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Farbtupfer im Herbst – Leckeres aus Kürbis

Farbtupfer im Herbst – Leckeres aus Kürbis

Pünktlich zu Halloween tauchen Sie wieder überall auf: Kürbisse. Beliebt sind besonders der längliche cremefarbene Butternut und der kräftig orangefarbene Hokkaido Kürbis. Letzter ist nicht einfach zu schälen (weshalb man das auch lassen kann), aber Zerschneiden ist auch nicht gerade leicht. Trotzdem ist TK Ware nicht vergleichbar mit einem frischen Kürbis, den Sie schon irgendwie zerschnippelt bekommen. Dass sich die Mühe lohnt, zeigen wir Ihnen heute mit ein paar schönen Rezepten.

Denn – Herbstzeit ist auch Suppenzeit! Wohlig wärmende cremige Gemüsesuppen, die man wunderbar verfeinern kann. So lässt sich die schlichte Kürbissuppe mit Kürbiskernöl, gerösteten Kernen, Schinkenstreifen, Garnelen, kleinen Mettbällchen, knusprigen Croutons und vielem mehr servieren. Auch frische Kräuter oder ein Klecks Sahne machen aus einer einfachen Suppe – optisch und geschmacklich – eine besondere Hauptspeise. Schnappen Sie sich also die Einkaufsliste, suchen Sie die passenden Suppentöpfe heraus und los geht es:

 

Wissenswertes zum Kürbis

Ursprünglich stammt der orange Kürbis von der japanischen Nordinsel Hokkaido. Nach ihr wird er allerdings nur in Europa benannt, auf Japanisch heißt die Kürbissorte Uchiki Kuri.

Diese Sorte wurde 1887 von den Amerikanern eingeführt, durch die Züchtung hat sich der Kürbis glücklicherweise verändert. War er zuerst noch eher hart und relativ geschmacksneutral hat der heutige Kürbis einen nussigen Geschmack. Seit den 1990er Jahren wird der Kürbis auch – dank ähnlicher klimatischer Bedingungen – in Europa angebaut.

Der Hokkaido-Kürbis wiegt durchschnittlich zwischen einem und drei Kilogramm und zählt zu den Riesenkürbissen. Man erkennt ihn anhand seiner orangefarbenen Schale, das liegt am hohen Gehalt von Betacarotin. Allerdings gibt es den Hokkaido auch mit einer dunkelgrünen Schale. Beliebt ist er für sein festes und faserarmes Fruchtfleisch und dem nussigen Geschmack. Im Inneren befinden sich die Kerne und Fasern, die man vor dem Zubereiten herauslöffelt.

Vom Spätsommer bis Frühherbst gibt es den Lieblingskürbis auf vielen Wochenmärkten und im Supermarkt zu kaufen. Im November ist die Saison beendet (man kann den Kürbis gut zerkleinert einfrieren!).

Ähnlich wie bei der Melone können Sie per „Klopfprobe“ feststellen, ob der Kürbis reif ist, dafür sollte ein hohles Geräusch zu hören sein.

Wenn Sie den Kürbis zu Hause haben, ist folgendes zu beachten: Am besten im Ganzen lagern, kühl und trocken und auf einen unbeschädigten Stilansatz achten. In Stücken können Sie den Kürbis über 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder im rohen Zustand einfrieren.

Der Hokkaido hat im Vergleich zu anderen Kürbissorten einen höheren Anteil an Nährstoffen, das liegt am niedrigen Wasseranteil. Gleichzeitig wirkt der Kürbis – wie übrigens alle Kürbissorten – sehr entwässernd und regt die Nierentätigkeit an. Außerdem hat er wenig Kalorien und Fett und ist damit ein beliebtes Gemüse.

