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Alexander von Reden – Traumjob Filmproduzent
Dr. Alexander von Reden - Foto: Sabine Christel

Alexander von Reden – Traumjob Filmproduzent

Sie haben einen Traum? Für viele Menschen bleibt es leider beim Träumen. Und dann gibt es Leute, wie Dr. Alexander von Reden. Er hat sich seinen Jugendtraum erfüllt und ist seit 2015 Filmproduzent. Sein Erstlingswerk hat im Oktober diesen Jahres Filmstart. Der Name – und der Mann dahinter – machen neugierig. Wir treffen uns zum Interview. Wo? Natürlich im Café im Schloss.

Dr. Alexander von Reden im Gespräch – Foto: Scarlett Magazin

Alexander von Reden, geboren am 01. Juni 1970 in Marburg und aufgewachsen in Bad Oeynhausen, studierte Jura in Münster, ist zugelassener Rechtsanwalt und pendelt derzeit zwischen München und Berlin. Sein Traumberuf war jedoch immer Filmproduzent. Seit drei Jahren ist er neben seiner juristischen Tätigkeit auch als Filmproduzent beschäftigt und verfügt mittlerweile über ein sehr gutes branchenrelevantes Netzwerk. Wie kam es dazu?

Er ist Filmfan, ein richtiger „Cineast“ und als ihn vor fünf Jahren sein Freund Guido Broscheit anrief und von einem Filmprojekt berichtete, welches er als Schauspieler mitproduzieren wollte, sagte er spontan: „Den Regisseur würde ich gern kennenlernen“. Das Gespräch mit Erkan Acar dauerte fast fünf Stunden. Danach war von Reden klar: „Ich produziere mit!“

Dr. Alexander von Reden (v.r.), Erkan Acar und Guido Broscheit – Foto: Mavie Films

Natürlich wäre der „normale“ Weg zum Film die Filmhochschule oder ein entsprechendes Studium gewesen, aber Alexander von Reden machte es anders: Learning on the job. Ein Sprung ins kalte – unbekannte – Wasser und sich auf das Abenteuer Produktion einlassen. Seine Liebe zum Film, die Begeisterung und die Freude waren Motivation genug, um sich in das Filmgeschäft zu wagen.

Aber er gibt unumwunden zu: „Ich könnte ein Buch darüber schreiben über die Fehler, die wir gemacht haben. Auch eine Art, in den Job hineinzukommen“. Vom Drehabbruch über Budgetneuplanung bis hin zum Umschreiben des Drehbuchs war alles dabei. Der Weg war sehr steinig und nur mit viel harter Arbeit und positiver Energie wurde das Ziel – der fertige Film – erreicht. Positive Energie – das ist Alexander. Alles an ihm strahlt Energie aus. Ein „geht nicht“ gibt es nicht in seinem Vokabular. Wer seine Träume verwirklichen will, muss erst einmal an sich selbst glauben und darf sich nicht von seinem Weg abbringen lassen.

Filmfamilie

Künstler – Nicht nur die Schauspieler, sondern auch das Team hinter der Kamera besteht aus Künstlern. Ein eigenes Völkchen, dass für einen Film zu einer Familie zusammenwächst. Man arbeitet eng zusammen für die Dauer des Drehs. Wer so intensiv über 10 Stunden pro Tag zusammensitzt, der hat schon das Gefühl, Teil einer Familie zu sein. Da bleibt wenig Zeit für etwas anderes nebenbei. Und danach – geht jeder wieder seinen Weg. Für Außenstehende nur schwer vorstellbar, aber es ist tatsächlich so.

Zu manchen Schauspielern oder auch zum Drehteam hat man hinterher noch sporadisch Kontakt, aber enge Freundschaften sind eher selten. Wie auch? Kaum jemand arbeitet mehrfach zusammen. Nach dem Dreh kommen neue Projekte und die fordern wieder alles an Zeit und Engagement und es bildet sich wieder eine neue „Filmfamilie“.

Wie alles begann…

Nach dem Gepräch mit dem Regisseur ging es natürlich weiter. Gute Kontakte sind im Filmgeschäft sehr wichtig. So zählen auch die Auftritte auf dem roten Teppich und der Besuch von Filmveranstaltungen zum Job eines Künstlers. Hier macht man Kontakte, erfährt neues über Projekte, lernt neue Produzenten, Regisseure und Filmschaffende kennen. Wie ein Betriebsfest – nur eben für Filmleute.

