Bond. James Bond. – „No time to day“ fulminanter Abschluss für Daniel Craig
Foto: Filmstarts

Bond. James Bond. – „No time to day“ fulminanter Abschluss für Daniel Craig

Eigentlich. Eigentlich würden wir jetzt bereits mit Wehmut auf den Film zurückschauen, mit dem Daniel Craig seine spectrekuläre Kinolaufbahn als smarter Doppelnullagent beendet hat. Und was wurde er anfangs belächelt, ob er dem eleganten Pierce Brosnan in der Riege der Bond Darsteller folgen könnte. Und ja, er gab Bond ein neues Gesicht: härter, kämpferisch, weniger gerührt als geschüttelt und trotzdem gewohnt als Womanizer.

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Filmstart des 25. Bond Films und gleichzeitig fünfter und definitiv letzter Teil mit Daniel Craig sollte bereits im April 2020 sein. Doch die weltweite Bedrohung durch das Supervirus verschob den Filmstart auf den Herbst. Nun ist geplant ab dem 12. November den Deutschlandstart des britischen Geheimagenten auf die große Leinwand zu beamen.

Und obwohl dieser Film bislang nur mit einem bereits seit Februar veröffentlichtem Musikvideo von Billie Eilish punkten konnte und sich sonst british nebulös mit einem mehr Fragen als Lösungen aufwerfendem Trailer vorstellte, sickern doch durch diverse Medienkanäle einige Puzzleteile, die dem neuen Bondfilm mehr als interessant werden lassen.

Universal Pictures

Worum geht es?

Wir erinnern uns – James Bond fuhr in seinem Aston Martin DB5 samt seiner Liebsten Madeleine Swann (Lea Seydoux) in „Spectre“ romantisch davon, um seine Karriere an den berühmten Nagel zu hängen. Und auch Daniel Craig hatte „ein Quantum Trost“ nötig nach den vielen Verletzungen, die man(n) sich so zuzieht, beim „Skyfall“ und anderen Szenen. Doch Beide wurden glücklicherweise aus ihrer geheimdienstlosen Ruhepause zurückbeordert.

Der neue Bondfilm setzt somit praktisch fünf Jahre später an. Mittlerweile lebt Bond als Privatier auf Jamaika und – ACHTUNG SPOILER! – ist Vater einer fünfjährigen Tochter. So etwas gab es noch nie und man darf gespannt sein, ob es sich dabei wirklich um eine echte Meldung handelt oder ob das Team, rund um den neuen Film, die Zeit bis zum Filmstart nutzen möchte, möglichst viele Gerüchte zu schüren. Denn angeblich soll ein Teil des Drehbuchs im Internet aufgetaucht sein und „Insider“ diese Sensation bestätigt haben.

Zurück zur Familienidylle – die hält nicht lange vor, denn Bond findet heraus, dass Madeleine ihn betrogen hat und das war es dann für ihn. Außerdem kontaktiert ihn praktischerweise CIA Agent Felix Leiter (Jeffrey Wright), damit ein entführter Wissenschaftler (David Dencik) gerettet werden kann. Da muss James dann doch seine Waffe polieren und wieder in seinen schicken Anzug springen. Dumm nur, wenn einem die unliebsame Exliebe dann auch noch im Job wieder begegnet…

Neuer Filmbösewicht ist in diesem Fall der geheimnisvolle Safin (Rami Malek, Oscarprämiert für seine herausragende Rolle in „Bohemian Rhapsody“!), der in einer Rückblende gleich zu Filmbeginn in einer Verfolgungsjagd eines Mädchens gezeigt wird, bei dem sich herausstellt, dass dieses Mädchen eben besagte Madeleine Swann ist. Und auch heute noch hält er die Fäden in der Hand, um im Hintergrund zu agieren. Scheinbar sieht er zudem Parallelen zu sich und James Bond.

Aber Safin ist nicht der einzige Übeltäter, auch Bonds Widersacher aus „Spectre“, Ernst Stavro Blofeld (Christoph Waltz) ist wieder mit am Start. Der sitzt war gemütlich im Gefängnis, hat aber auch dort Gelegenheit mit gewohnt kryptischen Sprüchen James auf die Nerven zu gehen und ist nur zu gerne bereit, wieder für fiese Attacken zu sorgen.

Neu im Team – Universal Pictures

So viele Gegner sind auch für einen Top Agenten zuviel und außerdem wird dieser Bond Film eh in die Geschichte eingehen als „einmalig, sensationell“ und so erhält James Unterstützung von seiner Nachfolgerin im Office, der neuen Doppelnull Agentin Nomi (Lashana Lynch), sowie der CIA Agentin Paloma (Ana de Armas – übrigens die aktuelle Freundin von Ben Affleck). Richtig sympathisch finden sich die beiden Doppel-Nuller allerdings nicht – hier trifft Frauenpower auf einen dickköpfigen Kollegen, was für interessante Wortgefechte sorgt.

