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Federweißer und Flammkuchen – So schmeckt der Herbst

Federweißer und Flammkuchen – So schmeckt der Herbst

Zum Herbstanfang gehört auch etwas Kulinarisches. Neben Kürbis und Co verlockt der spritzige Federweißer, gern in Kombination mit Flammkuchen, zum Genießen. Und dieser Wein hat es wahrlich in sich, denn er schmeckt, wie man so sagt, sehr „süffig“ und steigt schnell zu Kopf, was man dann hinterher durchaus bedauern könnte. Trotzdem, wir stellen Ihnen den köstlichen Wein vor und dazu ein paar herzhafte Rezeptideen, damit Sie den sonnigen Start in den Herbst genießen können.

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Wissenswertes zum Federweißer

Je nach Wetterlage, wird Ende August oder Anfang September mit der Weinernte, der Leese begonnen. Etwa Anfang November endet damit die Saison des Federweißer. Seinen Namen erhielt der köstliche Wein aufgrund seines Aussehens. Bei der Gärung des Traubensafts werden Hefeteilchen aufgewirbelt, die farblich kleinen Federn ähneln. Man kennt ihn in den Weinanbaugebieten allerdings eher unter der Bezeichnung: Sturm, Rauscher, Sauser oder Bremser. (Und hierzulande unter „der haut richtig rein“)….

Korrekt zu sagen ist, dass Federweißer lediglich ein aus den weißen Rebsorten gepresster Traubenmost ist, also noch kein fertiger Wein. Nach der Umwandlung des Zuckers zu Alkohol wird aus ihm der Jungwein. Macht man ihn aus roten Rebsorten heißt er übrigens „Roter Sauser“. Der Alkoholgehalt beträgt ungefähr 4 %. Er gärt dann in der Flasche so lange weiter, bis sich der gesamte Zucker in Alkohol umgewandelt hat. Zum Ende des Gärungsprozesses hat er dann ungefähr 11 Prozent Alkohol. Damit in der Flasche die Gärung fortgesetzt werden kann, darf sie nicht luftdicht verschlossen sein, denn dazu wird Kohlendioxid freigesetzt, welches entweichen muss. Von daher dürfen die Flaschen nur stehend gelagert werden, klar, sonst läuft der schöne Jungwein aus….

Tipp: Nur wenige Tage lagern, sonst ist der Gärungsprozess abgeschlossen. Dann haben Sie zwar einen „fertigen“ Wein, aber beim Federweißer werden oftmals qualitativ schlechtere Trauben verwendet, weshalb der Wein hinterher geschmacklich nicht optimal ist. Der Jungwein ist das, was so gut mundet.

Und jetzt noch die gute Nachricht: Federweißer ist durchaus gesund 😉 Er hat einen hohen Vitamin B1 und Vitamin B2 Gehalt. Und die enthaltenen Milchsäurebakterien wirken sich in Maßen (!!) positiv auf die Verdauung aus (ähnlich, wie Sauerkraut). Trotzdem: Alles ist nur gut, so lange man es in bestimmten Mengen genießt.

Zum Federweißer passen herzhafte Gerichte, wie Flammkuchen, Kürbis oder Maronen. Auch deftiges aus der süddeutschen Küche ist eine gute Beilage.

Wir stellen heute ein paar Ideen vor.

Flammkuchen mit Ziegenkäse und Honig

Rezept und Foto: Lecker.de

Zutaten

  • 200 g Crème fraîche 
  • 2 Zweige Rosmarin 
  • 1 Packung (200 g)  Ziegenfrischkäsetaler 
  • 1 (260 g) Rolle Flamm­kuchenteig 
  • 3 EL Waldhonig (oder anderer würziger flüssiger Honig) 
  • Salz 
  • Pfeffer 

Zubereitung

  1. Crème fraîche glatt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Rosmarin waschen und trocken tupfen, Nadeln abstreifen und grob hacken. Ziegenkäsetaler waagerecht halbieren.
  2. Ofen vorheizen (E-Herd: 225 °C/Umluft: 200 °C/Gas: s. Hersteller). Flammkuchenteig entrollen und mit dem Backpapier auf ein Backblech legen. Teig mit Crème fraîche bestreichen. Ziegenkäse darauf verteilen und mit Rosmarin bestreuen.
  3. Im heißen Ofen 12–15 Minuten backen. Mit Honig beträufelt servieren.