Nährwerte: Hokkaido-Kürbispro 100 g
Kalorien67 kcal
Eiweiß1,7 g
Fett0,5 g
Kohlenhydrate13,6 g
Ballaststoffe2,4 g

Nährstoffwunder Hokkaido Kürbis:

  • Beta-Carotin / Vitamin A
  • Vitamin B1, B2, B6
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Folsäure
  • Magnesium
  • Eisen
  • Phosphor

Der hohe Gehalt an Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, was für gute Sehkraft und gesunde Haut und Haare sorgt. Bereits 100 g des japanischen Kürbisses decken ungefähr 1/3 des täglichen Tagesbedarfs an Beta-Carotin (nach dem NCI: National Cancer Institut).

Der Hokkaido muss vor dem Verzehr nicht geschält werden. Die Schale ist sogar besonders reichhaltig an Betacarotin und damit an Vitamin A. Wichtig ist, achten Sie auf ausreichende Reinigung und eine Bio Qualität. Durch Garen wird die harte Schale weich und kann leicht püriert werden.

Zubereitung

Der Hokkaido Kürbis ist sehr vielseitig einzusetzen. Ob als Suppe oder Auflauf, Püree oder sogar als Dessert und Marmelade kann man diesen tollen Kürbis verwenden.

Ein schnelles Rezept sind zum Beispiel Kürbispommes, bei denen man den Kürbis in Streifen schneidet und im Backofen röstet. Mit Gewürzen und Kräutern angerichtet ein leckerer Snack.

Roher Kürbis?

Der Hokkaido kann übrigens auch roh gegessen werden, zum Beispiel in Salaten oder sogar dünn geschnitten und mariniert als Kürbis-Carpaccio.

VORSICHT!

Das gilt jedoch nur, wenn es ein Speisekürbis ist, der gezüchtet wurde. Denn die selbstgezogenen oder Zier- und Wildkürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. In großen Mengen verzehrt kann er zu einer Lebensmittelvergiftung führen.

Ein Geschmackstest kann helfen: Ein kleines Stück probieren, schmeckt es bitter, sollten Sie den Kürbis nicht roh essen!

Butternut

Ein ebenso belieber Kürbis ist der Butternut. Er hat eine blass-gelbliche glatte Schale und ist birnenförmig, sein Fruchtfleisch ist hellorange, und er hat ein feines Butteraroma. Der Butternut hat eine sehr dünne, aber recht harte Schale.

Butternut zu schälen geht gut mit einem Kartoffelschäler. Ob es wirklich nötig ist oder nicht, hängt vom Rezept ab. Grundsätzlich ist die Kürbisschale essbar – sie braucht nur lange, bis sie weich wird.

Schälen oder nicht?

EIGENTLICH kann man fast jeden Kürbis MIT Schale essen. Da die Schale hart ist benötigt sie jedoch länger beim Garen, als das Kürbisfleisch. Deshalb ist es manchmal ratsam, je nach Rezept, den Kürbis zu schälen.

Tipp: Die geschälte Schale des Kürbis kann super zu einem Gemüsegericht verarbeitet werden: kleinschneiden, anbraten oder weich kochen – zum Beispiel mit Zwiebeln, Gewürzen und Kokosmilch.

Jetzt geht es endlich los, hier ein paar schmackhafte Rezepte aus Kürbis:

Kürbissuppe amerikanisch

2 große Kürbisse (Butternut Squashs)
2 Kartoffeln
1 Süßkartoffel
2 Karotten
200 g Speck, gewürfelt
300 ml süße Sahne
1 große Zwiebel
Salz und Pfeffer
Paprikapulver
Gemüsebrühe

Zubereitung:

Kürbis schälen. Am einfachsten halbieren, Kerne mit einem Löffel ausschaben und für 15 Minuten in Salzwasser kochen. So kann man den Kürbis einfach aus der Schale schaben.
Kartoffeln, Süßkartoffel, Karotten schälen und in große Stücke schneiden.
Zwiebel würfeln und mit Speck in einem großen Topf andünsten. Kürbis und anderes Gemüse zugeben und alles gut anbraten. Mit Wasser auffüllen, sodass alles mit Wasser bedeckt ist und für 45 Minuten köcheln lassen. Mit dem Pürierstab gut durchpürieren, Sahne zugeben und nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Gemüsebrühe würzen. Dazu passt frisches Maisbrot.

