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Buchtipp: „Schwimmen Tote immer oben? – Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin“ von Michael Tsokos
Buchtipp der Woche

Buchtipp: „Schwimmen Tote immer oben? – Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin“ von Michael Tsokos

Unser heutiger Buchtipp ist „Schwimmen Tote immer oben? – Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin“ von Michael Tsokos, welches am 2. September 2019 erschienen ist.

Über den Autor:

Der Forensik Experte: Michael Tsokos, geboren am 23. Januar 1967 in Kiel, ist deutscher Rechtsmediziner und Professor an der Charité in Berlin. Er ist Leiter des Instituts für Rechtsmedizin und gleichzeitig des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Außerdem ist er Autor von Sachbüchern.

Nach seinem Abitur verpflichtete er sich zunächst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Anschließend machte er den Medizinertest und schnitt als Zweitbester im Bundesgebiet ab. Während seiner Arbeit als Forensiker, half er bei der Auflösung zahlreicher Fälle durch die Untersuchung der betroffenen Leichen. Ausgehend von diesen Erfolgen schrieb er die Interessantesten nieder.

Von 2008 bis 2010 schrieb Tsokos die monatliche Kolumne „Professor Tsokos ermittelt“ des Berliner Tagesspiegels. 2012 moderierte er für den National Geographic Channel die Wissenschaftsdokumentation „Suche nach Mister X“. Seine Arbeit weckte auch das Interesse von einigen Star-Autoren. So wurde er Co-Autor von Sebastian Fitzek.

Für seine herausragende Arbeit bekam der Mediziner schon den Wissenschaftspreis der deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, den Medienpreis Bambi für den Einsatz zur Identifizierung der deutschen Tsunami Opfer und den Best Paper Award durch das National Institute of Forensic Science. Außerdem wurde ihm die Dankurkunde der Bundesrepublik Deutschland verliehen und er wurde als Ehrenmitglied in der Romanian Society of Legal Medicine aufgenommen. Heute lebt er mit seinen fünf Kindern in Berlin.

Quelle: Lovelybooks

Zum Inhalt:

Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin – das neue Sachbuch von Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner. Leider sind es oft Klischees, die unsere Vorstellung von der Rechtsmedizin beherrschen. Keiner weiß das besser als Michael Tsokos, der vielfache Bestseller-Autor. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin, seine Arbeit am Seziertisch im Obduktionssaal und die neuesten Entwicklungen in der Forensik.

Die Szene aus dem Fernseh-Krimi kennt jeder: Ein Toter im Pool, auf der Wasseroberfläche auf dem Rücken treibend, mit dem Gesicht nach oben. Michael Tsokos entlarvt diese Darstellung als dramaturgischen Kniff, und erklärt, warum Ertrunkene auf den Grund sinken oder unter der Wasseroberfläche treiben, und zwar in Bauchlage, mit dem Gesicht nach unten.

Auch die anderen Irrtümer über die Rechtsmedizin, die Michael Tsokos aufklärt, sind bekannt aus Krimis aller Art. Unter anderem geht es um die Frage, wie lang es dauert, bis ein Leichnam vollständig mumifiziert ist; ob verwesende Leichen explodieren können und auf welche Weise ein Rechtsmediziner Stich- und Schnittverletzungen voneinander unterscheidet. In diesem, seinem zweiten Buch zu den Irrtümern über die Rechtsmedizin, stellt Michael Tsokos auch die gängigsten Irrtümer über die Arbeit in der Rechtsmedizin richtig. Etwa dass eine virtuelle Obduktion mit Hilfe der Computertomographie keineswegs eine klassische Obduktion ersetzen kann, dass Rechtmediziner und ermittelnde Kriminalbeamte keineswegs ein festes Team sind und dass Phantombilder keineswegs aufgrund von DNA-Analysen möglich sind. Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine beiden Sachbücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind Bestseller: „Die Klaviatur des Todes“ und „Die Zeichen des Todes“.