Leckerer Blumenkohlkuchen

Rezept und Foto: Lecker.de

Zutaten

  • 1 kleiner Blumenkohl (à ca. 600 g) 
  • 1 Zwiebel 
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 1 kleine rote und grüne Paprikaschote 
  • Salz 
  • Pfeffer 
  • Fenchelsamen 
  • 3 EL Öl 
  • 1/2 Bund glatte Petersilie 
  • 150 g Bergkäse (Stück) 
  • 6 Eier (Gr. M) 
  • 100 g Mehl 
  • Backpapier 

Zubereitung

  1. Blumenkohl putzen, Röschen vom Strunk schneiden, waschen und eventuell noch kleiner schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Paprika putzen, waschen. Zwiebel und Paprika in kurze Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
  2. Blumenkohl in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Paprika und Zwiebel darin unter Wenden ca. 4 Minuten dünsten. Ca. 1 Minute vor Garzeitende 1 TL Fenchel­samen und Knoblauch ­zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Eine Springform (26 cm Ø) mit Backpapier auslegen. Backofen vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 180 °C/Gas: s. Hersteller). Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Käse grob reiben. Eier in einer großen Schüssel verquirlen. Mehl, Petersilie und ca. 2⁄3 Käse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Blumenkohl und die Paprika­mischung unterheben.
  4. Gemüsemischung in die Form geben und glatt streichen. Rest Käse darauf verteilen. Im heißen Ofen 35–40 Minuten backen, bis die Eimasse gestockt ist. Kuchen herausnehmen und ca. 5 Minuten in der Form ruhen lassen. Aus der Form lösen und in Stücke schneiden.
  5. Tipp: Käse mit wenig Laktose! Je länger ein Käse reift bzw. je härter er ist, desto weniger Laktose (Milch­zucker) enthält er. Denn während der Reifung wird Milchzucker in Milchsäure umgewandelt. Je nach Ausprägung der Intoleranz können Betroffene bis zu 1 g Milchzucker pro 100 g vertragen, sodass Sie auch frische Käse wie Feta essen können.

Nun ein tolles Gebäck, was sich auch sehr gut für ein spontanes Herbstpicknick mit Wein und mehr eignet….

Kürbis-Apfel Schnecken

Rezept und Foto: Lecker.de

Zutaten

  • 750 g Hokkaidokürbis 
  • 1 Zwiebel 
  • 2 (ca. 300 g; z. B. ­Jonagold)Äpfel 
  • 12 g geröstete gesalzene Macadamianusskerne 
  • 2 EL Öl 
  • 150 g  Schinkenwürfel 
  • Salz, Pfeffer 
  • 2 Packungen (à 270 g) frischer Blätterteig (Kühlregal) 
  • 1 Dose(n) (400 ml) ungesüßte Kokosmilch 
  • 1 EL brauner Zucker 

Zubereitung

  1. Kürbis waschen, vierteln und die Kerne herauslösen. Fruchtfleisch samt Schale in dünne Spalten schneiden und fein würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Äpfel waschen, vierteln und entkernen, ebenfalls fein würfeln.
  2. Nüsse in einer großen Pfanne ohne Fett rösten, herausnehmen. Öl in der Pfanne erhitzen. Kürbis und Schinkenwürfel darin 3–4 Minuten braten. Äpfel und Zwiebel zugeben, ca. 3 Minuten weiterdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Nüsse unterheben. Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  4. Blätterteig ca. 10 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Ofen vorheizen (E-Herd: 225 °C/Umluft: 200 °C/Gas: s. Hersteller). Teige entrollen und ca. die Hälfte der Füllung darauf ver­teilen.
  5. Mithilfe des Backpapiers von einer kurzen Seite her aufrollen. Rollen in je ca. 8 Scheiben schneiden.
  6. Schnecken auf ein kleines Backblech oder in eine große Form legen. Kokosmilch mit Salz und Pfeffer würzen, darüberträufeln und mit Zucker bestreuen. Im heißen Ofen ca. 25 Minuten backen. Warm servieren.

Und jetzt noch für den Nachmittagskuchen die herzhafte und spritzige Variante. Einen weinseligen Guglhupf 🙂

Guglhupf mit Riesling

Rezept und Foto: Lecker.de

Zutaten

  • 220 ml halbtrockener Riesling 
  • 30 g frische Hefe 
  • 2 TL Zucker 
  • 500 g Mehl 
  • 2 Eier (Größe M) 
  • Salz 
  • 150 g Butter 
  • 150 g Schinkenspeck 
  • 100 g  Walnusskerne 
  • 8 Stiele glatte Petersilie 
  • 1/2 Bund Schnittlauch 
  • 250 g Magerquark 
  • 4 EL Vollmilch Joghurt 
  • Pfeffer 
  • Fett und Mehl 

Zubereitung

  1. Wein lauwarm erwärmen. Hefe darin mit 1 TL Zucker unter Rühren auflösen. Mehl, Eier, 1 TL Salz, Butter und aufgelöste Hefe in eine Rührschüssel geben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Schinken in kleine Streifen schneiden. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze unter Wenden ca. 2 Minuten knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Nüsse grob hacken. Kräuter waschen und trocken schütteln. Petersilie, bis auf 4 Blättchen zum Garnieren, fein hacken. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Quark mit Joghurt, Schnittlauch, Hälfte der Petersilie und 1 TL Zucker verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt kalt stellen.
  3. Nüsse, Schinken und restliche Petersilie unter den Teig rühren. Eine Gugelhupf-Form fetten, mit Mehl bestäuben und Teig einfüllen. Zugedeckt weitere ca. 30 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: s. Hersteller) ca. 50 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen
  4. Riesling Gugelhupf mit Quark Dip anrichten, mit Petersilie garnieren
  5. Wartezeit ca. 2 Stunden

Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit und viel Spaß bei der Zubereitung!

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