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Filmtipp: „Once Upon a Time in Hollywood“ mit Leonardo DiCaprio

Filmtipp: „Once Upon a Time in Hollywood“ mit Leonardo DiCaprio

Unser heutiger Filmtipp ist die Thriller-Komödie „Once Upon a Time in … Hollywood“, die am 15. August 2019 ihren deutschen Filmstart haben soll, unter der Regie von Quentin Tarantino, unter anderem bekannt für „The Hateful Eight“ (2015) oder auch „Pulp Fiction“ (1994).

Zur Handlung:

1969: Die große Zeit der Western ist in Hollywood vorbei. Das bringt die Karriere von Western-Serienheld Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) ins Straucheln. Der Ruhm seiner Hit-Serie „Bounty Law“ verblasst mehr und mehr. Gemeinsam mit seinem Stuntdouble, persönlichen Fahrer und besten Freund Cliff Booth (Brad Pitt) versucht Dalton, in der Traumfabrik zu überleben und als Filmstar zu neuem Ruhm zu gelangen.

Hollywoods Sahneschnittchen Brad Pitt (links) und Leonardo DiCaprio in einem Film

 

Als ihm Filmproduzent Marvin Schwarz (Al Pacino) Hauptrollen in mehreren „Spaghetti-Western“ anbietet, lehnt Rick ab – er will partout nicht in Italien drehen und von dem Sub-Genre hält er auch nichts. Stattdessen lässt er sich als Bösewicht-Darsteller in Hollywood verheizen und wird regelmäßig am Ende des Films von jüngeren, aufstrebenden Stars vermöbelt.

Während die eigene Karriere stockt, zieht nebenan auch noch der durch „Tanz der Vampire“ und „Rosemaries Baby“ berühmt gewordene neue Regiestar Roman Polanski (Rafal Zawierucha) mit seiner Frau, der Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie), ein. Derweil will Cliff seinem alten Bekannten George Spahn (Bruce Dern) einen Besuch in seiner Westernkulissenstadt abstatten. Dort hat sich inzwischen die Gemeinde der Manson-Familie eingenistet. Mit Pussycat (Margaret Qualley) hat der Stuntman schon Bekanntschaft gemacht …

Was viele nicht wissen ist, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht, denn die „Manson Familie“ gab, oder eher gesagt gibt, es wirklich. Sie bezeichnet eine Gruppe bestehend aus überwiegend jungen Leuten die im Jahr 1969 mehrere Morde in Kalifornien begingen. Anführer der Gruppe war der, vor zwei Jahren im Gefängnis verstorbene, Charles Manson.

Dazu mehr:

Charles Manson hatte im Frühjahr 1967 eine siebenjährige Haftstrafe verbüßt und wurde auf Bewährung entlassen. Er hatte im Gefängnis Gitarrespielen gelernt und reiste nach seiner Entlassung als Straßenmusiker durch die USA. Im Sommer 1967 kam er in die Hauptstadt der Hippiebewegung, San Francisco. Dort scharte er mehrere junge Leute um sich, meist Ausreißer mit labiler Persönlichkeit. Die Gruppe wuchs und schon bald wurde Mansons VW-Bus zu klein für die „Family“. So erwarb er einen schwarz angestrichenen Schulbus und durchstreifte damit die Westküstenregion der USA.

Charles Manson – Foto: Hier

Manson führte die Gruppe mit autoritären und manipulativen Methoden, er entwickelte außerdem eine ganz eigene Weltsicht, die er mit Elementen aus Liedtexten, bevorzugt aus den Alben der Beatles, begründete. So entstand Mansons apokalyptische Vorstellung eines „Helter Skelter“ (nach dem gleichnamigen Lied auf dem sogenannten Weißen Album): eskalierende Rassenunruhen zwischen Schwarzen und Weißen. Die Manson Family zeichnete sich Ende der 1960er verantwortlich für mehrere Morde, unter anderem an der Filmschauspielerin Sharon Tate, sowie an dem Supermarktkettenbesitzer Leno LaBianca und an dessen Frau Rosemary.

Die Manson Family wurde 1969 nach den Tate-LaBianca-Morden auf einer Ranch im Death Valley verhaftet. Fünf Mitglieder der Manson Family wurden dieser Morde angeklagt und zunächst zur Todesstrafe verurteilt. Dieses Urteil wurde durch eine Gesetzesänderung später zu lebenslanger Haft abgeändert. Alle „Lebenslänglichen“ der Manson Family kämpfen bis heute um eine Revision ihrer Strafe oder um eine Entlassung auf Bewährung.

-Wikipedia: Manson Familie

Die Verbrechen der „Manson Familie“ dienten sowohl in der Musik- als auch in der Filmbranche als Inspirationsquelle. Ein bekanntes Beispiel ist der US-amerikanische Fernsehfilm „Helter Skelter – Nacht der langen Messer“, dessen Titel auf dem gleichnamigen Lied der Beatles beruht. Dieses Lied inspirierte seinerzeit Charles Manson zu den Verbrechen.

Quentin Tarantino ist ein wahrer Meister seines Fachs. Die Morde der Manson Family, allen voran an Sharon Tate, der schwangeren Ehefrau von Roman Polanski, finden sich immer wieder in Erzählungen. Als Tarantino ankündigte, einen Film darüber zu drehen, war man zuerst etwas skeptisch. Er kündigte allerdings nichts zur Handlung an, „fütterte“ die Presse aber mit immer neuen Namen, wie Brad Pitt, Al Pacino, Luke Perry (Riverdale, Beverly Hills 90210 – in seiner letzten Rolle zu sehen) oder Kurt Russel, bis man sich wirklich fragte, was das für eine Art von Film werden würde und warum sich so viele bekannte Hollywoodstars mit diesem Thema auseinandersetzen.

Letztendlich ist ein ganz anderer Film dabei herausgekommen. Denn „Once Upon A Time In… Hollywood“ hat nämlich praktisch gar keine richtige Handlung, sondern begleitet einfach nur einen aus der Bahn geworfenen Westernstar und sein Stuntdouble 24 Stunden bei ihrer Arbeit im Hollywood des Jahres 1969. Dabei ist größte Aufmerksamkeit gefragt, denn die Zitate fallen im Sekundentakt und wer nicht genau aufpasst, verpasst die besten Insidergags.

Wer auf trockenen Humor steht, ist bei diesem Film auf jeden Fall richtig, denn der Film lebt besonders durch die beiden brillanten Hauptdarsteller, die sich verbal die Bälle zuwerfen und das Zusehen und -hören zu einem Vergnügen machen.

Unser persönliches Highlight ist genau dieses Zusammenspiel zwischen Brad Pitt und Leonardo DiCaprio, die als unterhaltsames Duo agieren und besonders am Schluss für ein fulminantes Ende sorgen. Alles in allem eine, mit bekannten Zitaten und witzigen Anekdoten, gespickte Thriller-Komödie, mit einem lässig-lustigen Humor, von dem fantastischen 60er Jahre Soundtrack und der atemberaubenden Kulisse ganz zu schweigen.

Tarantino kündigte an, nach zehn Filmen aufhören zu wollen. Dieser Film ist Nr. 9… Wir hängen uns mal weit aus dem Fenster und behaupten, mindestens eine Nominierung bei den nächsten Oscars sollte drin sein…

FSK: (noch unbekannt)

Länge: 159 Minuten

Trailer

Viel Spaß im Kino wünscht Scarlett-Magazin 😉

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