Kontakt: Redaktion@Scarlett-Magazin.de oder Mobil 0151-55684186
Der Ring des Nibelungen – Aufführung des kompletten Ring im Stadttheater Minden

Der Ring des Nibelungen – Aufführung des kompletten Ring im Stadttheater Minden

Das Stadttheater Minden hat 2019 den vollständigen Ring des Nibelungen im Programm. Weltweit, und Sie haben richtig gelesen!, reisen Wagnerianer an, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Sie haben die Möglichkeit, noch Restkarten zu erwerben. Entweder für einen Teil des Zyklus oder zeitversetzt für den kompletten Ring. Genießen Sie das Opus Summum (bedeutendste Opernwerk) Richard Wagners live im Stadttheater Minden. Dazu finden rund um den Ring Veranstaltungen zum Thema Wagner statt. Der Ring wird in zwei Zyklen aufgeführt.

Wir stellen Ihnen hier den Ring vor, Sie haben die Möglichkeit, direkt Karten zu bestellen. Eine einmalige Gelegenheit, den Ring direkt vor Ort zu erleben. Teil I – Das Rheingold.

Das Rheingold – Ring des Nibelungen

Das Rheingold

Das Rheingold / Die Handlung

Vorspiel und Szene 1
Die Handlung beginnt auf dem Grunde des Rheines. Die drei Rheintöchter, Woglinde, Wellgunde und Floßhilde, vergnügen sich in den Wellen, necken sich und versuchen einander zu erhaschen. Floßhilde schimpft mit ihren Schwestern, weil sie schlecht über „des Goldes Schlaf“ wachen.

Unterdessen ist der Zwerg Alberich aus einer finsteren Schlucht tiefer im Abgrund heraufgestiegen, und nachdem er die Rheinmädchen eine Weile bei ihrem Spiel betrachtet hat, ruft er sie an. Sie schrecken zunächst vor seiner widerlichen Erscheinung zurück, entschließen sich aber dann, ihm seine schlüpfrigen Annäherungsversuche mit einer Lektion zu vergelten. Woglinde lädt ihn ein, näherzukommen; aber er gleitet auf den glitschigen Felsen aus und niest, als sich seine Nase mit Wasser füllt. Er versucht sie zu umarmen, aber sie entschlüpft ihm von einem Felsen zum anderen. Er lässt von Woglinde ab und widmet sich stattdessen Wellgunde, die ihn anzuspornen scheint, sich aber dann über seinen haarigen, buckligen Körper lustig macht. Sie entschlüpft ihm ebenfalls, aber die dritte, Floßhilde, scheint Trost anzubieten und schmeichelt ihm ob seines süßen Gesangs und seiner Anmut. Sie hält ihn in ihren Armen und flüstert ihm Zärtlichkeiten über sein stachliges Haar, seine Krötengestalt und seine krächzende Stimme zu. Alberich erkennt, dass sie ihn zum Narren gehalten haben und ächzt, verletzt und frustriert. Die Rheinmädchen necken ihn weiterhin, und er macht einen letzten verzweifelten Versuch, sie zu erhaschen. Als er sprachlos vor Wut nach oben blickt, scheint von dort ein helles Licht durch das Wasser, das den Felsen in der Mitte mit einem goldenen Schein erleuchtet, der sich ringsum im Wasser spiegelt.

Die Rheinmädchen begrüßen das strahlende Gold und schwimmen ausgelassen um den Felsen. Alberich, von dem Anblick gefesselt, fragt was es ist. Er hört, dass dies das Rheingold ist, aus dem ein Ring geschmiedet werden kann, der unendliche Macht verleiht. Aber nur wer der Liebe abschwört, kann das Gold zum Reif formen, sagt Woglinde – und sie haben daher nichts von dem lüsternen Zwerg zu fürchten. Aber Alberich hat gut aufgepasst, und unter ihren Augen klettert er auf den Felsen in der Mitte, stößt seinen Fluch auf die Liebe aus und reißt das Gold mit schrecklicher Kraft los. Er kraxelt mit dem Gold davon, taub für die Klagerufe der Rheinmädchen.

