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Buchtipp: Magic Cleaning – Marie Kondo
Buchtipp der Woche

Buchtipp: Magic Cleaning – Marie Kondo

Aufräumen. Das ist eins der Worte, die bei den meisten Menschen ähnliche Begeisterung auslösen, wie Ausschlag, Allergie oder Anlageberater. Es ist nichts, was man unbedingt gern erledigen möchte. Andererseits gibt es nichts Schöneres, als eine aufgeräumte Schublade, einen aufgeräumten Kleiderschrank und eine aufgeräumte Wohnung. Doch leider hält das Aufgeräumte nicht wirklich lange an, so dass man – ähnlich, wie ein Hamster in seinem Rad – immer wieder von vorn anfangen muss. Einzige Möglichkeit der Vermeidung wäre, den Zustand des Aufgeräumtseins so lange wie möglich zu erhalten.

Schaffen wir das? Seit einigen Jahren soll ein bestimmtes Buch jedem dazu verhelfen, der bereit ist, sich konsequent einzulassen. Wir, von Scarlett Magazin, haben ein Buch davon schon eine Weile im Bücherregal stehen. Und wirklich, es gibt einem soviel Hoffnung, wenn man es gekauft hat. Man spürt förmlich, wie die Lösung des Problems zum Greifen nah ist und man selbst am Ende wirklich mit Vergnügen aufräumt oder Ordnung halten kann (der Klappentext lässt vermuten, dass selbiges nicht mehr sehr schwer sein wird, denn es ist einfach nichts mehr da, was Unordnung schaffen könnte).

Wie gesagt, wir haben das Buch…. Extra für diese Buchbesprechnung haben wir es dann hervorgeholt. Und jetzt verraten wir Ihnen, ob das magische Aufräumbuch auch Ihr Leben in Ordnung bringen wird.

Doch zuerst ein paar Infos zur Autorin: Wer ist diese Aufräumkönigin eigentlich und warum findet Sie das Unvermeidliche so toll?

Marie Kondo, geboren 1984 in Tokio, arbeitet als selbständige Beraterin für Aufräumen und Ordnung. Nach dem Studium begann sie, ihre «KonMari-Methode» zu entwickeln, aus der mehrere Weltbestseller hervorgingen. In Japan ist die Autorin inzwischen ein Fernsehstar; in Amerika stehen ihre Bücher monatelang an der Spitze der NYT-Bestsellerliste, sie hat dort auch eine TV-Show. Das Time Magazin zählte sie 2015 zu den 100 einflussreichsten Frauen weltweit. Im Englischen wurde ihr Nachname sogar zum Verb: «to kondo» als Synonym für «radikal aufräumen». Ihre Bücher wurden in fast 40 Sprachen übersetzt. Seit 2019 ist sie in der Netflix-Doku-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ zu sehen, in der sie bei Hausbesuchen ihre Methode vorstellt. Sie lebt mit Mann und zwei Töchtern in Los Angeles.

Rein vom Äußerlichen her macht sie nicht den Eindruck, einer sich durch unaufgeräumte Wohnungen durchfeudelnde und radikal entsorgenden Frau, es geht ihr auch nicht um endlose Diskussionen oder darum, das Thema Aufräumen, wie eine „Mary Poppins“ durch Geschichten oder Humor angenehmer zu gestalten. Ihre Strategie beruht auf fünf Grundsätzen (sie nennt diese Form „KonMari-Methode“):

  1. Alles auf einmal, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen
  2. Alle Dinge zum Aufräumen werden auf einem Haufen gesammelt
  3. Entscheiden, was behalten wird aufgrund der Frage: Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme?
  4. Jeder Gegenstand, den man behält, bekommt seinen Platz zugewiesen
  5. Alle Dinge müssen dort richtig verstaut werden

Das größte Problem beim Aufräumen ist – wie bei einer Diät – der „Jo-Jo Effekt“. Man verfällt zu schnell in alte Muster, lässt einmal hier und einmal dort etwas liegen oder stehen, trennt sich nicht von Dingen, die man nicht mehr braucht (aber vielleicht doch mal gebrauchen könnte, man weiß ja nie…), sammelt „dies“ und lagert „das“ und am Ende sieht das „Vorher“ wieder wie das „Nachher“ aus und der ganze Spaß beginnt von vorn. Dem geht Marie Kondo jedoch rigoros entgegen: Aufräumen – ja, aber richtig! Ausreden lässt sie nicht gelten und sobald man wirklich sich streng an ihre Vorgaben hält und die eigenen Emotionen („aber da hängen so viele Erinnerungen dran…“) außen vorlässt, kommt man der Sache schon näher. So ist die Frage: „Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme?“ auch zu übersetzen mit: „Brauche ich das hier wirklich“ oder „Trage ich das eigentlich gern und/oder oft“? Man könnte sich selbst auch unter einen gewissen Druck setzen und sich vorstellen, man müsste sich wohnlich verkleinern, was sollte unbedingt mit und worauf kann man eigentlich verzichten?

