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Der Ring des Nibelungen – Aufführung des kompletten Ring im Stadttheater Minden III
Der Ring des Nibelungen - Siegfried

Der Ring des Nibelungen – Aufführung des kompletten Ring im Stadttheater Minden III

Das Stadttheater Minden hat 2019 den vollständigen Ring des Nibelungen im Programm. Weltweit, und Sie haben richtig gelesen!, reisen Wagnerianer an, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Sie haben die Möglichkeit, noch Restkarten zu erwerben. Entweder für einen Teil des Zyklus oder zeitversetzt für den kompletten Ring. Genießen Sie das Opus Summum (bedeutendste Opernwerk) Richard Wagners live im Stadttheater Minden. Dazu finden rund um den Ring Veranstaltungen zum Thema Wagner statt. Der Ring wird in zwei Zyklen aufgeführt.

Wir stellen Ihnen hier den Ring vor, Sie haben die Möglichkeit, direkt Karten zu bestellen. Eine einmalige Gelegenheit, den Ring direkt vor Ort zu erleben. Teil III – Siegfried.

Siegfried / Handlung

Vorspiel und erster Aufzug
Schauplatz des ersten Aufzugs ist eine Felsenhöhle im Wald. Das Vorspiel beginnt mit einem sanften Wirbel der Pauken und einem wiederholten zweitönigen Fagott-Motiv, das den dunklen Wald sowie den verschlagenen Nibelungenzwerg Mime, der hier lebt, versinnbildlicht. Andere Motive, die mit den Nibelungen und dem Ring verbunden sind, erklingen, unerwartet sodann das Schwertmotiv, bevor sich der Vorhang hebt und Mime zu sehen ist, auf einem Amboss hämmernd. Er verflucht seine mühselige Arbeit und seine hoffnungslosen Versuche, ein Schwert zu schmieden, das der junge Siegfried nicht zerbrechen kann. Wenn er nur die Fähigkeit hätte, die Trümmer von Nothung, dem Schwert von Siegfrieds Vater Siegmund, zusammenzuschweißen – dieses Schwert würde jedem Hieb widerstehen. Der Riese Fafner habe sich in einen feuerspeienden Drachen verwandelt, um den Schatz der Nibelungen besser beschützen zu können. Wenn er, Mime, nur Nothung schmieden könnte, wäre Siegfried imstande, den Drachen damit zu erschlagen, und der Ring würde in Mimes Besitz gelangen.

Siegfried kommt aus dem Wald, einen riesigen Bären an einem Seil führend. Lachend sieht er zu, wie der Bär Mime durch die Hütte hetzt. Das für ihn geschmiedete Schwert zerschmettert er höhnisch auf dem Amboss. Siegfried fragt nach seiner Herkunft und seinen Eltern. Mime berichtet, er habe sich einst einer Frau erbarmt, die wimmernd im Wald lag, und sie in seine Höhle gebracht. Sie sei bei Siegfrieds Geburt gestorben, und er, Mime, habe ihren Wunsch erfüllt, ihn aufzuziehen. Siegfried erfährt auch den Namen seiner Mutter – Sieglinde -, nicht aber den seines Vaters. Als Siegfried Beweise für die Geschichte fordert, holt Mime die Bruchstücke von Nothung, die Sieglinde seiner Obhut anvertraut hatte. Siegfried ist begeistert; er befiehlt, das Schwert wieder zusammenzuschmieden, und läuft aus Freude über die Aussicht auf Freiheit, die es ihm bringen würde, in den Wald. Mime sitzt niedergeschlagen am Amboss und überlegt verzweifelt, wie er aus den Stücken ein unzerstörbares Schwert formen könnte.
Ein Wanderer (der verkleidete Wotan) erscheint an der Tür der Höhle. Er trägt einen großen Hut, dessen Krempe sein fehlendes Auge verbirgt, und einen Speer.

Er wettet um sein Haupt, dass er jede Frage beantworten könne, die Mime ihm stelle. Der Zwerg fragt zuerst nach dem Geschlecht, das in den Tiefen der Erde lebt, und erhält zur Antwort, das seien die Nibelungen, die von Alberich beherrscht würden. Dann fragt er, welches Geschlecht auf dem Rücken der Erde lebe. Die Riesen, lautet die Antwort. Die dritte Frage betrifft die Bewohner der »wolkigen Höhn«. Dort wohnen die Götter, antwortet der Wanderer, beherrscht von Wotan. Als sein Speer dabei den Boden berührt, ist Donner zu vernehmen.