Ganz schön viele Handlungsstränge in einem Bond Film – auch das ist neu. Nicht nur, dass eine Bondliebe den nächsten Film überdauert, auch zwei Bösewichte, davon ein alter Bekannter, und sogar eine neue Agentin aus dem Hause des MI5 sind am Start.

Wenn Daniel Craig schon sein letztes Filmabenteuer besteht, dann zumindest mit einem filmischen Paukenschlag. Und wie man in den Medien lesen konnte, soll Craig durchaus inspirierend auf diese Handlungen gewirkt haben.

Bewährt im Team sind die übrigen Mitglieder wie der smarte „Q“ (Ben Whishaw, spielte auch u. a. in „Mary Poppins returns“), Miss Moneypenny (Naomie Harris), Tanner (Rory Kinnear) und natürlich Chef des Ganzen „M“ (Ralph Fiennes – ebenfalls Oscarprämiert für „Der englische Patient“).

Achtung, mögliche Spoiler!

Im Film soll es auch – fast schon passend zur derzeitigen Corona Pandemie – um eine biologische Bedrohung gehen, nicht ganz COVID-19, aber durchaus ähnlich, so spoilern einige Medien. Leider spoilert bislang niemand, wer als nächster Bond in Frage kommt (wir hätten ja zum Beispiel Robbie Williams vorgeschlagen, der erste Bond, der seinen Filmtitel selbst singt) oder ob am Ende die Reihe mit dem 25. Bond abschließt und eingemottet wird. Lassen wir uns überraschen…

Wer wäre nicht gern seine Krawattennadel… Universal Pictures

Alle Bond Filme auf einen Blick:

  1. James Bond 007: James Bond jagt Dr. No (1962) – Sean Connery
  2. James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) – Sean Connery
  3. James Bond 007: Goldfinger (1964) – Sean Connery (Shirley Bassey sorgte für den Ohrwurm)
  4. James Bond 007: Feuerball (1965) – Sean Connery
  5. James Bond 007: Man lebt nur zweimal (1967) – Sean Connery 
  6. James Bond 007: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) – George Lazenby (einmaliger Bond Darsteller, der zudem als einziger im Film geheiratet hat – wobei seine Ehefrau leider die Flitterwochen nicht überlebte, nun ja, der Darsteller hatte auch nur ein Gastspiel)
  7. James Bond 007: Diamantenfieber (1971) – Sean Connery 
  8. James Bond 007: Leben und sterben lassen (1973) – Roger Moore (der Mann mit den meisten Einsätzen)
  9. James Bond 007: Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) – Roger Moore 
  10. James Bond 007: Der Spion, der mich liebte (1977) – Roger Moore 
  11. James Bond 007: Moonraker – Streng geheim (1979) – Roger Moore 
  12. James Bond 007: In tödlicher Mission (1981) – Roger Moore 
  13. James Bond 007: Octopussy (1983) – Roger Moore 
  14. James Bond 007: Im Angesicht des Todes (1985)  – Roger Moore 
  15. James Bond 007: Der Hauch des Todes (1987) – Timothy Dalton 
  16. James Bond 007: Lizenz zum Töten (1989) – Timothy Dalton
  17. James Bond 007: Goldeneye (1995) – Pierce Brosnan (weltbeste Filmmusik mit Tina Turner)
  18. James Bond 007: Der Morgen stirbt nie (1997) – Pierce Brosnan 
  19. James Bond 007: Die Welt ist nicht genug (1999) – Pierce Brosnan 
  20. James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag (2002) – Pierce Brosnan 
  21. James Bond 007: Casino Royale (2006) – Daniel Craig (die erste Anfangsszene komplett zu Fuß)
  22. James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) – Daniel Craig 
  23. James Bond 007: Skyfall (2012) – Daniel Craig (Adele erhielt einen Oscar für die Filmmusik)
  24. James Bond 007: Spectre (2015) – Daniel Craig
  25. James Bond 007: Keine Zeit zu sterben (2020) – Daniel Craig

Das 25. Bond-Abenteuer, zum letzten Mal (wirklich??) mit Daniel Craig in der Rolle von 007.

FSK: 12 Jahre

Filmstart Deutschland voraussichtlich am 12. November 2020! Demnächst soll übrigens auch ein zweiter Trailer erscheinen.

Credit: Nicola Dove © 2019 DANJAQ, LLC AND MGM

Länge: 163 Minuten

 

 

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