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Filmtipp: „Der Junge muss an die frische Luft“

Filmtipp: „Der Junge muss an die frische Luft“

Unser heutiger Filmtipp ist „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link, der zwar schon seit dem 25. Dezember 2018 in den deutschen Kinos läuft, den wir Ihnen aber nicht vorenthalten wollten. Dabei handelt es sich um die Verfilmung der Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft – Meine Kindheit und ich“ von Hape Kerkeling.

Über den Autor:

Hape (eigentlich Hans-Peter) Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, arbeitet seit 1984 beim Fernsehen; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Seitdem folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let’s Dance«, als Königin Beatrix, Uschi Blum oder Horst Schlämmer. Der Entertainer, Schlagersänger, Moderator und Kabarettist wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sein Buch »Ich bin dann mal weg« über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg stand 100 Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und hat fünf Millionen Leser begeistert. Hape Kerkeling lebt in Bonn und Italien. Zuletzt erschien seine Kindheitsgeschichte, der Bestseller »Der Junge muss an die frische Luft«, der ebenfalls ein Millionenpublikum erreichte. Beide Bücher wurden mit großem Erfolg verfilmt.

Zum Klappentext des Buches:

„Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht „berühmt werden“? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …“ Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht „Ich bin dann mal weg“ seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: In Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägten, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.

Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe)

Seiten: 320

ISBN: 978-3492057004

Zum Autor

Doch nun zum Film:

Foto: Amazon

Im Film geht es um Hans-Peter „Hape“ Kerkeling (Julius Weckauf) in seiner Kindheit und Jugend, die er in den 1970er Jahren in der Ruhrgebietsstadt Recklinghausen verbrachte. Er lebte mit seiner Familie in dem Haus seiner Großeltern mütterlicherseits, welches sich im Norden der Stadt befindet. Im Tante-Emma-Laden seiner Oma Änne (Hedi Kriegeskotte) belauscht er immer den Klatsch und Tratsch, den die Kunden so erzählen und parodiert sie dann für seine Oma. Seine ganze Familie bringt Hans-Peter mit seinen lustigen Parodien von Einheimischen und Prominenten zum Lachen.

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Seine Mutter Magret (Luise Heyer) ist häufig überfordert, denn sie muss sich alleine um den Haushalt und die Erziehung von Hans-Peter und seinen großen Bruder Matthes kümmern. Deren Vater Heinz (Sönke Möhring) ist nämlich Schreiner und aus diesem Grund häufig länger auf Montage.

Um ihren Enkelkindern eine Freude zu machen kauft Oma Änne ihnen ein Pferd mit Kutsche und Stall. Hans-Peter ist jedoch ein moppeliges und unsportliches Kind, weswegen er es nicht schafft richtig auf dem Pferd zu sitzen, er rutscht immer herunter. Schließlich hat er die Idee, seine Ungeschicklichkeit mit Humor in Szene zu setzen und reitet einfach falsch herum, womit er seine Familie belustigt.

Foto: Amazon

Wenn wir den Film in wenigen Worten beschreiben sollten, dann würden wir „zu Tränen rührend und humorvoll“ wählen. Bereits das Buch bestach durch seine ehrliche und offene Art und bei dem Film ist es nicht anders. Erfrischend sind auch zahlreiche Seitenhiebe, die Caroline Link an die Gesellschaft dieser Zeit verteilt, in der Klatsch und Tratsch ganz groß geschrieben wurde. Die Geschichte einer Großfamilie, in der das Zusammenleben zwar nicht immer einfach, aber trotzdem geprägt durch Zusammenhalt und Wärme ist, gefällt uns sehr gut. Einen Film wie diesen, der einen gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt, ist sehr selten und daher empfehlen wir Ihnen dringend, sich den Film im Kino anzusehen, falls Sie das noch nicht getan haben sollten. Die Buchvorlage ist hervorragend umgesetzt worden, und Julius Weckauf überrascht mit seinem überragenden Schauspieltalent.

FSK: 6 Jahre

Länge: 100 Minuten

Trailer

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