Der Wanderer verlangt daraufhin den gleichen Wett-einsatz von Mime und fragt zuerst nach dem Namen des Geschlechts, das Wotan schlecht behandelt habe, obwohl es ihm das liebste sei. Die Wälsungen, antwortet Mime selbstsicher. Die zweite Frage betrifft das Schwert, das der Held Siegfried schwingen werde. Nothung, lautet Mimes Antwort. Aber als der Wanderer danach fragt, wer dieses Schwert schmieden werde, fährt Mime entsetzt auf: Er weiß es nicht. Der Wanderer tadelt Mime dafür, dass er nicht die Frage gestellt habe, die ihm von Nutzen gewesen wäre. Die Antwort sei: »Nur wer das Fürchten nie erfuhr, schmiedet Nothung neu.« Er überlässt Mimes Haupt dem Furchtlosen und verschwindet.

Mime bleibt erregt zurück. Im flackernden Feuer glaubt er erschreckt die Gestalt des Drachen zu sehen. Siegfried kehrt zurück. Da der Zwerg erkennt, dass sein Leben dem furchtlosen Siegfried verfallen ist, entschließt er sich, den Jungen das Fürchten zu lehren. Siegfried verlangt die Trümmer des Schwerts und beginnt es selbst zu schmieden, wobei er die Stücke zunächst in Späne feilt. Mime schaut erschrocken zu. Als Siegfried den Namen des Schwerts erfährt, besingt er es begeistert (Schmelzlied). Währenddessen beschließt Mime, Siegfried nach seinem Kampf mit dem Drachen einen vergifteten Trunk zu verabreichen und ihn dann mit seinem eigenen Schwert zu töten. Schließlich ist das Schwert fertig. Siegfried spaltet mit ihm den Amboss mit einem Hieb, und Mime stürzt erschreckt zu Boden.

Zweiter Aufzug
Alberich, der Fafners Höhle tief im Wald bewacht, ist überrascht vom Auftauchen des Wanderers. Er erinnert sich voller Wut daran, wie Wotan ihm den Ring stahl. Alberich macht dem Wanderer Vorwürfe wegen seiner Absicht, die Weltherrschaft zu erringen, aber Wotan bleibt ruhig. Er warnt Alberich sogar vor der Ankunft Siegfrieds und Mimes. Auf Alberichs Bitte weckt er sogar Fafner und heißt ihn den Ring herausgeben; den Drachen lässt die drohende Gefahr jedoch ungerührt. Nach weiteren freundlichen Ratschlägen verschwindet der Wanderer im Wald.
Mime kommt mit Siegfried und beschreibt ihm den schrecklichen Drachen, dessen Geifer giftig und dessen Schlangenschweif tödlich sei. Doch Siegfried ist nur daran interessiert, wo sich das Herz des Drachen befindet, um sein Schwert hineinstoßen zu können. Mime lässt Siegfried allein zurück. Zum Motiv des Waldwebens bringt der Junge seine Erleichterung darüber zum Ausdruck, dass der hässliche Zwerg nicht sein Vater ist.
Der Gedanke, dass seine Mutter bei seiner Geburt starb, stimmt ihn traurig. Als er einen Waldvogel singen hört, versucht er, seinen Gesang nachzuahmen, um das Lied zu verstehen. Er schneidet sich aus einem Schilfrohr eine Pfeife, aber nachdem er vergeblich ihre Form mehrmals verändert hat, gibt er auf. Stattdessen bläst er sein Horn, und ein schlaftrunkener Fafner wälzt sich aus der Höhle. Nach einem Austausch von Hänseleien stößt Siegfried sein Schwert Nothung in Fafners Herz. Fafner erzählt ihm sterbend seine Geschichte. Als Siegfried sein Schwert aus dem Herz des Drachen zieht, kommt seine Hand mit dessen Blut in Berührung. Es brennt auf der Haut, und er führt unwillkürlich die Finger zum Mund. Als er das Blut schmeckt, kann er den Gesang des Waldvogels verstehen: Er rät ihm, den Ring und den Tarnhelm aus der Höhle zu holen.
Als Siegfried in der Höhle verschwindet, erscheinen Mime und Alberich aus entgegengesetzten Richtungen. Sie streiten wütend um den rechtmäßigen Besitz des Schatzes. Mime bietet an, auf den Ring zu verzichten, falls er dafür den Tarnhelm erhalte. Ihr Streit wird unterbrochen, als Siegfried mit beiden Gegenständen zurückkehrt. Der Waldvogel rät ihm, sich vor Mime in acht zu nehmen. Mime schmeichelt Siegfried, aber seine Worte verraten seine wirkliche Absicht. In einem Anfall von Ekel tötet ihn Siegfried mit einem Schwertstreich.
Er wirft Mimes Leiche in die Höhle und wälzt den Leichnam Fafners vor den Eingang. Unter einer Linde liegend, lauscht er wieder dem Gesang des Waldvogels und bittet ihn um seinen Rat. Der Vogel erzählt ihm von der Braut, die auf einem hohen Felsen, von Feuer umgeben, auf ihn warte. Siegfried springt auf und folgt dem Vogel, der ihm den Weg weist.

