Bundestagsabgeordneter Maik Beermann zur geplanten Aufnahme von Flüchtlingen in der Bundesrepublik

Bundestagsabgeordneter Maik Beermann zur geplanten Aufnahme von Flüchtlingen in der Bundesrepublik

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU) spricht sich gegen die Pläne der Bundesregierung zur Aufnahme von 1.500 Flüchtlingen aus.

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„Die Pläne, gemeinsam mit der Schweiz und 8 Partnerländern aus der europäischen Union, insgesamt 400 – davon maximal 150 in Deutschland – unbegleitete Kinder aufzunehmen, habe ich unterstützt, von dem Angebot der Bundeskanzlerin und des Bundesinnenministers an die SPD nun 1.500 Flüchtlingen die Einreise zu gestatten, halte ich nichts.

Die Bundesrepublik ist hier neben Luxemburg die einzige Nation die vorprescht und seine europäischen Partner vor vollendete Tatsachen stellt. Zu einer gesamteuropäischen Verteillösung tragen wir damit sicherlich nicht bei. Selbst die griechische Regierung stellt ein solches Handeln in Frage“

Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU)

Der tragische Brand im Flüchtlingslager Moria hat die gesamte Europäische Union stark erschüttert und in allen EU-Mitgliedsstaaten zu Debatten über die Aufnahme eines Teils der inzwischen obdachlosen Flüchtlinge geführt.

„Ich finde es äußerst bedauerlich, dass ein kleiner Teil der Flüchtlinge auf Lesbos die griechische Feuerwehr an der Brandbekämpfung gewaltsam gehindert hat. Dies ist ein Umstand den wir nicht hinnehmen können oder dürfen.


Wir müssen nun sehr genau darauf achten, keine Präzedenzfälle zu schaffen:

Wenn wir nun in großem Maße Flüchtlinge aus Moria aufnehmen, senden wir die Nachricht in die Welt, dass ein Brand im eigenen Lager dabei hilft, nach Europa zu kommen. Glücklicherweise ist bei dem Brand in Moria niemand ernsthaft verletzt worden, aber so ein Signal könnte dazu führen, dass andere Brände anders ausgehen“

Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU)

„Eine Aufnahme von weiteren Flüchtlingen als den, von Lesbos aufs griechische Festland verlegten, unbegleiteten Minderjährigen lehne ich aus diesen Gründen ab. Stattdessen müssen wir uns nun schnellstmöglich um eine menschenwürdige Unterbringung derjenigen bemühen, die durch den Brand vorübergehend obdachlos geworden sind.

Die ersten Notlösungen, wie die Unterbringung von 1000 Flüchtlingen auf einer griechischen Fähre sind hier Schritte in die richtige Richtung. Hier ist eine gesamteuropäische Unterstützung unserer griechischen Partner gefragt. Die Pläne der Bundeskanzlerin und der EU-Kommissionspräsidentin ein neues Flüchtlingslager auf Lesbos von der EU aufzubauen und auch in deren Verantwortung zu betreiben halte ich hier für zielführend.“

Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU)

*MdB Maik Beermann, September 2020

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