Richtig und vor allem durchgehend angewendet (ohne eine mahnende Marie Kondo) wird man nicht nur am Ende ein Gefühl von Stolz und Freude empfinden, über mehr Platz und damit mehr Freiheit und weniger Chaos bzw Unordnung, sondern auch man selbst erlebt eine Befreiung und fühlt sich zufriedener und ausgeglichener. Und allein dafür lohnt es allemal, sich der Methode zu bedienen.

Wir stellen Ihnen heute die bislang erschienenen Bücher vor. Welches dann Ihr persönlicher „KonMari“ Begleiter wird, entscheiden Sie für sich selbst.

„Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“

Vereinfachen Sie Ihr Leben! Kaum jemandem macht es Spaß, aufzuräumen und sich von Dingen zu trennen. Doch mit Marie Kondos bahnbrechender Methode, die auf wenigen simplen Grundsätzen beruht und dabei höchst effektiv ist, wird die Beschäftigung mit dem Gerümpel des Alltags schon mal zu einem Fest. Und die Auswirkungen, die «Magic Cleaning» tatsächlich auf unser Denken und unsere Persönlichkeit hat, sind noch viel erstaunlicher. Der Generalangriff auf das alltägliche Chaos macht uns zu selbstbewussten, zufriedenen, ausgeglichenen Menschen.

Seiten: 224

ISBN: 978-3499624810

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

Das große Magic-Cleaning-Buch: Über das Glück des Aufräumens

«Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen», sagt ein japanisches Sprichwort. Marie Kondo weiß das und hat mit ihrer gefeierten Methode das Leben von Millionen Menschen weltweit verändert. Das Geheimnis ist, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man mag und die anderen los zu werden. Nun präsentiert sie einen allumfassenden, schön illustrierten Kursus. Ihre „Schritt-für-Schritt-Anleitungen“ helfen beim Aufräumen von Kleidung, Schuhen, Büchern und Papieren, Kosmetik, Kochutensilien und sogar Dingen mit sentimentalem Wert. Außerdem zeigt sie, wie wir perfekt Schubladen und Schränke organisieren. Durch die richtige Ordnung in unseren Wohnzimmern, Küchen, Büros, Schlafzimmern und Badezimmern wird so unser gesamtes Leben einfacher und wir werden zufrieden und glücklicher.

Seiten: 320

ISBN: 978-3499633812

Preis: 15,00 € (Gebundenes Buch)

Magic Cleaning 2 – Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben

In ihrem zweiten Bestseller gibt Marie Kondo, weltweit erfolgreiche Aufräumexpertin, auf klare wie charmante Weise Ratschläge, wie unsere Wohnung aufgeräumt und die Seele im Gleichgewicht bleibt. Detaillierte und illustrierte Beispiele vom optimalen Zusammenlegen der Kleidung bis zum Ordnunghalten in der Küche zeigen uns einen Alltag inmitten von Dingen, die uns guttun. Außerdem bekommt der Leser Hinweise, was man bei Rückfällen tun kann, wie man «schlampige» Familienmitglieder motiviert und wie aus unserer Wohnung mit einfachen Mitteln eine Wohlfühloase wird. Leben mit den Dingen, die man liebt.

Seiten: 240

ISBN: 978-3499628955

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

Magic Cleaning: Wie Sie sich von Ballast befreien und glücklich werden

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Auszug aus dem Weltbestseller Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert. Er versammelt die praktischsten und am schnellsten umsetzbaren Tipps.

Entdecken Sie die Magie des Aufräumens und befreien Sie sich von unnötigem Ballast, sodass Sie zu einem ausgeglichenen Menschen werden!

Seiten: 80

ISBN: 978-3499632747

Preis: 8,00 € (Gebundenes Buch)

Marie Kondo, Bestseller Autorin

Zur Autorin:

So, wenn Sie bis hierhin gelesen haben, sind bei Ihnen vielleicht Gefühle von „Ja, ich will, nein ich MUSS sofort aufräumen“ hochgekommen? Dann lassen Sie es mich als kleinen Hinweis so sagen: Es ist der erste Schritt, wenn man sich dieses Buch zugelegt hat, weil man zumindest davon überzeugt ist, eine Idee entdeckt zu haben, dieses lästige Aufräumen (und oftmals noch von anderen Mitbewohnern) endlich entspannter gestalten zu können.

Leider hält das Gefühl nur so lange vor, bis man anfängt.

Ich will Ihnen keine Illusionen nehmen, aber zumindest mir ging es so. Der Gedanke, zum Beispiel alle Kleider aus meinem Schrank auf einen Haufen zu legen (die nach Farben sortiert ordentlich auf den Bügeln hängen) und dann zu entscheiden, was ich davon behalten soll, fiel mir sehr schwer. Ich sage es mal so, jedes Kleid davon macht mich glücklich, sonst hätte ich es nicht gekauft. Und Schuhe… Jede Frau wird verstehen, dass man sich von Schuhen nicht einfach so trennen kann. Kleidergrößen verändern sich, Schuhgrößen bleiben. Schuhe sind die Haustiere des Kleiderschranks. Da könnte Marie Kondo nichts gegen ausrichten, egal, wie rigoros sie wäre. Da würde ich nicht mal drüber diskutieren.

