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Buchtipp: „Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im Europaparlament“ von Martin Sonneborn
Buchtipp der Woche

Buchtipp: „Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im Europaparlament“ von Martin Sonneborn

Unser heutiger Buchtipp ist das Sachbuch „Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im Europaparlament“ von dem deutschen Satiriker, Journalisten und Politiker Martin Sonneborn, welches am 07. März 2019 erschienen ist.

Über den Autoren:

Foto: Hier

Martin Hans Sonneborn (* 15. Mai 1965 in Göttingen) ist ein deutscher Satiriker, Journalist und Politiker. Bei der Europawahl 2014 wurde er als Spitzenkandidat der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI), deren Bundesvorsitzender er ist, zum Mitglied des Europäischen Parlaments gewählt und zog 2019 erneut ins Parlament ein.

Sonneborn wuchs zusammen mit seinem Bruder als Sohn eines Berufsberaters und einer Hausfrau auf. Er besuchte die Ursulaschule, ein katholisches Privatgymnasium in Osnabrück, an der er sein Abitur ablegte. Nach dem Grundwehrdienst und dem Abschluss einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann in Osnabrück studierte er Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaft in Münster, Wien und Berlin. Seine Magisterarbeit schrieb er über das Satiremagazin Titanic Wirkungsmöglichkeiten von Satire. 1995 machte er ein Praktikum beim Satiremagazin „Eulenspiegel“ und arbeitete anschließend als Redakteur bei der Konkurrenzzeitschrift Titanic, deren Chefredakteur er 2000 wurde. Dieses Amt gab er im Oktober 2005 an seinen Redaktionskollegen Thomas Gsella ab. Im November 2006 rief Sonneborn die Satirerubrik „Spam“ auf Spiegel Online als verantwortlicher Redakteur ins Leben, die Ende August 2016 wieder eingestellt wurde.

-Wikipedia

Zum Inhalt:

Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird! 


Das Abenteuer beginnt im Frühjahr 2014. Unerwartet wird der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ins EU-Parlament gewählt – als einziger Abgeordneter seiner Partei (Die Partei). Und da er schon mal da ist, beschließt er herauszufinden: Wie funktioniert Europa?


Am Anfang ist es wie eine Klassenfahrt für Erwachsene. Europäer mit 24 verschiedenen Muttersprachen treffen aufeinander. Sie kennen sich nicht, sollen aber gemeinsam Politik machen. Und es werden wilde Jahre: Es geht um die Vergrößerung der EU, den Brexit, Datenschutzrichtlinien, die Katalonienkrise und die Beziehungen zu den USA und zu Russland.

Politik wird von Menschen gemacht. Von den Fraktionslosen, wie dem polnischen Monarchisten, der das Frauenwahlrecht wieder abschaffen will, und Alessandra Mussolini, der Enkelin des Duce, die über Berlusconis legendäre Po-Liste ins Parlament gekommen ist, genauso wie von den Mitgliedern der großen Parteien.

Martin Sonneborn begegnet Martin Chulz (bzw. Schulz), Elmar Brocken (Brok), Beatrix von Strolch (von Storch), Udo Voigt (NPD) und seiner Frau, Manfred Streber (Manfred Weber, CSU, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei) und Herbert Reul (neuerdings Innenminister in NRW und ein bisschen dumm), Bernd Lucke, Nigel Farage und Angela Merkel.
Martin Sonneborns Buch ist ein humorvoller Blick hinter die Kulissen des EU-Parlaments.

Die Frage ist: Zählt das noch zu Politik oder ist das schon Satire? Einiges wirkt überzogen, wobei man munkelt ja, dass es tatsächlich Politiker gibt, die sich ihre Tätigkeit in Brüssel bezahlen lassen, aber mit Abwesenheit glänzen… 

Und: Funktioniert Politik, wenn verschiedene Charaktere aufeinandertreffen, jedes Land seine Abgeordneten schickt, die nicht alle dem gleichen Niveau entsprechen? Kann man so Entscheidungen treffen? Oder soll man es eher sportlich halten: dabei sein ist alles? 

Fragen über Fragen. Vielleicht ein eher böser Blick hinter die Kulissen gemischt mit einer Portion Humor, dann haben Sie wohl ungefähr den Inhalt des Buches. Immerhin ein Bestseller, sagt zumindest der Spiegel. Nun ja und Herr Sonneborn. Auch die Leser sind geteilter Meinung, die einen sehen es als Parteiwerbung, die anderen sind begeistert. Wir finden, es ist zumindest sehr unterhaltsam und polarisiert. 

Fazit: Sonneborns Urteil ist unbestechlich (meistens), und wer das Buch liest, wird sehr viel lachen – und endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird. Oder zumindest erkennen, dass nicht alles so ernstzunehmen ist, denn: es menschelt halt überall, auch in Brüssel.

Preis: 18,00 €

Seiten: 432

ISBN: 978-3462052619

 

 

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