Baumkontrolle als Aufgabe des städtischenBaubetriebshofs

Baumkontrolleur Uwe Achter richtet sein Augenmerk auf schädliche Baumpilze

Die Trockenheit und Hitze der vergangenen Jahre hat die Bäume stark geschwächt. Dazu kommt, dass Baumpilze bevorzugt geschwächte Bäume befallen. Sie bauen Holzbestandteile der Bäume ab, wenn sie Nährstoffe aus dem Holz beziehen und schwächen dabei die Bäume weiter.



Uwe Achter vom Baubetriebshof der Stadt Stadthagen ist als Baumkontrolleur im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht für die Beobachtung der Entwicklung von ca. 10.000 Bäumen der Stadt zuständig. Grundlage für Achters Tätigkeit ist eine gerichtlich anerkannte Baumkontrollrichtlinie, die unter anderem vorschreibt, dass die Baumkontrolle für jeden Baum einmal jährlich durchzuführen ist. Im belaubten Zustand wird der Zustand des Blattwerks betrachtet.

Im unbelaubten Zustand begutachtet Achter den Zustand der Krone. Seine Aufmerksamkeit richtet er während der Untersuchung unter anderem auf Wuchsanomalien, Totholz, Laub, Vitalität, Verletzungen, Veränderungen im Baumumfeld, Schädlingsbefall und Baumpilzarten, die einen Baum jeweils unterschiedlich stark schädigen können.

„Ein Baumpilz besteht aus dem von außen sichtbaren Fruchtkörper und einem Pilzkörper (Mycel), der sich durch das Holz arbeitet und dieses abbaut“

Uwe Achter

Seit gut 10 Jahren bemerkt Achter verstärkt Pilze an den hiesigen Bäumen, die vorher nur in südlicheren Gebieten Deutschlands bzw. Europas vorkamen. Ist der Baum vom Pilz befallen oder ergeben sich aus der Sichtkontrolle sonstige Zweifel an der Standsicherheit des Baumes, kommen weitergehende technische Methoden zur Untersuchung des Baumes zum Einsatz.

Achter erläutert unter anderem die Schalltomographie, bei der unter Zugrundelegung der Laufzeitmessung von Schallwellen durch den Stamm der Innenaufbau des Baumes zerstörungsfrei rekonstruiert werden kann. Das Fällen der Bäume bleibt die letzte Möglichkeit.

*Stadt Stadthagen, November 2020