Rezept und Idee: Chefkoch.de/Jezabel

Und jetzt machen wir das Ganze mal ein bisschen spicy…

Kürbissuppe mit Chili und Ingwer

Rezeptidee: Lecker.de

1 Butternutkürbis (à ca. 800 g) 

3 Möhren (ca. 300 g) 

1 Zwiebel 

2 Knoblauchzehen 

1 Stück (à ca. 20 g) Ingwer 

4 EL Olivenöl 

150 ml trockener Weißwein 

1 Lorbeerblatt 

1 EL Gemüsebrühe (instant) 

Kreuzkümmel 

Chiliflocken 

Salz 

Pfeffer 

3 Stiele glatte Petersilie 

4 EL Crème fraîche 

Zubereitung

Kürbis längs in breite Spalten schneiden. Kerne und weiche Fasern entfernen. Kürbisspalten schälen und das Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden. Möhren schälen, waschen und ebenfalls in Stücke schneiden. Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin andünsten. Kürbis und Möhren kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen, Lorbeer zugeben. 1–1 1⁄4 l Wasser angießen, aufkochen. Brühe einrühren und alles mit 1 TL Kreuzkümmel und 1⁄4 TL Chili­flocken würzen. Zugedeckt ca. 20 Minuten garen.

Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und grob schneiden. Lorbeerblatt entfernen. Suppe mit einem Stabmixer sehr fein pürieren. Nochmals mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken. Suppe in Schalen anrichten. Jeweils 1 EL Crème fraîche in Schlieren einrühren. Mit Petersilie und grobem Pfeffer bestreuen. ­Dazu schmeckt Knoblauchciabatta.

Es gibt auch die süße Variante!

Kürbis Friters

Friters – Afrikanisches Rezept vom Maggi Kochstudio

  • 500 g Butternuss-Kürbis
  • 500 ml  Wasser
  • 2 Eier
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise  Salz
  • 2 TL  Backpulver
  • 175 g  Mehl
  • 3 EL Reines Sonnenblumenöl
  • Küchenkrepp
  • 3  EL  Zimtzucker

Zubereitung

Butternuss-Kürbis halbieren, Kerne mit einem Löffel entfernen, in Spalten schneiden, schälen und in Würfel schneiden. In Wasser ca. 15 Min. kochen, bis der Kürbis gar ist. Mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten.

Eier, Zucker, Zimt, Salz, Backpulver und Mehl zugeben und unterrühren.

In einer beschichteten Pfanne Sonnenblumenöl heiß werden lassen. Mit einem Esslöffel etwas Teig in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun braten. Nach und nach ca. 20 kleine Fladen braten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit Zimtzucker bestreut servieren.

Oder etwas ganz deftiges?

Apfel-Kürbissuppe mit Blutwurst

Rezeptidee: Lecker.de
  • 3 säuerliche Äpfel (ca. 500 g) 
  • 6 EL Zitronensaft 
  • 800 g Hokkaido-Kürbis 
  • 250 g Möhren 
  • 1 große Zwiebel 
  • 2 Knoblauchzehen 
  • Zucker 
  • Salz 
  • Pfeffer 
  • 1 l Gemüsebrühe 
  • 200 g Blutwurst 
  • 1 EL Öl 
  • 4 Stiele Petersilie 
  • 200 g Crème fraîche 
  • grob gemahlener Pfeffer 
  • Backpapier 

Apfelchips

Zubereitung

Für die Apfelchips 1 Apfel waschen und trocken reiben. Mit einem Apfelausstecher entkernen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Mit 3 EL Zitronensaft beträufeln. Auf das Backofenrost des Backofens ein Stück Backpapier legen, die Apfelscheiben darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 150 °C/ Umluft: 125 °C/ Gas: s. Hersteller) 30–40 Minuten trocknen.

