Kontakt: Redaktion@Scarlett-Magazin.de oder Mobil 0151-55684186
Einzigartige Barocktage auf Schloss Bückeburg – Kommen Sie mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit

Einzigartige Barocktage auf Schloss Bückeburg – Kommen Sie mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit

Auf Schloss Bückeburg weht seit einiger Zeit ein frischer Wind: Eine Vielzahl von innovativen Ideen umgesetzt in Veranstaltungen, die nicht nur das Schloss in den Mittelpunkt stellen, sondern neben den Gästen von außerhalb auch für die Bückeburger von großem Interesse sind. Themenführungen und besondere Dinner laden ein – zwei stellen wir heute vor:

Barocktage – Foto: Sabine Christel

Die Barocktage auf Schloss Bückeburg

Am 07. und 08. September 2019 wird das Schloss Bückeburg einen ungewöhnlichen Anblick bieten. Ca. 250 Personen in historischen Gewandungen versetzen das Schloss zurück in seine wohl glanzvollste Epoche: den Spätbarock im 18. Jahrhundert, die Zeit als der damals europaweit berühmte Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg regierte.

Wir schreiben das Jahr 1759…

Barocktage – Foto: Sabine Christel

… in den Sälen des Schlosses flaniert der Adel und gibt sich seinem Zeitvertreib hin: Mode, Musik, Tanz, Fechtstunden, Glücksspiel u. ggf. auch dem Duell. Währenddessen bieten Händler und Handwerker ihre Dienste an. Auch die Bückeburger Hofreitschule wird sich mit ihren edlen Pferden in dieses bunte Treiben einfügen.
Doch es ist Krieg, bei Minden tobt die entscheidende Schlacht. Soldaten marschieren auch in Bückeburg auf, mit echten Musketen und Kanonen. Man muss wohl damit rechnen, dass es laut wird.

Zwei Tage lang erleben Sie auf Schloss Bückeburg die Barocktage. Und obwohl es Veranstaltungen der Art in ähnlicher Form gibt, erleben Sie hier tatsächlich das Original. Die Auswahl der Darsteller sind allesamt historisch GEkleidet und keinesfalls VERkleidet. Von daher ist es auch nicht gestattet, als Besucher des Events im Kostüm zu erscheinen. Denn was man den Gästen bieten möchte, ist eine genau historisch belegte Veranstaltung, deren Teilnehmer die Geschichte auf das Genaueste widerspiegeln.

Barocktage – Foto: Sabine Christel

Angefangen von der Kleidung über Accessoires bis zu Szenen und sogar der Sprache lebt man die damalige Zeit. So wird den Besuchern Geschichte lebendig dargestellt und das, was man in trockenen Geschichtsbüchern oftmals wenig mitreissend lesen musste, wird hier originalgetreu gezeigt. Und – wie der künstlerische Leiter Marcus Stickdorn ganz klar formuliert: Der Begriff „Geschichte“ bedeutet ja wirklich eine Erzählung, die durchaus spannend und lebendig sein kann. Und – es ist ein Teil unserer Vergangenheit, in die wir durch so eine Veranstaltung einen Blick werfen können.

Das Besondere ist hier zudem – dass man das Schloss vollständig einbezieht. Und das es wirklich Gegenstände aus der damaligen Zeit gibt, die teilweise sogar in die Hand genommen werden können. Dinge, die bis heute gut erhalten und vorzeigbar sind.

Barocktage – Foto: Sabine Christel

Bei anderen historischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel einem Mittelalterfest, ist das Original nicht mehr vorhanden, es sei denn, hinter Panzerglas sicher verwahrt im Museum. Aber eine Zeitreise 200 Jahre zurück, kann schon noch mit Originalen glänzen.

Die Geschichte der Barocktage beginnt am Samstag. Und mit der Eroberung des Schlosses durch die Franzosen, die per Boot über die Graft das Schloss einnehmen, durchaus spannend. Natürlich wird das Schloss im Kampf zurück geholt.