Aber Marie Kondo möchte eben nicht einfach nur aufräumen, sondern auch, dass man selbst Dankbarkeit für seine Sachen empfindet:

„Eine der Aufgaben, die ich meinen Klienten in den Ordnungsseminaren gebe, lautet: „Dankbarkeit zeigen!“ Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen, sagen Sie der Kleidung, die Sie ausziehen und wieder aufhängen, doch mal: „Vielen Dank, dass du mich heute wieder gewärmt hast.“ Wenn Sie die Accessoires abnehmen: „Vielen Dank, dass ihr mich heute wieder schön gemacht habt.“ Und wenn Sie die Tasche in den Schrank zurückstellen: „Mit deiner Hilfe konnte ich heute wieder sehr gute Arbeit leisten. Danke schön!“ Auf diese Weise zeigen wir den Dingen, dass wir die Unterstützung durchaus bemerken und sie zu schätzen wissen.“

Marie Kondo, Magic Cleaning

Zwar schön in Worte verpackt, aber hilft so etwas wirklich beim Aufräumen? Ich muss zugeben, die Idee, mich bei meiner Handtasche zu bedanken, ist mir neu. Und ich oute mich mal, dass mache ich nicht. Wenn ich deshalb keine Ordungsfee bin, dann egal. Ich frage mich allerdings, was das für Leute sind, die das tun….

Was hingegen durchaus hilft, sind die Tipps und Ideen, Dinge praktischer zu verstauen, um Ordnung und damit Platz zu schaffen. Aber auch nicht unbedingt so neu, sondern man hat gelegentlich das Gefühl, es anderswo schon mal gelesen oder gehört zu haben. Zumindest etwas, was ich empfehlen würde. Eine bessere Übersicht sorgt dafür, dass man nicht stets zu den gleichen Dingen greift und vieles im Hintergrund schlicht untergeht. Auch platzsparend zu verstauen schafft Ordnung.

Sich zudem den Inhalt eines Schrankes kritisch vorzunehmen und zu entscheiden, was davon wirklich notwendig ist und was nur als Vergeudung im Schrank steht oder hängt ist natürlich wichtig. Nur, man muss dann auch bereit sein, sich wirklich davon zu trennen und es konsequent zu entsorgen. Sonst verlagert man nur das Problem.

Letztendlich ziehe ich für mich das Fazit, dass Aufräumen einfach oft so langweilig ist, weil man manchmal nicht weiß, wohin mit etwas. Wegwerfen wäre zu schade, aber richtig Verwendung hat man nicht dafür. Da streng und vor allem ehrlich mit sich zu sein und auszusortieren ist schon ein guter Anfang. Auch beim nächsten Kauf sich die Frage stellen, ob man es wirklich BRAUCHT (lieber nicht fragen, ob es glücklich macht…) hilft, neues Chaos im Schrank und der Wohnung zu vermeiden.

Weniger Abstellmöglichkeiten, wie Keller, Dachboden oder Garage sind auch gut. Wenn man die Räume ausräumt und nicht als Zwischenlagerplatz verwendet, hat man schon viel Ballast aus seinem Leben entfernt. Und es ist wirklich ein befreiendes Gefühl, wenn man Säckeweise Krempel entsorgt und dann feststellt, dass man das tatsächlich nicht mehr benötigt.

Für „Aufräummuffel“ oder Leute, die damit bislang nicht viel „am Hut“ hatten, sicherlich ein gutes Buch. Am besten markiert man sich die Stellen, die wichtig sind und geht Schritt für Schritt danach vor.

Man darf aber bei aller Euphorie eben leider nicht vergessen, dass allein das Lesen des Buches, und sei die Idee auch noch so toll, nichts daran ändert, dass man selbst aktiv werden muss. Und nach der Methode, erst einmal alles auf einen Haufen zu legen, kann man schnell die Lust verlieren. Tipp: Überfordern Sie sich nicht. Jeder hat sein eigenes Tempo.

Manchmal ist es auch hilfreich, einen unbeteiligten „Mitaufräumer“ dabei zu haben, der nicht so emotional mit den Sachen verbunden ist und die Frage: „Brauchst Du das wirklich?“ mehr in den Vordergrund rückt. Das Aussortierte dann umgehend entsorgen, bevor man in den Tüten zu suchen beginnt, ist auch wichtig.

Die für mich besten Punkte waren: 1. Brauche ich das wirklich? und 2. Alles sofort an einem festen Platz verstauen (sonst weg damit!)

Schaffen Sie sich Ihren Freiraum und trennen sich von dem, was Sie belastet. Sie werden sehen, es funktioniert. Und vielleicht finden Sie ja am Ende Ihre eigene Methode 🙂

Unser Buchtipp heute, denn: Mittwoch ist Lesetag!

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