Dritter Aufzug
Der Wanderer erscheint am Fuße eines Felsenberges und weckt die Erdgöttin Erda aus ihrem Schlaf, um mehr über die Geheimnisse der Welt zu erfahren. Zuerst rät sie ihm, die Nornen zu befragen, weil diese das Seil des Schicksals weben. Dann empfiehlt sie ihm, die Tochter zu fragen, die sie ihm geboren habe: Brünnhilde. Als er Erda erzählt, dass Brünnhilde für ihren Ungehorsam bestraft würde, drückt sie ihre Überraschung aus: »Der den Trotz lehrte, straft den Trotz?« Erda will wieder schlafen, aber der Wanderer verlangt zu wissen, wie er seine Ängste überwinden könne. Er fürchte das Ende der Götter nicht mehr; vielmehr sei dies sein Wunsch. Er überlasse sein Erbe dem Wälsungenhelden, der Alberichs schlechte Absichten aufgrund seiner edlen Natur vereiteln werde. Erda versinkt wieder in Schlaf.
Als der Wanderer an der Höhle wartet, taucht Siegfried auf, geführt vom Waldvogel. Nach einem heftigen Wortwechsel versucht der Wanderer, Siegfried mit seinem Speer den Weg zu versperren. Siegfried zerschlägt den Speer mit einem einzigen Schwerthieb. Der Wanderer verschwindet, und Siegfried steht plötzlich der Flammenwand gegenüber.
Der Schauplatz wechselt zum Gipfel des Felsberges aus der letzten Szene der Walküre. Siegfried erklimmt die Spitze und erblickt unter den Bäumen die schlafende Brünnhilde. Da ihr Gesicht verdeckt ist, hält er sie für einen Mann, selbst dann noch, nachdem er ihr den Helm abgenommen hat. Als er mit dem Schwert ihren Brustpanzer löst, erkennt er, dass sie eine Frau ist. Er fühlt sich schwach und schwindelig und ruft seine Mutter an. Jetzt hat er zum ersten Mal Furcht erfahren, aber er möchte die Schlafende aufwecken. Verzweifelt küsst er sie auf die Lippen; da öffnet sie ihre Augen und richtet sich langsam auf.
Sie begrüßt das Tageslicht, und beide preisen die Mutter, die ihn gebar. Sie eröffnet ihm, dass sie ihn schon immer geliebt habe, sogar noch bevor er gezeugt worden sei. Siegfried fragt, ob sie vielleicht seine Mutter sei, aber sie erzählt, sie habe seinen Vater entgegen den Wünschen Wotans beschützt und sei auf den Felsen verbannt worden. Als Siegfried sie leidenschaftlich umarmt, stößt sie ihn erschreckt zurück, sich ihrer Verwundbarkeit bewusst. Trotz ihrer Angst blickt sie ihn zärtlich an; sie bittet ihn, die Reinheit ihrer Liebe nicht zu zerstören. Nach und nach erliegt sie der Stärke von Siegfrieds Leidenschaft, und sie akzeptiert ihren neuen Zustand als Sterbliche. Sie umarmen sich heftig, und Brünnhilde sagt der Welt der Götter Lebewohl. Durch die Liebe zueinander verwandelt, rufen sie den »lachenden Tod« an.

Koproduktion des Richard Wagner Verband Minden, der Nordwestdeutschen Philharmonie und des Stadttheater Minden

Bereits im Herbst 2015 hat das Stadttheater Minden mit der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ begonnen, die vom Publikum und in den Medien gleichermaßen enthusiastisch gefeiert wurde.

Dieses Jahr 2019 schließt sich der Kreis mit dem „Ring“-Zyklus. Der Richard Wagner Verband und dessen Produktionspartner, die Nordwestdeutsche Philharmonie und das Stadttheater Minden, sehen einem großem Ereignis entgegen.

Seit seiner Uraufführung bei den Bayreuther Festspielen 1876 hat „Der Ring des Nibelungen“ in immer neuen Aufführungen die Welt erobert, obwohl er an die aus-führenden Künstler und an das Publikum ungeheuerliche Anforderungen stellt. Er hat alle Beteiligten zu immer neuen Auseinandersetzungen herausgefordert, hat begeisterte Zustimmung und erbitterte Ablehnung erfahren und so viele unterschiedliche Analysen und Deutungen provoziert wie kein anderes Werk des Musiktheaters. Anscheinend haben Wagners mythische Helden, Walküren, Götter, Riesen und Zwerge auch unserer Zeit noch viel zu sagen, und faszinieren immer wieder neu.

2019 den gesamten Ring-Zyklus und das historische Minden erleben! Freuen Sie sich auf ein grandioses Finale und beachten Sie bitte auch das umfangreiche Begleitprogramm.

Karten erhältlich beim

Express-Ticketservice & mehr, Obermarktstrase 26 – 30, 32423 Minden, Tickethotline 0571 88277, Telefax 0571 882700, tickets@express-minden.de

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