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Die Sonntagskolumne: Wasser – unser kostbares Gut
Scarlett - Die Kolumne

Die Sonntagskolumne: Wasser – unser kostbares Gut

Was verbraucht alles Wasser? Nicht nur wir jeden Tag, sondern auch die Industrie zur Herstellung von Waren oder auch Nahrungsmittel, die zur Produktion Wasser benötigen.

In unserer heutigen Kolumne geht es um das Thema Wasser. Wie können wir Wasser sparen, gerade bei großer Hitze und wie verringern wir damit unseren eigenen ökologischen Fußabdruck? Moni Wenn, unser „ökologisches Gewissen“, hat sich des Themas angenommen:

Die Dürre hat auch unsere Region, Landkreis Schaumburg, erreicht. Vor wenigen Wochen gab es dazu ein Informationsschreiben von der Gemeinde, an alle Privathaushalte, mit dem Titel „Sorgsamer Umgang mit Trinkwasser“. In dem Schreiben wurde gebeten, kein Trinkwasser zum Befüllen von Pools oder zum Bewässern des Gartens mehr zu verwenden. Grund genug, um mich zum zweiten Mal intensiv mit dem Thema, wie Trinkwasser eingespart werden kann, auseinanderzusetzen.

Wie viel Wasser wird in einem Privathaushalt eigentlich so verbraucht?

Dazu finde ich die Antwort im World Wide Web, dass ungefähr 130 Liter pro Tag und pro lebende Personen im Haushalt verbraucht wird.

Der Wasserverbrauch verteilt sich wie folgt (Quelle: www.wasser-sparen.org):

30% (ca. 40 Liter!) fallen nur für die Toilettenspülungen an.

35% des Trinkwassers werden für die Körperhygiene genutzt.

12% für die Waschmaschine, um Wäsche zu waschen.

7% für das Geschirrspülen.

6% für das Putzen der Wohnung.

5% (ca. 6,5 Liter!) werden zum Kochen und zum Trinken genutzt.

5% für das Gießen der Zimmerpflanzen und zum Versorgen der Tiere.

Wie kann denn nun Trinkwasser eingespart werden?

Erschreckenderweise, gibt es auf den ersten Blick nur 10 Wassersparende Tipps im World Wide Web!

Diese lauten wie folgt:

1: Duschen, statt baden.

2: Nutzung einer Spartaste bei der Toilettenspülung oder eben die Taste am Spülkasten nur kurz betätigen.

3: Beim Einseifen der Hände oder beim Duschen des Körper, den Wasserhahn vorübergehend ausstellen.

4: Einen Wasserzerstäuber (Durchflussbegrenzer) bei der Dusche und beim Waschbecken verwenden.

5: Einen Zahnputzbecher zum Mundausspülen nutzen.

6: Den Geschirrspüler anstellen, statt mit der Hand spülen.

7: Die Waschmaschine nur vollbeladen einschalten.

8: Bei jedem Waschbecken und bei jedem Spülkasten sollten die Dichtungen regelmäßig überprüft werden, um Wasserverlust zu vermeiden.

9: Aufgefangenes Regenwasser zum Gießen des Gartens verwenden.

10: Keine Rasenflächen zusätzlich mit Trinkwasser bewässern.

Zu dem eigenen Wasserverbrauch, kommt der sogenannte „virtuelle Wasser-Fußabdruck“. Zum Beispiel, wird bei der Herstellung von Lebensmitteln Trinkwasser eingesetzt. Bei saisonalen und regionalen Lebensmittel ist der Wasserverbrauch weniger hoch, wie beispielweise bei vergleichbaren Produkten in wasserarmen Ländern.

Die Erzeugung von Fleisch benötigt Unmengen an Wasser. Ein Rind trinkt am Tag zwischen 20-40 Liter Wasser, je nach Zugang zum Grünfutter. Ebenso wird beim Bau von Gebäuden Wasser verbraucht. Kurzum gesagt, zur Herstellung von Konsumgütern wird Wasser benötigt. Sich dessen bewusst zu sein, ist sicherlich eine Hilfe bei zukünftigen Kaufentscheidungen, um deren Umweltfolgen abwägen zu können.

Wie könnte es weitergehen und wie lauten meine Gedanken und Tipps dazu?

Es würde mich nicht wundern, wenn das Trinkwasser zukünftig auch für Privathaushalte reglementiert wird. Das Nutzen von Regenwasser, zum Bewässern des Gartens, wird wohl zunehmend schwieriger werden. Um hier Abhilfe zu schaffen, lohnt es sich einen Naturgarten anzulegen. Zu diesem Thema war ich vor kurzem auf einem Vortrag. Der Zulauf von Teilnehmern war enorm. Die Gartenbesitzer aus NRW erzählten mir, wie mittlerweile schon kontrolliert werde, dass nicht mit dem Trinkwasser Gärten bewässert oder Autos gewaschen werden!