Szene 2
Freie Gegend auf Bergeshöhen. Wotan, der Herrscher der Götter, und seine Gemahlin Fricka schlafen. Hinter ihnen glänzt eine wunderbare Burg in der Dämmerung. Fricka wacht zuerst auf und weckt ihren Gemahl, als sie die Burg sieht. Wotan singt das Lob des vollendeten Werks, aber Fricka erinnert ihn daran, dass ihre Schwester Freia, die Göttin der Liebe, den Riesen unbesonnen als Lohn angeboten worden war. Wotan fegt ihre Sorge beiseite. Sie, sagt er, hätte ihn ja selbst um den Bau gebeten; sie antwortet, dass sie ihn stärker binden wollte. Sie wirft ihm vor, dass er die Liebe und Tugend der Frau für Macht und Herrschaft eingehandelt hätte. Er erinnert sie daran, dass er einst, als er um sie warb, sein einziges Auge zum Pfand setzte (ein Pfand, das nicht eingelöst wurde), und sagt, dass er nie die Absicht gehabt hätte, Freia aufzugeben.
„So schirme sie jetzt“, antwortet Fricka, und im gleichen Moment stürzt Freia fürchterlich entsetzt herein; die Riesen Fasolt und Fafner folgen ihr dicht auf den Fersen. Wotan wundert sich, was Loge, den Gott des Feuers, aufgehalten hat, auf den er sich verlassen hatte, ihn aus dem Vertrag zu lösen. Fasolt fordert den Lohn für die verrichtete Arbeit, aber als er auf Freia als dem vereinbarten Entgelt besteht, antwortet Wotan, dass er sich auf „anderen Sold“ besinnen sollte. Fasolt ist empört und erinnert Wotan daran, dass die Runen auf seinem Speer seine vertraglichen Vereinbarungen symbolisieren, und dass seine Macht auf Verträgen beruht. Fafner ist weniger wegen ihrer Schönheit an Freia interessiert, sondern erkennt, dass die Götter, wenn sie entführt wird, ohne ihre jugendspendenden Äpfel dahinsiechen und sterben müssen.
Als die Riesen Freia wegführen wollen, eilen ihre beiden Brüder Froh und Donner (der Donnergott) herbei, um sie zu beschützen. Wotan hält Donner vom Gebrauch von Gewalt ab und ist erleichtert, als Loge endlich erscheint. Loge berichtet, dass er die Arbeit der Riesen geprüft habe, aber Wotan will wissen, was er ihnen als Entgelt bieten soll. Loge erzählt, dass er weit und breit durch die Welt gezogen sei, um zu entdecken, was höher geschätzt würde als „Weibes Wonne und Wert“.
Niemand würde der Liebe versagen, mit einer einzigen Ausnahme: ein Nibelung, der zur Rache für die Abweisung seiner sexuellen Avancen das Rheingold stahl. Loge appelliert an Wotan, die Rückgabe des Rheingoldes in die Obhut der Rheinmädchen sicherzustellen.
Fasolt und Fafner haben mit Interesse zugehört und fragen nach dem Nutzen des Goldes. Als Loge erklärt, dass ein Reif, der aus dem Gold geschmiedet würde, absolute Macht verleiht, beginnt Wotan, danach zu lüsten. Fricka verlangt es ebenfalls nach dem Gold, für Geschmeide, und sie drängt Wotan, es in seinen Besitz zu bekommen. Loge schlägt vor, es zu stehlen, und Fafner verlangt, dass es dann als Zahlung übergeben werden soll. Unterdessen werden sie Freia als Geisel behalten.
Als die Riesen fortstapfen und Freia mit sich schleppen, steigt ein fahler Nebel herab, und, ohne Freias Äpfel, werden die Götter zunehmend matter und altern. Wotan macht sich in der Begleitung von Loge durch eine Schwefelkluft zur Suche nach dem Gold auf.

