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Buchtipp: „1793“ von Niklas Natt och Dag
Buchtipp der Woche

Buchtipp: „1793“ von Niklas Natt och Dag

Schwarz, rot und gold – Das sind die Farben, die bei uns heute im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es keineswegs um die deutsche Flagge, sondern um Stockholm im Jahre 1793. Die Leselustigen unter Ihnen werden nun vielleicht wissen worauf wir hinauswollen: Unser heutiger Buchtipp ist „1793“ von Niklas Natt och Dag.

Über den Autor:

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Niklas Natt och Dag (schwedisch für Nacht und Tag) geboren 1979, arbeitet als freier Journalist in Stockholm. Er entstammt der ältesten Adelsfamilie Schwedens.

Das aus Östergötland stammende Rittergeschlecht ist für das Jahr 1280 erstmals urkundlich belegt. Der Sage nach hat es aber noch weiter bis um 1030 zurückreichende Wurzeln. Der Nachname Natt och Dag diente zunächst nur zur Kennzeichnung des Geschlechts als Familienverband. Der Name selbst wird auf das Wappen der Familie zurückgeführt, auf das taghelle, goldene Feld über dem unteren in Nachtblau. In der Zeit der Reichsverweserschaften von Svante Sture und seinem Sohn wurde das Wappen der Familie Natt och Dag auf die schwedischen Münzen geprägt.

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Nicht zuletzt deshalb hat er eine besondere Verbindung zur schwedischen Geschichte. Wenn er nicht schreibt oder liest, spielt er Gitarre, Mandoline, Geige oder die japanische Bambuslängsflöte Shakuhachi.

Zum Klappentext:

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Stockholm im Jahr 1793: Ein verstümmeltes Bündel treibt in der schlammigen Stadtkloake. Es sind die Überreste eines Menschen, fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Ruf nach Gerechtigkeit spornt zwei Ermittler an, diesen grausamen Fund aufzuklären: Den Juristen Cecil Winge, genialer als Sherlock Holmes und bei der Stockholmer Polizei für »besondere Verbrechen« zuständig, und Jean Michael Cardell, einen traumatisierten Veteranen mit einem Holzarm. Schon bald finden sie heraus, dass das Opfer mit chirurgischer Präzision gefoltert wurde, doch das ist nur einer von vielen Abgründen, die auf sie warten …

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Wie jeder Mensch, der mit dem 18. Jahrhundert in Kontakt kommt, ist auch Niklas Natt och Dag fasziniert von der Epoche der Aufklärung, die die gesamte Gesellschaft veränderte, eine Zeit zwischen der mittelalterlichen konservativen und der neuen revolutionären Welt, die später zur heutigen Demokratie wurde.

In seinem neuen Buch spiegelt sein Protagonist Cecil Winge den Geist dieser Zeit wieder, indem er von seinem Willen, Gerechtigkeit walten zu lassen, geleitet wird. Doch auch er muss im Zuge der Handlung erkennen, dass man nicht jedes Problem allein mit der Kraft des eigenen Verstandes lösen kann.

Am meisten Freude bereitete Niklas Natt och Dag die Recherchearbeit, während die größte Herausforderung für ihn beim Schreiben war, erst einmal mit dem Schreiben anzufangen. Schon als kleiner Junge träumte er davon, selber Geschichten zu verfassen und ließ die Charaktere und Welten aus den Büchern, die er damals gelesen hat, in seinen Gedanken lebendig werden.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Buch absolut lesenswert ist. Der flüssige Schreibstil und die authentischen Details, die wohl auf die gründliche Recherche des Autors zurückzuführen sind, sorgen dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man einmal damit angefangen hat, es zu lesen. Der Roman ist aber nichts für schwache Nerven, denn die Geschehnisse, wie Folterungen und dergleichen mehr werden mit historischer Präzision genauestens dargestellt.

Preis: 16,99 €

Seiten: 496

ISBN: 978-3492061315

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