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Buchtipp: Ein Tag im Dezember – Josie Silver
Buchtipp der Woche

Buchtipp: Ein Tag im Dezember – Josie Silver

Zwei Menschen

Zehn Entscheidungen

Eine unvergessliche Liebesgeschichte.

Wenn man im Wartezimmer eines Arztes sitzt und neben Werbematerialien nur „GEO Reisen“ vorhanden sind, ist man dankbar, wenn man eine Leseprobe in der Tasche findet. Wenn man dann Zeit und Raum vergisst und nach der Leseprobe (und dem Arzttermin) sofort in die nächste Buchhandlung eilt, um zu erfahren, wie es weitergeht, dann hat das Buch einen gefesselt. So erging es mir zumindest.

Ein Tag im Dezember – Josie Silver

Hochgelobt empfohlen als Buch, welches vergleichbar mit „Ein ganzes halbes Jahr“ sein sollte, waren die Erwartungen doch eher verhalten. „Ein Tag im Dezember“ beginnt jedoch mit einer humorvollen Einleitung, die zum Weiterlesen animiert. Da sitzt Laurie in einem Bus, kurz vor Weihnachten, und hofft, sich bei den niesenden Leuten drumherum nicht noch anzustecken. Bei einem Halt an einer Bushaltestelle sieht sie draußen einen Mann stehen – und verliebt sich. Beide blicken sich lange in die Augen, doch noch während Laurie überlegt, den Bus schnellstmöglich zu verlassen, um dann… ja, was eigentlich? Sich vorzustellen? Wobei, wie mag er das Ganze auffassen? Und auch ihm scheinen einige Gedanken durch den Kopf zu gehen. Doch noch bevor einer der Beiden eine Entscheidung treffen kann, fährt der Bus bereits weiter und für Laurie beginnt die lange Suche nach diesem Bus-Boy, wie sie und ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Sarah ihn mittlerweile genannt haben.

Ein Jahr später, auf der obligatorischen Weihnachtsparty der Beiden trifft sie allerdings ihren Traummann wieder – es ist Sarahs neuer Freund Jack. Sarah hat in den Erzählungen von Laurie nicht Jack als Bus-Boy erkannt und auch Jack hatte keine Ahnung, dass sich hinter Sarahs bester Freundin die Traumfrau aus dem Bus verbirgt.

Nun könnte die Handlung natürlich schon dem Ende zugehen, denn dem Leser ist klar, irgendwie muss es hier zu einem Happy-End kommen. Und das schon nach knapp 50 von immerhin 477 Seiten. Doch, weit gefehlt! Josie Silver schafft es, einen Spannungsbogen voller Emotionen über Liebe, Freundschaft und Vertrauen zu halten, dass man am Schluss wirklich zufrieden ist, auch, wenn man das Ende so nicht erahnen konnte.

Eine liebevolle und fesselnde Schreibweise, gewürzt mit Humor, ein bisschen Erotik, gefüllt mit Träumen und dem „was wäre wenn“ lässt den Leser in die Geschichte eintauchen. Das Buch hält, was die Leseprobe verspricht.

Die deutsche Erstausgabe ist im Heyne Verlag erschienen und kostet als Taschenbuch 9,99 Euro. Es umfasst 477 Seiten.

Die Autorin Josie Silver selbst ist eine hoffnungslose Romantikerin. Ihre eigene Liebesgeschichte muss sie inspiriert haben zu diesem wundervollen Buch.

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