Demos, Discos, Denkanstöße – Die 70er Jahre in Westfalen – Wanderausstellung im Mindener Museum

Demos, Discos, Denkanstöße – Die 70er Jahre in Westfalen – Wanderausstellung im Mindener Museum

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Mindener Museum zeigt Wanderausstellung des Rock’n’Popmuseums Gronau und des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Vom 21. Dezember bis zum 16. Februar 2020 präsentiert das Mindener Museum unter dem Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen“ eine Wanderausstellung des rock’n’popmuseums Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen. Im Zentrum der Präsentation stehen Fotografien aus der Sammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen, starteten die beiden Einrichtungen einen Presseaufruf, dem viele gefolgt waren. Menschen erzählten ihre Geschichten und stellten ansprechende Sachzeugnisse der 70er Jahre zur Verfügung. Dies alles floss in die Wanderausstellung und sorgt damit für eine besondere Authentizität dieser regionalen Betrachtung eines national bewegenden Jahrzehnts. Das Mindener Museum ergänzt die Ausstellung um stadtgeschichtliche Akzente. Es werden besondere Aspekte und Facetten zu den Themenbereichen Alltagsleben, Persönlichkeiten sowie Kunst, Kultur und Sport der 1970er Jahre in Minden zu sehen sein.

Die Kinderschürzen passten in Farbe und Design zu den Küchenfronten in orange, ocker, braun und grün. Dieses braun-weiß-karierte Exemplar mit Blumendesign ist typisch für die 1970er Jahre.
© Mindener Museum

Die Ausstellung umfasst die Themen Politik und Bildung, Geschlechterverhältnisse, Proteste, Kindheit und Jugend, Mode und Design, Alltag, Mobilität und Wohnen, Kunst und Kultur sowie die internationale und regionale Musik der Zeit. Handabzüge in Schwarz-Weiß auf Aludibond-Platten sowie ausgewählte Exponate zu den einzelnen Themen illustrieren dieses turbulente Jahrzehnt sehr anschaulich. Mithilfe eines Audio-Guides öffnen sich die musikalischen Sphären vom Art-Rock über Punk bis hin zum Saturday Night Fever. Auf Medientischen sind weitere Informationen zu finden. Hier können sich Besucherinnen und Besucher interaktiv in die „bewegte Welt“ der 1970er einloggen und sich von den Albumcharts beschwingen lassen. Das virtuelle Fotoalbum, eine zweite Monitorinstallation, eröffnet die privaten Perspektiven auf die herausragende Ereignisse und ihre Wahrnehmung abseits der großen Zentren Westfalens. In Form von „Talking People“, lebensgroße, sprechende Silhouetten, treffen Besucherinnen und Besucher auf Protagonisten im Szenario des Jahrzehnts.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 21. Dezember, um 16 h ist der Eintritt frei.

Jo Klaffki (1943 bis 1997) war ein selbständiger Grafiker und Maler, der sich in den 1970er Jahren für zahlreiche Projekte und Aktionen einsetzte. U.a. schuf er 1972 ein Plakat für das erste Bürgerfest am Johanniskirchhof, heute BÜZ. Klaffki gestaltete einige Mindener Außenfassaden, wie z. B. die Fassaden des Windlichts am Königswall und in der Pulvergasse, sowie die Logos des Seriösen Fußgängers  und des Jazz Clubs, aber auch die Bunker an der französischen Atlantikküste (nahe Arcachon). © Mindener Museum

Im Museumsshop oder im Buchhandel ist ein Katalog zur Ausstellung von 172 Seiten Umfang mit vielen Schwarz-Weiß-Aufnahmen für 24,95 € erhältlich.

Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder museum@minden.de

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