Auf meiner Facebook-Seite, „Plastikarm leben in Schaumburg“, habe ich bereits paar Tipps zum Trinkwassersparen geteilt.

Zum Beispiel könnte das Trinkwasser, was zum Obst- und Gemüseabspülen genutzt wird, in einem separaten Behälter aufgefangen werden. Überhaupt könnte kaum verdrecktes Wasser der Natur wieder zugefügt werden. Da ich zum Putzen nur Wasser nehme, gelegentlich Lavendel aus dem Garten hinzugebe, wäre das möglich. So konnte ich an einem Tag, 80 Liter an Trinkwasser, das ich für die Ernte und sterilisieren von Gläsern benötigt hatte, wieder der Natur zufügen. Unseren Apfelbaum habe ich damit gerettet.

Eine Sache die mich deshalb sehr reizt, ist eine Pflanzenkläranlage für Grauwasser!

Mit Grauwasser ist das Abwasser gemeint, das keine Toilettenspülung (Fäkalien) enthält. Das gereinigte Wasser kann dann einem Teich oder Gartenbeeten zugeführt werden.

Im Übrigen gibt es für den Hausbedarf Komposttoiletten, Trockentoiletten, Biotoiletten, ÖKO-Toiletten, Rindenmulchtoiletten oder Humustoiletten (Quelle: https://www.oeko-energie.de/produkte). Toiletten, die ohne sauberes, teures Trinkwasser und geruchsneutral funktionieren.

Meine persönlichen Wasserspartipps für Haushalt und Garten, nicht nur für heiße Sommertage, hier noch mal auf einen Blick und zusammengefasst:

Jeder gesparte Tropfen ist wertvoll!

1. Den Wasserhahn niemals ganz aufdrehen. Weniger ist mehr.

2. Zum intensiven Säubern lohnt es sich, ein Handtuch oder einen Waschlappen zu Hilfe zu nehmen, statt die ganze Zeit das Wasser laufen zu lassen.

3. Beim Abwaschen von Obst und Gemüse, das Wasser auffangen und zum Gießen von Zimmer- und Gartenpflanzen wiederverwenden.

4. Zum Wischen der Fußbodenbeläge, das Putzwasser nur mit Naturmaterialien wie beispielsweise Efeu, Lavendel oder Zitrone anreichern, keine Reinigungsmittel. Dieses Wasser kann dann ebenfalls zum Gießen weiterverwendet werden.

5. Wie wäre es mit einer Pflanzenkläranlage?

6. Statt zu duschen, könnte öfter mal wieder ein Waschlappen benutzt werden. Falls die Dusche zum Abkühlen dienen soll, kann ein nasses T-Shirt Abhilfe schaffen. Ein nasses Handtuch auf den Nacken oder um den Kopf legen, hilft ebenfalls. Als Wickel um Arme und Beine geht das natürlich auch. Nasse Strümpfe können zusätzlich eine Abkühlung verschaffen. Ideal im Büro anzuwenden.

7. Wie wäre es mit etwas Nostalgie? Von nun an am Waschbecken einen Krug und eine Schale aufstellen? Wie damals? Wissen Sie, was ich meine? Denn alles, was automatisiert ist, läuft eben nebenbei, im wahrsten Sinne des Wortes. Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten jeden Liter Wasser selber aus einem Wasserloch holen. Würden Sie dann nicht sparsamer mit dem Wasser umgehen?

8. Um Wasser beim Gießen der Gemüsepflanzen zu sparen, hilft es, im Beet eine Mulde um die Pflanzen zu buddeln. So kann das Wasser dort einsickern und nicht wegfließen.

9. Oder wie wäre es mit „Ollas“? Das sind aufeinander geklebte Tontöpfe, die das Wasser langsamer an die Pflanzen abgeben.

10. Statt Pools, einfach Schwimmbäder aufsuchen. Um den Ansturm bei Schwimmbädern zu umgehen, Früh- oder Spätschwimmzeiten wählen.

11. In der Mittagshitze ist es eine gute Idee Kellergewölbe aufzusuchen. Wie wäre es, mit einem Besuch im Bergwerk, Klöstern oder Burgen?

Ich liebe ja solche Themen, zu denen sich die einfache Frage stellen lässt: gibt es Alternativen?

Wenn Sie mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchten, besuchen Sie doch meine neue Internetseite www.monikawenn.com Des Weiteren kann ich auf Anfrage gerne zu diesen Themen referieren.

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