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Buchtipp: Die Geschichte der Bienen
Buchtipp der Woche

Buchtipp: Die Geschichte der Bienen

Unter den Büchern auf den derzeitigen Bestsellerlisten fällt eins besonders auf: „Die Geschichte der Bienen“. Ein eher schlichtes Cover, auf dem sich eine einzelne Biene befindet.

Rein optisch erweckt es den Eindruck eines Sachbuchs, tatsächlich ist es jedoch Belletristik. Ein Buch, welches in drei einzelnen Geschichten über das Leben der Bienen berichtet.
Es werden 3 Handlungen in verschiedenen Zeitebenen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) abwechselnd erzählt, die am Ende zusammen führen. Die Stimmung ist vorwiegend düster. Das Thema allerdings aktuell: Das Bienensterben führt eines Tages nicht nur dazu, dass es keinen Naturhonig mehr gibt, sondern durch das fehlende Bestäuben der Pflanzen stirbt die Natur aus. Immer wieder liest und hört man davon, dass es immer weniger dieser fleißigen kleinen Nutztiere gibt. Über die Auswirkungen jedoch wird sich viel zu wenig Gedanken gemacht.

Der Satz: „Erst stirbt die Biene, dann stirbt der Mensch“ ist keinesfalls eine übertriebene Aussage, sondern leider die Realität.

Dieses Buch in den Bestsellerlisten zu finden, hat trotzdem etwas überrascht. Es ist eben nicht so einfach zu lesen, wie fast alle Bücher, die sich einer schwierigen Aufgabenstellung annehmen. Bienensterben ist kein Mainstreamthema, nichts, was man auch nur Ansatzweise mit Humor oder Spannung darstellen kann, ohne die Auswirkungen zu verharmlosen.

Das sollte man bedenken, wenn man schon etwas Zeit und Geduld benötigt, um in die Geschichte hineinzufinden. Einfach zu lesen ist es nicht, weil eben doch eine Spur Sachbuch im Hintergrund mitläuft. Das düstere Ende prophezeit die Zukunft der Menschheit, wenn Kommerz und der Gedanke, alles irgendwie durch Technik, Maschinen und künstlich ersetzen zu können, über Natur und Menschsein gesetzt werden. Wenn man feststellen muss, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, welches sich selbst zerstört. Durch ach so kluges Denken seine eigene Natur verleugnet, den Instinkt ignoriert und tatsächlich von sich glaubt, dass er durch die Möglichkeit des Denkens, über die Natur und alle anderen Lebeweisen herrschen kann.

Ohne das Buch besser zu bewerten, als es letztendlich ist, muss es noch viel mehr Literatur zu diesem Thema geben, denn der ernste Hintergund verdient die volle Aufmerksamkeit.

Hier nun etwas zur Autorin:

Unser heutiger Buchtipp ist „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde. Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. „Die Geschichte der Bienen“ ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Zur Handlung:

Die Geschichte der Bienen: England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom ihn eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: Das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

ISBN: 978-3442756841

Preis: 20, 00€ (Gebundenes Buch)

Seiten: 528

Außerdem erschienen: Die Geschichte des Wassers

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann.

Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: Dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.

ISBN: 978-3442757749

Preis: 20,00 €

Seiten: 480

Zur Autorin:

Schützt die Bienen
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