Dazwischen wird höfisches Leben gezeigt: Morgentoilette, Mahlzeiten, Beschäftigungen, Tanz und mehr. Der Sonntag bietet dann ein völlig anderes Programm, unter anderem mit einer Jagd. Es wird mit Waffen geschossen, allerdings nur auf Stofftiere, dieses Detail wurde nicht aus der Vergangenheit übernommen.

Christin Krischke – Barocktage – Foto: Sabine Christel

Christin Krischke, von der Fürstlichen Hofreitschule, ist selbstverständlich beteiligt und erzählt, wer damals zur Jagd ging: Der Adel, zumeist gelangweilt, schoss dilettantisch aus Unterhaltungsgründen auf Tiere. Von guten Schützen kann man da gar nicht sprechen.

Gleichzeitig berichtet sie darüber, dass derzeit im Marstall in Bückeburg eine Anzahl von Pferderassen vorhanden sind, die der Zeit um vor 200 Jahren entsprechen. Auch außerhalb der Barocktage haben Besucher so die Möglichkeit, mit der fürstlichen Hofreitschule einen Sprung zurück in die Zeit zu machen.

Wenn man Marcus Stickdorn im Pressegespräch zuhört, wie er begeistert die damalige Geschichte schildert und mit immer neuen Details gerade aus der Schlacht bei Minden und dem erfolgreichen und europaweit berühmten Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe die Zuhörer fesselt, wünscht man sich, so jemanden für die Schulen als Geschichtenerzähler zur Bereicherung des Unterrichts gewinnen zu können. Geschichte ist spannend und hier in Schaumburg sind viele historisch belegte wichtige Entscheidungen entstanden, die teilweise gar nicht so bekannt sind.

Seine Frau, Stefanie Hahlbohm, die zu den Darstellern gehört, berichtet, wie aufwändig so ein Kostüm in der Herstellung ist, weil man jede Naht per Hand nähen muss, alles genau der Historie entsprechend, und dass sämtliche Darsteller sich genau daran halten. Von daher liegen die Preise für die Bekleidung auch bei mehreren tausend Euro plus Accessoires.

Vor Ort haben Besucher die Möglichkeit, nicht nur historisch belegte Gegenstände zu betrachten, sondern auch einiges, wie zum Beispiel Dinge des Hutmachers oder des Parfumeurs – durchaus erschwinglich – zu erwerben.

Programm – Was gibt es am und im Schloss zu sehen:

  • Der lokale Kleinadel sowie Durchreisende warten auf den Ausgang der großen Schlacht, welch nur wenige Meilen entfernt tobt.
  • Man vertreibt sich die Zeit mit Tanz, Musik, Glücksspiel, Scheibenschießen, Fechtstunden usw. Die Besucher werden sich hier beteiligen können.
  • Ggf. wird es bei Streitigkeiten auch zu Duellen kommen.
  • Händler und Handwerker bieten in ihre Dienste an und hoffen auf Geschäfte mit den Besatzern (und Besuchern). Unter anderem wird der weltberühmte Kostümschneider Franceso Briggi aus Venedig seine Waren und Dienste anbieten.
  • Ein Fischer lässt im Schlossgraben sein Boot zu Wasser und wirft die Netze aus (die Truppen sind immer hungrig).
  • In der Schoßkapelle wird es kleine Konzerte geben (es treten auf ‚Les Mantelots‘ und The Rebel’s Menuet‘.
  • Die Bückeburger Hofreitschule führt ihre edlen Rösser und  Jagdfalken vor und zeigt Reitkunst auf höchstem Niveau.
  • Derweil exerziert draußen das  Militär – Infanterie, Artillerie und Jäger.
    Als Höhepunkt wird es an jedem Tag eine Gefechtsdarstellungen geben, d.h. ein simuliertes Gefecht aller Waffengattungen, darunter mehrere Kanonen.
    Geschossen wird mit Platzpatronen – es wird laut!
  • Das Program wird an beiden Veranstaltungstagen etwas differieren:
    Nur Samstag: die weltberühmte Schaumburg-Lippische Artillerie zeigt was sie kann (es wird sehr laut)
    Nur Sonntag: im Schlossgarten wird eine Jagd im Stil des 18. Jahrhunderts abgehalten (natürlich kommt dabei kein Tier zu Schaden).

