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Filmtipp: Glam Girls

Filmtipp: Glam Girls

Zwei hinreissend verdorbene Schurken – Sie erinnern sich? Der US Film aus dem Jahre 1988 diente als Vorlage für den neuen Kinofilm „Glam Girls“. Jedoch hat man statt zwei verdorbenen Herren einfach zwei hinreissende Damen genommen. Und die ergänzen sich so gut, dass der Film mehr als sehenswert ist.

Zwei hinreissend verdorbene Schurken

 

Ein kleiner Rückblick auf das 80er Jahre Original:

Lawrence Jamieson ist ein ausgebuffter Hochstapler. Als angeblicher Prinz im Exil schlägt er Kapital aus den Träumen reicher Damen, die ihm willig Herz und Geldbörse öffnen. Inspektor André und Butler Arthur gehen ihm dabei dezent zur Hand. Eines Tages kommt Jamieson ein gewisser Freddy Benson ins Gehege. Jamieson hält es für ratsam, den ungehobelten Amerikaner schleunigst aus seinen einträglichen Jagdgründen an der Riviera zu entfernen. Eher widerwillig nimmt Lawrence den Newcomer unter seine Fittiche, prellt ihn aber um den Gewinn . Man einigt sich schließlich auf eine Wette: Wer der nächsten Frau 50.000$ abluchst, darf bleiben, der Verlierer räumt das Feld. In diesem Augenblick taucht Janet Colgate auf, die Seifenkönigin Amerikas… Die dreistesten Heiratsschwindler der Filmgeschichte auf fröhlicher Jagd.“ 

In dem Film sorgten Michael Caine und Steve Martin für reichlich Humor. Allerdings ist das Original tatsächlich auch nur ein Remake des Films „Zwei erfolgreiche Verführer“ mit Marlon Brando und David Niven aus dem Jahre 1964, die seinerzeit als Betrügerduo der Damenwelt an die zarte Spitzenwäsche wollten.

David Niven in „Zwei erfolgreiche Verführer“

 

Für Glam Girls hat sich Chris Addison die schlagfertige Oscarpreisträgerin Anne Hathaway („Les Miserables“, „Der Teufel trägt Prada“) und die australische Komikerin Rebel Wilson („Pitch Perfect“, „Brautalarm“) erwählt. Ein nicht nur optisch hervorragend harmonierendes Duo. Genügend Trailer sorgten im Vorfeld für Spannung: Schafft der Film, was der Trailer verspricht? Wir waren für Sie im Kino und meinen… Nun ja. Geduld.

Unser heutiger Filmtipp ist die Komödie „Glam Girls – Hinreißend verdorben“, die am 9. Mai 2019 ihren deutschen Kinostart hatte.

Penny (links) lernt von der coolen Josephine

Penny (Rebel Wilson) ist eine Kleinganovin aus der Unterschicht und Josephine (Anne Hathaway) eine professionelle Betrügerin der Oberklasse. Leider hat die etwas ungeschickte Penny nie Glück bei den Männern und so kommt sie in ihrer Enttäuschung irgendwann an den Punkt, an dem sie beschließt, ab jetzt den Spieß umzudrehen – so wie beispielsweise Josephine: Die raffinierte Trickbetrügerin geht gezielt auf die Jagd nach männlichen millionenschweren Opfern, die sie dann kurzerhand um das ein oder andere Finanzpölsterchen erleichtert. Das Problem ist nur: Penny ist eher ein Tollpatsch als eine Edelbetrügerin. Ihr zuweilen recht schlichtes Auftreten könnte alle noch so guten Pläne in Gefahr bringen. Also beschließt Josephine, ihr zu der perfekten Trickbetrügerin zu verhelfen und ein wenig „Nachhilfe“ zu geben. Eine Typveränderung und neue Fertigkeiten, die erlernt werden müssen, sollen helfen, damit das Glam Duo die Jagd auf die reichen Herren eröffnen kann. Allerdings hat jedes Glam Girl dafür seinen eigenen Stil – und am Ende artet es in einem Wettkampf aus: Wer ist das bessere Girl? Dafür beschließen Sie, anhand eines Mannes ihre Qualitäten zu testen.. Möge die Jagd beginnen…

Ähm ja, da ist noch einiges zu tun, findet Josephine

Wie bereits in „Ocean 8“ kann Anne Hathaway hier ihre schurkisch-humorige Seite unter Beweis stellen. Die Rolle der edlen, aber raffinierten Josephine nimmt man ihr ohne Weiteres ab. Ihr Pendant ist Rebel Wilson, die allein durch ihre Mimik schon für genügend Komik sorgt. Die Frage „Warum können Frauen besser betrügen“? – „Weil sie besser vortäuschen können“ fasst den Film sehr gut zusammen. Hier geht es darum, die freche Seite der Frauen auszuspielen und mit Charme und Hilflosigkeit den Mann in die weibliche Falle zu locken. Ein wenig überzogen an manchen Stellen, dafür umso unterhaltsamer. 94 Minuten, die schnell vergehen. Ganz kommt der Film an das Remake vom Remake aus 1988 nicht heran, was daran liegen mag, dass das Ende ein wenig vorhersehbar ist und sich das Thema schnell erzählt. Trotzdem – wir fühlten uns gut unterhalten und geben eine Kinoempfehlung!

 
Spielzeit: 94 Minuten – FSK ist ab 6 Jahre und hier noch ein extra langer Trailer für Sie
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