegt es an ihm, ein Menschenleben zu retten. Doch als dann die Situation zu entgleisen droht, sieht Rambo keine andere Möglichkeit und der hinterlässt wahres Chaos, um seinem Freund das Leben zu retten.

 

Rambo IV – John Rambo (2008):

John Rambo (Sylvester Stallone) schlägt sich in Thailand als Bootskapitän und Schlagenfänger durch. Doch der Krieg verfolgt ihn bis sogar bis in den asiatischen Dschungel. Eine Gruppe von christlichen Missionaren unter der Führung von Dr. Michael Burnett (Paul Schulze) und Sarah Miller (Julie Benz) will ins bürgerkriegsgebeutelte Burma vorrücken, um dort den unterdrückten Bauern eines Indianerstammes zu helfen – der immensen Gefahr durch eine entartete, extrem sadistische Militärregierung, die Völkermord begeht, bewusst. Rambo lehnt den Auftrag, die kleine Gruppe ins Zielgebiet zu schippern, zunächst ab, kann jedoch der Überredungskunst Sarahs nicht widerstehen. Es kommt, wie es kommen muss: Die Missionare werden gefangen genommen und unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt. Eine Truppe von internationalen Söldnern wird von Pastor Arthur Marsh (Ken Howard) damit beauftragt, die dem Tod geweihten Hilfsaktivisten zu befreien. Rambo soll die von Lewis (Graham McTavish) geleitete Gruppe in den Dschungel führen…

 

Doch nun kommen wir zum fünften Teil, der seit heute in den deutschen Kinos zu sehen ist:

 

Rambo V – Last Blood (2019):

John Rambo (Sylvester Stallone) erfährt, dass Gabriella (Yvette Monreal), die Tochter seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza), von einem Menschenhändlerring entführt wurde, der Teil eines mexikanischen Kartells ist und junge Frauen zur Prostitution zwingt. Rambo, der sich eigentlich nach langen Jahren fern der Heimat, nach all dem Leid, dem Totschlag und den geliebten verstorbenen Menschen, einfach nur in den USA auf einer Ranch zur Ruhe setzen wollte und Gabriella wie ein Vater aufgezogen hat, reist ohne zu zögern nach Süden und schließt sich mit der freien Journalistin Carmen Delgado (Paz Vega) zusammen, deren Schwester ebenfalls von dem Kartell entführt wurde. Mutig nimmt er den Kampf mit den Gangstern auf und muss dabei einiges einstecken. Seiner Vergangenheit und seinen schlimmen Erinnerung kann Rambo einfach nicht entkommen. Er wird keine Gnade zeigen, denn Gabriella ist für ihn ein unglaublich wichtiger Mensch, die Tochter und die Familie, die er nie hatte…

 

FSK: 18 Jahre

Länge: 100 Minuten

Trailer

 

Unser Filmtipp:

Was macht die Filmreihe so sehenswert? Sylvester Stallone spielt in seinen erfolgreichsten Filmen „Rocky“ und „Rambo“ stets den ruhigen Underdog, der sich allein durch Ehrgeiz, Einsatz und Herz und vor allem ohne viel Worte (die Dialoge sind teilweise auf dem Niveau einer Daily Soap, und das ist noch geschmeichelt…) für Schwächere einsetzt. Entweder, wie in seiner Rolle als Boxer, er wird zum Symbol für diejenigen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen oder wie bei „Rambo“ ist es sein Ziel, sich gegen Korruption, Gewalt und Macht durchzusetzen.

In einem Alter, in dem andere in die Großvaterrolle schlüpfen oder den zweiten Liebesfrühling auf der Leinwand erleben, springt Stallone in sein Rambo-Outfit und macht sich auf, Menschen aus scheinbar ausweglosen Situationen zu befreien. Dass man ihm in seinem Alter die Energie noch abnimmt, liegt sicherlich mit daran, dass Stallone sich nicht scheut, Kampfszenen selbst zu drehen und dabei großen Wert auf Authentizität zu legen. 11 Jahre nach dem letzten Rambo Abenteuer hat Stallone nochmals seinen Waffengürtel rausgeholt und sich auf den Weg gemacht, die Kinos zu erobern.

Mittlerweile können die Fans des ersten Teils (auch schon wieder 35 Jahre her) mit ihren Kindern den neuen Film ansehen. Damit sollte es das doch wohl gewesen sein, könnte man meinen. Sylvester „Sly“ Stallone allerdings hat da eine ganz andere Meinung: Seiner Ansicht nach gibt es keinen „letzten Teil“. Läuft der Kinofilm gut, warum dann nicht noch einen sechsten Teil hintendran schieben? 11 Jahre Zeit sollte sich „Sly“ dann jedoch nicht mehr Zeit lassen. Mit jetzt 73 Jahren sind auch für einen Stallone irgendwann die Actionzeiten vorbei…

Rambo 5: Last Blood ist der 5. Teil der vor über 35 Jahren gestarteten Filmreihe. Rambo 1 steht noch in der Tradition des Heimkehrer-Dramas und gilt für viele als Antikriegsfilm, der Kritik am gesellschaftlichen Umgang mit Veteranen und den Kriegseinsätzen in Vietnam übt. Ein Wandel zum Action- bzw. Söldnerfilm vollzieht sich erst in den Fortsetzungen Rambo 2 – Der Auftrag und Rambo 3.

Mit großem zeitlichem Abstand wurde der 4. Teil John Rambo gedreht, der dem Ex-Soldaten ein erfolgreiches Comeback auf der Kinoleinwand bescherte.

Kinostart.de

 

Der neue Film lebt sicherlich nicht von ausgereiften Dialogen oder einer verschlüsselten Handlung, wie man es zum Beispiel von „Taken“ mit Liam Neeson kennt. Hier geht es ganz klar um Kampf und Gewalt, die Altersfreigabe ab 18 ist also unbedingt zu beachten. Brutalität gepaart mit der Kampfmaschine Sylvester Stallone, der natürlich am Drehbuch mitgewirkt und die Figur John Rambo gestaltet hat, lässt nichts aus, was Fans von Filmen dieser Art sehen wollen. Besonders im letzten Drittel ballert John Rambo sich dermaßen kaltblütig den Weg frei, dass man sich fragt, wo nimmt der Mann seine Energie her?

Unser Filmtipp heute für die hartgesottenen Actionfans, die ein Rambo Revival feiern möchten. Einzig die Synchronstimme dürfte anfangs verwirren, der bisherige Sychronsprecher ist krankheitsbedingt ausgefallen, Jürgen Prochnow (u. a. Das Boot) ist die neue Stimme des Actionhelden.

John Rambo – Foto: Universal Films
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