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Ein Horrido zur Fahnenweihe – Feierlicher Fahnenkuss der Bataillonsflaggen

Ein Horrido zur Fahnenweihe – Feierlicher Fahnenkuss der Bataillonsflaggen

Der neue Rottführer des Harrl-Rott, Dr. Marcel Hattendorf, ist sich der Verantwortung seines Amtes sehr bewusst. Deshalb wurde ein besonderes Ereignis auch höchstfeierlich begangen: Die Weihe der neuen Rottfahne.

Die neue Fahne des Harrl-Rott – Foto: Sabine Christel

Im Harrl-Rott wurden einige Neuerungen bekannt gegeben. So hat der langjährige Leiter des Rotts, Rainer Prange, sein Amt in jüngere Hände gegeben. Neu im Team ist deshalb Dr. Marcel Hattendorf, der sehr gern das Amt übernommen hat. Gleichzeitig sollte das Rott eine eigene Fahne erhalten. Jahrelang hatte man ohne eigene Fahne feiern müssen, aber so eine Fahne symbolisiert auch das, wofür das Rott steht.

Deshalb entschied man sich beim Design für das Palais, als herausragendes Gebäude des Harrl-Viertels.

Und Hattendorf nahm seine Aufgabe sehr ernst und recherchierte, um die Einführung der Fahne so feierlich und traditionell wie nur möglich zu gestalten. Deshalb versammelten sich am vergangenen Sonntag im neuen Rottlokal „Das Forsthaus“ Vertreter der 1. Kompanie, sowie der Vorstand nebst Stadtmajor Martin Brandt des Bürgerbataillons Bückeburg. Zur feierlichen Weihe gehört auch der „Fahnenkuss“, bei dem sich die gesenkten Rottfahnen sowie die Bataillonsfahne berühren und bei dem Dr. Hattendorf die einführenden Worte sprach.

Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel

Der zum Rott gehörende und ebenfalls anwesende Pastor Jan-Uwe Zapke sprach gemeinsam mit den Anwesenden das „Vater Unser“ und stimmte die Nationalhymne an (laut Hattendorf sei er derjenige unter den Anwesenden, mit der besten Stimme).

Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel

Ein Moment, der die Bataillonsmitglieder in seiner Feierlichkeit einstimmte auf das anstehende Großereignis, das Bürgerschießen. Nach der Festlichkeit erfolgte in entspannter Runde ein Frühschoppen.

Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Bückeburger

Hattendorf als neuer Rottleiter

Dr. Marcel Hattendorf zeigte im Gespräch die Hoffnungen und Ziele, die er mit der Übernahme des Rotts verbindet: Die Wahrung der Tradition auch in modernen Zeiten. Er möchte die Veranstaltungen von der Struktur her flexibler gestalten, eine Einbeziehung der Familien, dabei keineswegs aber ein gemischtes Rott einführen. Er sieht im Rott die Möglichkeit, in bestimmten Dingen Orientierung zu vermitteln.
Dazu gehört zum Beispiel der Umgang miteinander, Strukturen, Traditionen, definiert auch über die nach außen sichtbaren Insignien, wie die Anzugspflicht oder die Rangordnung.
Über das Rott werden Werte vermittelt und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Sein Wunsch ist es, viele neue Mitbürger ins Harrl-Rott einzubeziehen. Dafür wird es einmal pro Monat ein Treffen geben und weitere Veranstaltungen, um das Wir-Gefühl zu stärken. Natürlich sollen dort auch die Familien mit einbezogen werden. Stolz ist er zum
Beispiel auch auf die Wanderung mit Familien kürzlich, bei der immerhin 60 Leute beteiligt waren.

Neuer Rottleiter „Harrl-Rott“ ist Dr. Marcel Hattendorf – Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel

Es reicht aus seiner Sicht nicht aus, nur per Whatsapp in Kontakt zu sein, persönliche Treffen bringen Stabilität in das Rott.
Deshalb lädt auch er interessierte Bückeburger Herren ein, die noch auf der Suche nach dem passenden Rott sind, doch unverbindlich zu einem der Treffen zu erscheinen oder die kommenden öffentlichen Veranstaltungen zu besuchen. Alle wichtigen Ansprechpartner finden Sie auch auf der Seite des Bürgerbataillon Bückeburg.

Früher noch das Hypotheken-Viertel – Fahnenweihe – Foto: Rainer Prange für Scarlett-Magazin

Sein Vorgänger Reiner Prange hatte zudem noch eine interessante Geschichte zu erzählen. So hieß das Harrl-Viertel in früheren Zeiten das „Hypotheken-Viertel“. Allerdings konnte bislang nicht eruiert werden, woher der Name stammt oder warum er geändert wurde.
Gern können Sie uns darüber in Kenntnis setzen, wenn Ihnen die Historie dazu bekannt ist.

Wissenswertes zum Harrl-Rott

Das Harrl-Rott ist das älteste Rott der 1. Kompanie und aus der Jahrhundertwende heraus entstanden. Der frühere Name war Hypotheken-Rott. Genau genommen bestand die 1. Kompanie seinerzeit auch nur aus dem Harrl-Rott.
Unter dem Rottleiter Horst-Emil Friese erlebte das Rott seine Hochzeiten. Gemeinsam mit dem Rottleiter wurden aber auch die Mitglieder älter, bis irgendwann auffiel, dass es an Nachwuchs mangelte. Daraus entstand die Frage: Wie kann das Rott sich
revitalisieren?
Rainer Prange hatte in der Übergangszeit das Kommando über das Rott und nachdem er Hattendorf angesprochen und für die Rottführung gewinnen konnte, brachte dieser gleich ein paar jüngere Interessenten mit ins Team.

Zwei äußere Merkmale zeigen die Veränderungen an:

Das Harrl-Rott hatte vor zwei Jahren mit dem Fasanenrott im Hotel Ambiente gefeiert. Nun orientierte man sich nach einem eigenen Rottlokal und wurde im Forsthaus fündig.

Außerdem entschied man, eine eigene Rottfahne zu gestalten.

Wie überall im Bürgerbataillon möchte man für die Bewahrung der Traditionen und der Fortführung der bürgerschaftlichen Solidarität Altes mit Neuem verbinden und neben den bewährten Mitgliedern auch jungen Herren die Möglichkeit geben, sich in die Gemeinschaft der Rotts und Kompanien einzubringen. Eine Möglichkeit, die jahrhunderte alte Geschichte des Bürgerbataillon Bückeburg zu schützen und zu erhalten.

Ein paar Impressionen…

Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Anwesender Vorstand des Bürgerbataillon Bückeburg – Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Stadtmajor Martin Brandt und neuer Rottleiter des Bergdorfer-Rotts Thomas Möhring – Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
Fahnenweihe – Foto: Sabine Christel
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