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„Eine Insel mit zwei Bergen…“ – „Jim Knopf“ auf der Freilichtbühne Nettelstedt

„Eine Insel mit zwei Bergen…“ – „Jim Knopf“ auf der Freilichtbühne Nettelstedt

Am Sonntag, den 14. Juli 2019 waren wir bei einer Aufführung von „Jim Knopf“ der Freilichtbühne Nettelstedt.

Die Freilichtbühne:

Die Anfahrt war etwas schwierig, da die Straße, die zur Freilichtbühne hochführt, extrem steil ist. Oben angekommen, wird man von den Mitarbeitern gleich auf den Parkplatz gelotst und es wird einem genau gezeigt, wo man parken soll. Sollte der Parkplatz bereits voll sein (frühes Erscheinen ist also von Vorteil) wird man unten schon darüber informiert, man muss sich also gar nicht erst die Mühe machen, mit dem Auto den Berg zu erklimmen, sondern kann sich unten einen Parkplatz suchen.

Seien Sie also am Besten eine Stunde früher da!

Wir waren zum Glück früh genug da und mussten dafür allerdings auch eine Stunde warten, bis die Aufführung begann. Tipp: Bringen Sie sich etwas zu Essen mit, denn Bänke und Tische, die vor Ort aufgestellt sind, bieten eine ideale Gelegenheit den Theaterbesuch noch mit “Kaffee und Kuchen im Grünen“ zu verbinden. Es gibt selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich allerlei Snacks, sowie Eis, Brezeln und selbstgebackene Waffeln zu kaufen.

So vergeht die Wartezeit im Nu.

Freilichtbühne Nettelstedt – Foto: Felicitas Valentina

Und noch ein Tipp für Familien mit kleinen Kindern: Wir empfehlen Ihnen, einen Kindersitz aus dem Auto mitzunehmen, für eine bessere Sicht und falls Sie es gerne etwas bequemer sitzen möchten, kann man sich an der Kasse auch Sitzunterlagen geben lassen, diese bitte nach der Aufführung auch wieder zurückbringen!

Die Tribüne ist in Block A, B und C aufgeteilt. Die Eintrittskarten kann man direkt vor Ort erwerben, aber einfacher ist es, sie im Internet zu bestellen, da die Aufführungen schnell ausgebucht sind.

Von allen Sitzen, auf denen insgesamt 900 Leute Platz finden können, und die voll ausgebucht waren, hat man eine gute Sicht auf die Bühne (trotz großer Leute, die den Platz vor einem haben), sodass man das Geschehen gut verfolgen kann. Als Schutz vor schlechter Witterung, ist die Tribüne auch überdacht, also keine Angst vor Wind und Regen.

So, jetzt aber endlich zur Show:

Die Atmosphäre ist aufgeladen, alle freuen sich auf die bevorstehende Aufführung und man kommt leicht mit den Sitznachbarn ins Gespräch. Einige Zuschauer, so wie wir, besuchen zum ersten Mal die Freilichtbühne Nettelstedt, andere kommen jedes Jahr gerne wieder.

Freilichtbühne Nettelstedt – Foto: Felicitas Valentina

Die Bühne selbst ist der Umgebung angepasst, entgegen unserer vorherigen Erwartungen von einer einfachen Bühne im Freien, ist es jedoch viel mehr: Bei einem „normalen“ Theaterstück gibt es einen eindimensionalen Hintergrund, entweder aufgemalt, oder an die Wand projeziert, während bei der Freilichtbühne, sowohl in Nettelstedt, als auch in Porta, der Hintergrund, sowie die ganze Bühne plastisch, also dreidimensional ist. Die natürliche Umgebung und die unterschiedlichen Wetterbedingungen, fügen sich jedes Mal in das Spiel ein und machen die Feilichtbühnen so besonders und die Stücke umso realistischer.

Die Aufführung dauert ungefähr zwei Stunden, wobei eine circa zehnminütige Pause in der Mitte des Stücks ist, sodass man genug Zeit für einen Toilettenbesuch oder einen Snack hat.

Erzählt wird diesen Sommer die Geschichte von „Jim Knopf“, sowie das Stück „Die Nibelungen – Eine Gaunerkomödie“.

Die wichtigsten und nötigen Aspekte der Originalgeschichte sind in der Story von Jim Knopf enthalten. Die Charaktere sind absolut liebenswert, von dem kleinen süßen Jim Knopf, über den König von Lummerland, Alfons den Viertelvorzwölften, über Pung Ging, den Kaiser von Mandala bis hin zu dem gefürchteten Drachen Frau Mahlzahn und auch die Lokomotive Emma fährt fröhlich pfeifend umher.

Kurz zur Handlung:

Auf der Insel Lummerland landet eines Tages ein Paket, das an Frau Malzahn adressiert ist. Die gibt es dort allerdings nicht, deshalb nimmt Frau Waas, die einen Kaufladen führt, das Paket an sich. Zu ihrer Überraschung befindet sich ein Baby darin. Sie nennt ihn Jim Knopf, weil seine Hose immer einreißt und sie an diese Stelle einen Knopf annäht.

Der König jedoch macht sich Gedanken, dass es mit einem Mitbewohner mehr eines Tages zu eng auf der Insel werden könnte. Deshalb schlägt er vor, dass die Lokomotive Emma, die zu Lukas, dem Lokomotivführer gehört, die Insel verlassen soll. Auch, weil die Schienen viel Platz verbrauchen.

Lukas möchte sich aber nicht von Emma trennen und beschließt heimlich die Insel mit Emma zu verlassen. Jim Knopf hat heimlich das Gespräch belauscht und beschließt mit Lukas und Emma zu gehen.

So beginnt das Abenteuer, in dem noch eine Dracheninsel, das Land Mandala und der Drache Nepomuk eine große Rolle spielen.

Zum Abschluss wurde das bekannte Lied „Eine Insel mit zwei Bergen..“ noch von allen Schauspielern gesungen und nach einem mehr als verdienten Applaus war das Stück zu Ende.

Die kleinen (und großen) Fans hatten im Anschluss noch die Möglichkeit, die Bühne mit all seinen Häusern zu erkunden.

Wir können Ihnen einen Besuch bei der Freilichtbühne Nettelstedt oder in Porta nur ans Herz legen, da gerade Kinder, in der heutigen digitalen Zeit, einen Bezug zur Kultur und alten und neuen Geschichten finden können und sollten.

In der Wintersaison stehen die Stücke „Tom, Dick & Harry“ und „Das Experiment“ auf dem Spielplan.

Mehr Informationen gibt es HIER

Genießen Sie einen schönen Nachmittag auf der Freilichtbühne Nettelstedt.

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