Filmtipp: „Die Addams Family“

Filmtipp: „Die Addams Family“

Unser heutiger Filmtipp ist der Animationsfilm „Die Addams Family“, der bereits am 24. Oktober 2019 in die deutschen Kinos kam.

Werbung

Halloween steht vor der Tür – und die ganz große Gänsehaut ist nur ein Fingerschnippen entfernt: Mit „Die Addams Family“ kehrt die kultige Gruselfamilie in ihrem ersten Animationsabenteuer auf die Kinoleinwand zurück! Witzig, schräg und gewohnt haarsträubend beweisen Gomez, Morticia, Pugsley, Wednesday, Onkel Fester und Großmama, dass sie noch immer die exzentrischste Sippe der gesamten Nachbarschaft sind.

Zum Inhalt:

In „Die Addams Family“ wird die neue Heimstatt der herrlich morbiden Familie, eine heruntergekommene viktorianische Villa auf einem nebligen Hügel in New Jersey (eine Reminiszenz an den Heimatstaat von Erfinder Charles Addams), zum Schauplatz eines ausschweifenden Familientreffens. Im Rahmen einer Initiationsfeier soll Sprössling Pugsley den Schritt ins Erwachsenenalter vollziehen und beweisen, dass er ein vollwertiges Mitglied der Familie ist. Noch ahnen die Addams’ nicht, dass sie ins Visier der TV-Moderatorin Margaux Needler geraten sind. Die nämlich stört sich an den schrägen neuen Nachbarn und startet eine Hass-Kampagne, um sie aus der Stadt zu vertreiben.

Werbung

Doch nicht nur Pugsley, sondern auch Wednesday hat mit den Tücken des Erwachsenwerdens zu kämpfen. In ihrer neuen Schule hat sie sich mit Margaux’ Tochter Parker angefreundet und interessiert sich plötzlich für alltägliche Dinge wie Cheerleading und rosa Haarspangen. Klar, dass dieses für ein Mitglied der Addams Family völlig untypische Verhalten auch Mutter Morticia nicht kaltlässt!

Foto: Universal Pictures

Um einen frischen Zugang zu den Geschichten rund um die Addams Family zu finden, entschlossen sich die Co-Regisseure Conrad Vernon und Greg Tiernan, zur Wurzel des Phänomens zurückzukehren: zu Charles Addams’ schaurig-schrägen und durch und durch verrückten Cartoons aus der Zeitschrift New Yorker. Mit ihrem schwarzen Humor, dem genialen Spiel aus Hell und Dunkel und den punktgenauen Einzeilern sorgten Addams’ Zeichnungen ab den 1930er-Jahren bei unzähligen Lesern immer wieder für subversives Vergnügen.

Die Idee, einen Animationsfilm aus dem Stoff zu machen, war gewagt – es gab zwar zwei recht kurzlebige animierte TV-Serien, aber noch nie einen Langfilm dieser Machart. Da die Addams Family ihr Publikum zuvor jedoch bereits in Spielfilmen, TV-Serien und sogar einem Broadway-Musical begeistert hatte, nahmen die Pläne für einen Animationsfilm immer klarere Formen an. „Es gibt zwar einen gewissen Nostalgie-Faktor, aber es handelt sich nicht um einen Reboot“, sagt Produzentin Gail Berman. „Ich sehe den Film eher als alternativen Zugang zur Welt der Addams Family.“

„Wir wollten ganz zum Anfang zurückkehren, als Addams die Figuren erfand“, sagt Vernon. „In jeder Version, die wir bisher kennen, waren die Addams’ bereits eine Familieneinheit. Wir wollten die Sache anders angehen. Uns hat interessiert, wie sie das wurden, was sie sind.“

Tiernan stimmt zu: „Niemand hat bisher davon erzählt, wie Gomez und Morticia sich getroffen haben und wie sie in dieser Villa gelandet sind. Es gibt keine Ursprungsgeschichte. Das unterscheidet unseren Film von dem Material, das bereits vorhanden ist. So wurde unsere Story sofort lebendig.“

Den Filmemachern eröffnete die Animation unzählige Möglichkeiten, der beliebten Schauerfamilie neues Leben einzuhauchen. „Die heutige Animationstechnik erlaubt es uns, Dinge in Geschichten einzubauen, die es in der realen Welt vielleicht gar nicht gibt“, erklärt Vernon. Für „Die Addams Family“ haben wir Bäume und Tische entworfen, die ein Eigenleben führen, sprechende Briefumschläge und sogar springende, singende Schrumpfköpfe. In den Film- und TV-Fassungen wurden all diese Dinge immer nur erwähnt, ohne dass der Zuschauer sie wirklich zu sehen bekam. Wahrscheinlich war es damals einfach zu kompliziert, so etwas tricktechnisch umzusetzen. Bei uns ist das anders, wir holen die Zuschauer auch visuell in diese Welt. Dank Animationen können wir so ziemlich alles zeigen, was wir wollen.“

Foto: Universal Pictures

Schaurig, haarsträubend, mysteriös und verrückt:

Eine wundervolle Neuinterpretation des beliebten Gruselklassikers, der zwar den alten Figuren treu bleibt, aber trotzdem eine neue Geschichte erzählt. Dank vieler witziger Dialogszenen wird man gut unterhalten durch den Film geführt. Auch politische Witze durften nicht fehlen, so taucht zum Beispiel eine aufmerksamkeitssuchende TV-Moderatorin mit blond toupierten Haaren auf, die stark an einen gewissen amerikanischen Präsidenten erinnert 😉 . Im Mittelpunkt stehen dabei Werte wie Toleranz und Zusammenhalt, jedoch ohne dabei kitschig zu wirken und zu sentimental zu werden.

„Die Addams Family“ erweckt Charles Addams’ kultige New Yorker-Cartoons zum Leben und bringt Zuschauer aller Altersklassen auf liebenswerte, urkomische und herrlich morbide Weise dazu, sich mit den Themen Akzeptanz und Normalität auseinanderzusetzen.

Dieser Animationsfilm reiht sich in die Reihe der ganz großen Klassiker wie „Findet Nemo“ oder „Pets“ ein. Die Figuren sind den Originalen nachempfunden und durchaus auch für erwachsene Filmfans ein absoluter Filmtipp!

image_print