Wissenswertes zu den Barocktagen

Besucher können gleichsam ein historisches ‚Wimmelbild‘ betreten und sich darin umschauen, teilweise sogar mitmachen.
Alle gezeigten Kostüme, Waffen und Gerätschaften sind authentisch und haben Museumsqualität. Fragen werden von den Darstellern fachkundig beantwortet.
Bei diesen handelt es sich allerdings nicht um bezahlte Schauspieler, sondern um sog. ‚reenactors‘, d.h. um Menschen, denen die Darstellung lebendiger Geschichte Hobby und zugleich ernsthaftes Anliegen ist. Das Schloss hat hierfür die Unterstützung der ‚Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte e.V.‚ gewonnen, welche sich ganz dem Leben im 18. Jahrhundert verschrieben hat und den größten Verein dieser Art in Europa darstellt.

Die Darsteller selbst werden aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland anreisen. Eine Gage erhalten sie dafür nicht. Ihre Belohnung: ein Wochenende in einem wunderschönen und komplett eingerichteten Schloss.

Dieser historische Anspruch unterscheidet die ‚Barocktage Bückeburg‘ deutlich von anderen sog. Barockfesten. Es soll zugleich unterhaltsam und lehrreich zugehen – eine in dieser Art deutschlandweit einmalige Veranstaltung.

Das Programm im Zeitablauf finden Sie vollständig HIER

Auf einen Blick


Ort: Schloss Bückeburg
Termin: 07. und 08. September
Einlass: 10:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt Tagesticket: im Vorverkauf 11,00 € an der Tageskasse 12,00 €
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren haben freien Eintritt
Kartenverkauf: im Schloss Shop und unter www.hofreitschule.de/veranstaltungen/bt
Programm: unter www.http://barocktage-bueckeburg.de
Weiteres: Um das Bild nicht zu verfälschen, wird kostümierten Besuchen kein Zutritt gewährt.

Vor Ort in der Stadt stehen am Wochenende viele Parkplätze kostenlos zur Verfügung. Auf dem Schloss ist ein gastronomisches Angebot vorhanden!

Zum Thema Gastronomie gibt es zeitgleich zu den Barocktagen das Kaiserdinner – dieses findet am Abend statt und ist unabhängig von den Barocktagen zu buchen. Ein historisches Menü in glanzvoller Atmosphäre:

Ein prunkvolles Festbankett mit historischen Figuren

Lassen Sie sich auf eine kulinarische Zeitreise in das Jahr 1903 entführen. Fürst Georg und seine Gattin Fürstin Marie Anna laden zum Festbankett in den prunkvollen Festsaal auf Schloss Bückeburg, denn es hat sich hoher Besuch aus Berlin angekündigt:
Der deutsche Kaiser Wilhelm der II.!
Dinieren Sie bei Kerzenschein in einem unvergleichlichen Ambiente, lauschen Sie den Gesangskünsten der fürstlichen Gastgeberin, staunen Sie über die launigen Jagdanekdoten des Kaisers und genießen Sie die exquisite Neuinterpretation eines originalen Festmenüs, wie es vor über hundert Jahren in der Alten Schlossküche gekocht und im großen Festsaal serviert wurde.

Dinner-Theater auf höchstem Niveau mit liebevoll dargestellten historischen Figuren.

Hier können Sie das kaiserliche Menü einsehen.

Vorverkauf:
Schloss Shop | Schloss Bückeburg
Tourist Information Bückeburg

Beginn:
20 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)

Preis:
85,00 € pro Person
inkl. 5-Gänge-Menü, Willkommenstrunk und Theater, zzgl. Getränke.

Info-Telefonnummer:
05722-9558 30, Zum Reservierungsformular

Seien Sie dabei, wenn Geschichte auf Schloss Bückeburg lebendig wird – entweder bei den Barocktagen aus dem Jahr 1759 oder einem kaiserlichen Dinner aus dem Jahr 1903.

Hinweis: Besonders für Kinder sind die Barocktage eine gute Gelegenheit, Geschichte spannend zu erleben.

Menü schließen