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Buchtipp: Das Märchenbackbuch – Christin Geweke
Buchtipp der Woche

Buchtipp: Das Märchenbackbuch – Christin Geweke

Zauberhafte Backrezepte laden zu einer kulinarischen Märchenreise ein, die uns auf Knusperpfaden in verschneite Puderzuckerwelten entführt. Das Buch präsentiert, neben ausgewählten Rezepten, fünf Märchen der Gebrüder Grimm, die das Warten auf die erste Kostprobe verkürzen, wenn der köstliche Duft der Bratapfel-Tarte-Tartin schon das Haus erfüllt. Marmorierter Käsekuchen mit rosenroter Fruchtsoße und goldene Macadamia-Cupcakes lassen uns von magischen Märchenwäldern träumen und hätten garantiert sogar der Prinzessin auf der Erbse bestens geschmeckt.

Das Märchenbackbuch von Christin Geweke

Die kulinarischen Köstlichkeiten sind optisch schön in Szene gesetzt von der Fotografin Yelda Yilmaz. Und allein der glitzerne dunkelblaue Einband verrät, dass es hier um weitaus mehr, als nur ums Backen geht.

Im Märchenbackbuch finden sich die folgenden Kapitel: Schneeweißchen und Rosenrot (klassisch schön), Hänsel und Gretel (Knuspriges aus dem Ofen), Frau Holle (Puderzucker und Schokolade), Sterntaler (himmlisches Gebäck) und die Prinzessin auf der Erbse (fein und zart). Dazu gibt es stets die Geschichte, um sich richtig schön auf das Backen einzustimmen oder sich selbige von den zukünftigen Vorkostern vorlesen zu lassen. Die Autorin gibt zuvor einen Hinweis auf die Zutaten und dann folgt erst einmal die Geschichte, bevor es ans Backen geht. Gerade schön in der Vorweihnachtszeit, wo man doch gern mal zur Rührschüssel und Puderzucker greift und viel Zeit in der warmen Küche verbringt. Und wenn dann noch so leckere Kreationen wie Spekulatiustörtchen oder die Pfirsich-Rosen-Creme dabei herauskommen, dann werden Sie sich selbst fühlen, wie in einem Märchen.

Die Autorin Christin Geweke hat noch weitere schöne Backbücher veröffentlicht, u. a. „I love Berries“ und „I love Cheesecake“. Sie selbst sagt über dieses Märchenbackbuch:

„Ich wollte Rezepte schreiben, die genau wie die im Buch vorgestellten Märchen Kindheitserinnerungen wecken. Das Allerschönste wäre jedoch, wenn diese Rezepte imstande wären, selbst Erinnerungen zu schaffen. Das wünsche ich mir im Allgemeinen für alle Leser und im Besonderen für meine Kinder, die in den letzten Wochen und Monaten das Geschehen in unserer Küche genau beobachtet haben – mit staunendem Blick und teigverschmierten Mündern“

Und damit Sie nicht nur einen Buchtipp haben, sondern schon einmal ein Probehäppchen genießen können, hier ein Rezept aus dem Buch für Sie:

Kleine Apfel-Zimt-Schnecken

Apfel Zimt Schnecken, die schon Schneeweißchen und Rosenrot gemundet haben

Für 12 Schnecken

Rezept aus dem Kapitel „Schneeweißchen & Rosenrot„:

Zutaten:

Für den Teig:

  • 20 g Butter
  • 225 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 35 g feiner Zucker
  • 10 g frische Hefe
  • 80 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 1–2 kleine Äpfel (z. B. Braeburn oder Boskop)
  • 2 EL gehackte Haselnusskerne
  • 1 EL Zitronensaft
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 30 g Butter + 1 EL extra
  • 1 geh. EL Honig
  • 35 g feiner Zucker
  • 2 TL gemahlener Zimt

Für die Glasur:

  • 85 g Puderzucker
  • ca. 3 EL Apfelsaft

Außerdem:

  • Mehl für die Arbeitsfläche und das Blech
  • Butter für das Blech
  • Milch zum Bepinseln

Zubereitung:

Für den Teig die Butter zerlassen. Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel vermengen. Die Hefe zerbröseln und in der lauwarmen Milch auflösen. Dann die Hefemilch mit der abgekühlten geschmolzenen Butter und dem Ei zur Mehlmischung geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen für die Füllung die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und sehr fein würfeln. Mit Nüssen, Zitronensaft und Vanillemark vermengen. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Apfelmischung darin ca. 8 Minuten dünsten, den Honig einrühren und alles weitere 2 Minuten leicht karamellisieren lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen. In einem Schälchen Zucker und Zimt mischen. 30 g Butter zerlassen.

Ein Muffinblech sorgfältig buttern und mit Mehl ausstäuben (alternativ mit Papierförmchen auslegen, dann lassen sich die Schnecken leichter aus dem Blech heben). Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 20 x 36 cm großen und ca. 3 mm dünnen Rechteck ausrollen und großzügig mit der zerlassenen Butter bestreichen, dabei auch die Ränder bepinseln. Den Zimtzucker gleichmäßig auf die Butter streuen, dabei am oberen langen Ende einen Rand aussparen. Die Apfelmischung darauf verteilen und leicht andrücken. Den Teig von der unteren Längsseite her vorsichtig eng aufrollen und in 12 gleich große Scheiben schneiden. Die Scheiben in die Mulden des Muffinblechs legen, alles mit Frischhaltefolie abdecken und erneut 15 Minuten gehen
lassen.

Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Die Zimtschnecken mit etwas Milch bepinseln und in ca. 15 Minuten goldbraun backen. Anschließend lauwarm abkühlen lassen und behutsam aus dem Blech lösen. Dazu mit einem dünnen, spitzen Messer am Rand entlangfahren und die Schnecken vorsichtig herausheben. Für die Glasur Puderzucker und Apfelsaft verrühren und die Zimtschnecken damit nach Belieben verzieren. Guten Appetit!

Weitere Koch- und Backbücher finden Sie auch auf den Seiten des Hölker Verlags.

 

Das Märchenbackbuch erschienen im Hölker Verlag, 208 Seiten, 30,00 € erhältlich überall, wo es gute Bücher gibt.

 

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