Preis: 14,99 €

Seiten: 176

ISBN: 978-3426277645

Unser Fazit:

Den Namen Michael Tsokos kennt man bereits von vielen Büchern aus Bestsellerlisten, sei es die „Paul-Herzfeld“-Reihe, „Abgeschnitten“ mit Sebastian Fitzek oder zahlreichen anderen Trillern und Krimis. Außerdem hat er einen Podcast „Die Zeichen des Todes“

Der Podcast mit Professor Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner. Tsokos findet heraus, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? Er wird immer dann von den Ermittlungsbehörden hinzugezogen, wenn sie mit ihrer Aufklärungsarbeit nicht weiterkommen. Realistisch und hautnah schildert Tsokos die Hintergründe rätselhafter Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war. Im Sektionssaal und im Labor fügt er die Indizien wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Falles führt. Ein True-Crime-Podcast in sechs szenischen Episoden, der beweist, dass nichts spannender ist, als die Wirklichkeit.

Herausgeber: Verlagsgruppe Droemer Knaur

Nun folgt bereits der zweite Band zu Irrtümern in der Rechtsmedizin und er ist genauso spannend und unterhaltsam wie sein Vorgänger. Dieses Buch ist lehrreich wie ein Sachbuch und spannend wie ein Krimi. Eine wunderbare Mischung, die aufzeigt, wie viele, doch überraschende, Fehler sich in Filmen und Serien zutragen, wenn es um Tote geht. Eine absolute Empfehlung für alle Krimifans, die gerne wissen möchten, wie es WIRKLICH hinter den Kulissen aussieht von einem echten Fachmann.

Sie kennen sicherlich die spannenden Krimiserien im Fernsehen: Ob Tatort oder Polizeiruf, amerikanische Crime- und Policeserien oder der Serientod eines Darstellers in einer Vorabendsendung. Während wir miträtseln, wer der Täter sein könnte, würde Tsokos davorsitzen und die Fehler aus Sicht der Rechtsmedizin ermitteln. Denn allzu oft liegen Drehbuch und Realität weit auseinander. Zum einen sicherlich aufgrund der Dramaturgie, aber auch, wegen Unwissenheit. Witzigerweise hatte sein erstes Buch zu den Rechtsirrtümern so einen Erfolg, dass es nunmehr von Filmschaffenden als „Fachliteratur“ herangezogen wird, um so realistisch wie möglich ein Drehbuch zu verfassen.

Auch als Gast in diversen Fernsehsendungen versteht Tsokos es, die aufwändige Arbeit eines Forensikers spannend und informativ zugleich zu schildern. Fast wie ein Puzzle, dessen Teile zusammengetragen werden, um ein Bild zu erhalten und um zum Beispiel dem Mordopfer die Chance zu geben, den Täter zu finden und den Hergang zu rekonstruieren.

Mit diesem Buch haben Sie nun nicht nur viel Hintergrundwissen und werden auch die Aufklärungsarbeit in Mordfällen ganz anders einschätzen können, sondern Sie blicken sicherlich genauer hin, wenn im nächsten Tatort ein Mord geklärt werden soll.

Wenn Sie sich schon vorab einmal einen kleinen Einblick in die Kapitel des Buches wünschen, haben wir schon sieben Irrtümer, vom Droemer-Knaur Verlag zur Verfügung gestellt:

  • IRRTUM NR. 1: Dem Großteil aller Sektionen liegen Tötungsdelikte zugrunde
  • IRRTUM NR. 2: Rechtsmediziner arbeiten nur am Leichenfundort oder im Sektionssaal – Schreibtischarbeit gibt es so gut wie nicht
  • IRRTUM NR. 3: Wasserleichen treiben auf der Wasseroberfläche und mit dem Gesicht nach oben
  • IRRTUM NR. 4: Stark fäulnisveränderte Leichen können wie Walkadaver explodieren
  • IRRTUM NR. 5: Eine Obduktion endet mit dem Zeitpunkt der Feststellung der Todesursache
  • IRRTUM NR. 6: Der Scheintod ist eine Erfindung von Krimiautoren und Horrorfilmern
  • IRRTUM NR. 7: Man kann seinen Körper der Rechtsmedizin für wissenschaftliche Zwecke vermachen

Sie sehen, eine mehr als lesenswerte Lektüre… Unsere top Empfehlung der Woche.

 

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