Szene 3
In den Tiefen von Nibelheim quält Alberich seinen schwächeren Bruder Mime und verlangt den magischen Tarnhelm, den er ihn zu schmieden gezwungen hat. Der Tarnhelm macht den Träger unsichtbar und Alberich demonstriert seine Wirksamkeit, indem er verschwindet und den wehrlosen Mime verprügelt. Alberich geht endlich ab, und Wotan und Loge treffen ein. Loge bietet Mime seine Hilfe an und erfährt von ihm, dass die sorglose Rasse der Nibelungenschmiede von Alberich in Knechtschaft gehalten wurde, seit er einen Ring aus dem Rheingold schmiedete.
Alberich kehrt zurück; er treibt seine Sklaven mit der Peitsche an, das Gold aufzuhäufen. Er streckt drohend den Ring nach ihnen aus, und sie laufen nach allen Seiten auseinander. Alberich wendet seine Aufmerksamkeit jetzt den Fremden zu. Wotan schmeichelt ihm, aber Loge erinnert ihn daran, dass die Wärme seines Feuers Alberich einst Komfort gebracht hätte. Der Zwerg tut diese frühere, falsche Freundschaft verächtlich ab. Alberich brüstet sich mit der Macht, die er dadurch besitzt, dass er die Liebe aufgegeben hat, und droht, dass er eines Tages die Götter vernichten und ihren Frauen seine Lust aufzwingen würde. Loge beginnt jetzt, ihm zu schmeicheln, fragt ihn aber, wie er sich denn, so mächtig er auch sei, vor nächtlichen Dieben hüten wolle? Alberich zeigt ihm den Tarnhelm, und Loge bittet um eine Demonstration. Der Zwerg verwandelt sich in einen Lindwurm, Loge stellt sich entsetzt. Das war wirklich beeindruckend, sagt er, aber ist Alberich denn klug genug, sich in etwas Kleines, etwa eine Kröte, zu verwandeln? Alberich ist ihm gefällig und wird von den Göttern gefangen. Sie fesseln ihn und schleppen ihn an die Oberfläche.

Szene 4
Wieder auf die Bergeshöhe zurückgekehrt, machen sich Loge und Wotan über Alberichs Ambitionen auf eine Weltherrschaft lustig. Wenn er freigesetzt werden will, so sagen sie ihm, muss er das Gold aufgeben. Mit der Absicht, den Ring zu behalten, mit dem er sich, wie er weiß, mehr Reichtum erlangen kann, stimmt Alberich zu, das Gold zu übergeben. Seine rechte Hand wird losgebunden, und mit dem Ring befiehlt er die Nibelungen herauf. Die Nibelungen schleppen das Gold herauf, während Alberich, der wütend ist, weil seine Sklaven ihn in Gefangenschaft sehen, ihnen mit Strafe droht, wenn sie nicht sofort zur Arbeit zurückkehren. Er küsst den Ring, und sie zerstreuen sich mit Schrecken.
Alberich verlangt die Rückgabe des Tarnhelms, aber Loge legt ihn auf den Goldhaufen. Er kann sich ja wieder einen Tarnhelm machen lassen, denkt Alberich, aber zu seinem Entsetzen verlangt Wotan den Ring an seinem Finger. ,,Das Leben, doch nicht den Ring!“, fleht Alberich. Ungerührt teilt Wotan ihm mit, dass er ohnehin von den Rheinmädchen gestohlen sei. Alberich stellt bitter Wotans Heuchelei zur Schau, denn er hätte wohl selbst das Gold gestohlen, wenn er gewusst hätte, wie es sich zum Ring schmieden lässt. Außerdem habe er, Alberich, lediglich gegen sich selbst gesündigt, aber wenn Wotan jetzt den Ring von ihm stehle, versündige er sich gegen alles, was war, ist und sein wird.
Wotan reißt Alberich den Ring mit Gewalt vom Finger und sonnt sich in seinem Besitz. Alberich, am Boden zerstört, wird losgebunden. Bevor er aber geht, belegt er den Ring mit einem Fluch. Er soll jedem, der ihn trägt, Sorge und Tod bringen; die ihn besitzen, sollen Folterqualen leiden, und wer ihn nicht besitzt, den soll der Neid plagen.
Donner, Froh und Fricka heißen Wotan und Loge willkommen, die ihnen bei ihrer Rückkehr Freias Lösegeld zeigen: den Hort. Die Luft klärt sich, als Freia mit den Riesen zurückkehrt. Fasolt gibt Freia nur zögernd auf und besteht darauf, dass das Gold so aufgeschichtet werden soll, dass sie völlig verborgen ist. Loge und Froh häufen das Gold auf und verstopfen alle Ritzen. Aber Fafner kann noch Freias Haar sehen: auch der Tarnhelm muss geopfert werden. Auch Fasolt kann noch ihre Augen durch eine Ritze schimmern sehen, und Fafner verlangt, dass der Ring an Wotans Finger zum Verstopfen der Ritze verwendet werden soll. Loge erklärt, dass Wotan ihn den Rheinmädchen zurückgeben will, aber Wotan bringt sie alle zum Schweigen: er wird den Ring nicht hergeben. Die Riesen drohen, Freia wieder mitzunehmen, und alle anderen Götter bitten ihn, nachzugeben. Wotan bleibt ungerührt, bis Erda, die Erdgöttin, in einem bläulichen Licht aus einer Felsenkluft erscheint. Sie warnt Wotan, dass der Besitz des Ringes ihn zu „rettungslos tiefem Verderben“ verdammt. „Ein düsterer Tag dämmert den Göttern“: er sollte besser den Ring aufgeben.
Erda verschwindet, und Wotan gibt nach. Er wirft den Ring auf den Haufen und Fafner beginnt, das Gold wegzustecken. Als Fasolt seinen Anteil verlangt, antwortet Fafner, dass er ja mehr an Freia interessiert gewesen wäre. Wotan hält sich aus der Sache heraus, aber Loge rät Fasolt, auf den Schatz zu verzichten und nur den Ring zu behalten. Es entsteht ein Streit um den Ring, und Fafner schlägt seinen Bruder tot. Mit Entsetzen erkennt Wotan die Kraft des Fluches.
Die Götter bereiten sich zum Einzug in die Burg vor. Donner schwingt seinen Hammer, und es blitzt und donnert. Plötzlich verziehen sich die Wolken und ein Regenbogen wird sichtbar, der über das Tal eine Brücke zur Burg bildet. Wotan fordert seine Gemahlin auf, ihm in die Burg zu folgen, die er jetzt Walhalla nennt. Als das Paar, gefolgt von Froh, Donner und Freia auf die Brücke zuschreitet, sieht Loge nachlässig zu. Aus dem Tal ertönt das Wehklagen der Rheinmädchen, die den Verlust des Goldes beweinen. Wotan ignoriert sie und führt die Götter über die Brücke, während der Vorhang fällt.