Kürbis waschen, vierteln, Kerne und Fasern herausschaben. Kürbis in Stücke schneiden. Möhren putzen, schälen und klein schneiden. 2 Äpfel waschen, vierteln und entkernen. In Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel grob in Stücke schneiden, Knoblauch halbieren. Alles in einem Bräter verteilen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Offen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: s. Hersteller) ca. 1 1/4 Stunden garen. Nach ca. 30 Minuten der Garzeit Brühe zugießen. Zu Ende garen.

Haut der Blutwurst abziehen, Wurst in Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Wurst darin von jeder Seite ca. 1 Minute braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen. Blätter abzupfen und fein hacken

Bräter aus dem Ofen nehmen. 100 g Crème fraîche zugeben. Alles fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und 3 EL Zitronensaft abschmecken. Blutwurst in grobe Stücke zupfen. Suppe mit 100 g Crème fraîche, Apfelchips, Wurst, Petersilie und gemahlenem Pfeffer anrichten.

Den Kürbis kann man natürlich auch füllen – zum Beispiel mit diesem leckeren Rezept:

Gefüllter Hokkaido mit Schafskäse und Hack

2 kleine Kürbisse
200 g Hackfleisch
2 kleine Tomaten
2 Zehen Knoblauch
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Bund Petersilie
1 EL Tomatenmark
2 EL Sahne
100 g Schafskäse
1 EL Butter
1TL Chiliflocken
Salz
500 g Naturjoghurt
3 EL Schnittlauch, in Röllchen geschnitten

Zubereitung

Den Kürbis waschen, Deckel abschneiden, entkernen. Etwas Fruchtfleisch mit dem Löffel herausschaben und beiseite legen. Den leeren Kürbis mit aufgesetztem Deckel bei 180°C für ca. 15 min. in den Ofen stellen.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Knoblauch und Tomate fein würfeln. Butter in der Pfanne erhitzen und Hackfleisch und das ausgeschabte Kürbisfleisch darin anbraten. Wenn das Fleisch gut durch ist, Tomate, Tomatenmark, Knoblauch, Schafskäse und Frühlingszwiebeln unterheben und kurz weiter braten. Die gehackte Petersilie dazugeben und mit Salz und Sahne abschmecken.

Die fertige Masse in den Kürbis füllen. Diesen wieder mit dem Deckel verschließen und nochmals 15 – 20 min. backen.

Ein sehr kleiner Kürbis kann als eine Portion serviert werden, sonst den Kürbis nach Belieben halbieren oder vierteln. Dazu passt Naturjoghurt mit Schnittlauch.

Abschließend noch die Asia-Variante mit roten Linsen und Chili…

Kürbissuppe mit roten Linsen

Rezeptidee: Lecker.de

1 große Zwiebel
2 Chilischoten, je nach Schärfe und Geschmack
1 Ingwer, geschält, walnussgroß
400 g Kürbisfleisch
1 Paprikaschote(n), orange oder rot
1EL Kürbiskernöl
2 EL Olivenöl
900 ml Gemüsebrühe
150 ml Kokosmilch
200 g Linsen, rote, getrocknet
1TL Zitronenschale
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebel, die Chilis und den Ingwer in feine Würfel, den Kürbis und die Paprika grob schneiden. Das Kürbiskern- und Olivenöl in einen großen Topf geben und darin die Zwiebeln bei milder Temperatur unter mehrmaligem Rühren anbraten, bis diese glasig werden. Nun Chili, Ingwer, Kürbis und Paprika zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und zugedeckt 10 Min. bei mittlerer Hitze kochen lassen.

Das Gemüse dann pürieren, im Anschluss alles mit der Kokosmilch aufgießen und die Linsen zugeben. Weitere 15 Min. ohne Deckel garen, bis die Linsen bissfest sind. Evtl. mehrfach umrühren, die Linsen neigen zum Anbrennen. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb abschmecken.

Zur Dekoration geben Sie gern noch eine Garnele und ein paar Tropfen Kürbiskernöl nach Geschmack dazu.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Zubereitung und vielleicht haben Sie selbst noch ein paar Ideen für eine Kürbissuppe? Scarlett-magazin wünscht „Guten Appetit!

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