Koproduktion des Richard Wagner Verband Minden, der Nordwestdeutschen Philharmonie und des Stadttheater Minden

Bereits im Herbst 2015 hat das Stadttheater Minden mit der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ begonnen, die vom Publikum und in den Medien gleichermaßen enthusiastisch gefeiert wurde.

Dieses Jahr 2019 schließt sich der Kreis mit dem „Ring“-Zyklus. Der Richard Wagner Verband und dessen Produktionspartner, die Nordwestdeutsche Philharmonie und das Stadttheater Minden, sehen einem großem Ereignis entgegen.

Seit seiner Uraufführung bei den Bayreuther Festspielen 1876 hat „Der Ring des Nibelungen“ in immer neuen Aufführungen die Welt erobert, obwohl er an die aus-führenden Künstler und an das Publikum ungeheuerliche Anforderungen stellt. Er hat alle Beteiligten zu immer neuen Auseinandersetzungen herausgefordert, hat begeisterte Zustimmung und erbitterte Ablehnung erfahren und so viele unterschiedliche Analysen und Deutungen provoziert wie kein anderes Werk des Musiktheaters. Anscheinend haben Wagners mythische Helden, Walküren, Götter, Riesen und Zwerge auch unserer Zeit noch viel zu sagen, und faszinieren immer wieder neu.

2019 den gesamten Ring-Zyklus und das historische Minden erleben! Freuen Sie sich auf ein grandioses Finale und beachten Sie bitte auch das umfangreiche Begleitprogramm.

Karten erhältlich beim

Express-Ticketservice & mehr, Obermarktstrase 26 – 30, 32423 Minden, Tickethotline 0571 88277, Telefax 0571 882700, tickets@express-minden.de

image_print
Menü schließen