Dr. Alexander von Reden – Foto: Sabine Christel

Bei diesem Projekt stand das Drehbuch bereits fest und man hatte Ideen für die Besetzung der Rollen. Das erfolgt entweder über ein entsprechendes Casting, wo Agenturen angefragt werden und ihre unter Vertrag stehenden Künstler zum Gepräch oder zur Probe hinschicken oder man hat gleich eine Wunschfigur im Kopf und fragt direkt bei der Agentur an. Manchmal hat man jedoch für das Drehbuch nur eine Vorlage oder eine Idee und muss das Skript erst noch schreiben oder schreiben lassen von entsprechenden Drehbuchautoren. Zum Beispiel bei der Verfilmung eines Buches schreibt dann ein Autor das Buch für den Film um.

Manchmal muss das Drehbuch neu oder anders geschrieben werden. Manches ändert sich auch während des Drehs, wenn man eine Szene doch unterschiedlicher möchte oder etwas nicht so umzusetzen ist, wie man sich das vorstellt.

Zum Film gehören noch viel mehr Mitarbeiter hinter der Kamera: Von der Technik über Garderobe, Make-up und Catering bis hin zum Regieassistenten und natürlich dem Produzenten.

Während der Regisseur für den künstlerischen Teil verantwortlich ist, zeichnet sich der Produzent neben dem Finanziellen für das gesamte Projektmanagement zuständig.

So ein Film kostet einiges, jeder Drehtag hat ein Budget. Von daher kann man sich keinen Leerlauf leisten. Man rechnet pro Drehtag mit drei Minuten fertigem Film. Bei einem 90 Minuten Film sind das also 30 Drehtage.

Eigentlich.

Denn man muss mit dem Risiko leben, dass doch Änderungen auftreten: Ein Darsteller fällt aus, das Wetter spielt nicht mit, mitspielende Kinder haben dazu eigene sehr strenge Drehzeiten, … Dann die Frage: Passt alles in die Planung, klappt der gewünschte Dreh an einem Tag, alles das findet zusätzlich eine Berücksichtigung.

Gedreht wird nach Örtlichkeiten, nicht chronologisch

Außerdem dreht man nicht nach Handlung, sondern nach Örtlichkeiten. Alle zu einem Drehort passenden Szenen werden hintereinander weggedreht. So kann es zum Beispiel sein, dass der Schauspieler zuerst die leidenschaftliche Liebesszene dreht und erst Tage oder Wochen später das schüchterne Kennenlernen. Und das, obwohl er zu Drehbeginn zumeist seine Filmpartnerin gar nicht kennt und sich dann aber sofort auf eine heiße Liebesszene einlassen muss. Für den Zuschauer dürfen diese Animositäten aber nicht sichtbar sein.

Deshalb sind es auch Schauspieler. Einmal durchs Bild zu laufen oder in einer der künstlichen Daily Dokus mitzumachen hat nichts mit Schauspielerei zu tun. Wahres Können zeigt sich oftmals auch erst dann, wenn ein Schauspieler auf der Theaterbühne steht. Richtig intonieren, lange Texte in einem Stück durchspielen können und dazu die Rolle so überzeugend darstellen, das erfordert schon einiges.

Ein Drehtag ist deshalb so lang (und manche sind ein bisschen „länglicher“…) weil man unter Berücksichtigung aller Risiken eben diese drei Minuten in den „Kasten“ bekommen muss, sonst „hängt“ man dem Drehplan hinterher.

Viele Szenen müssen mehrfach gedreht werden, um jede Einstellung aufzunehmen. Eine Aufnahme ist ein Take. Je nach zusätzlicher Wiederholung, etwa durch Texthänger oder ähnlichem, wird eine Szene durchaus im schlimmsten Fall mit 30 Takes gedreht, bis der Regisseur zufrieden ist.

So hat eine einzelne Szene, beispielsweise ein Dialog, unterschiedliche Kameraeinstellungen. Jeder Darsteller wird einmal beim Sprechen, einmal beim Zuhören in der Totalen (Großaufnahme) und gesamt gefilmt. Das sind allein drei unterschiedliche Einstellungen, die gedreht werden müssen. Dann folgen noch zusätzlich andere Kameraeinstellungen oder Wiederholungen, weil die Szene nicht so ist, wie sich der Regisseur das vorgestellt hat. Denn während des Drehs kann der Regisseur auf dem Bildschirm mitverfolgen, ob die Szene richtig drauf ist. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wird die Einstellung entsprechend geändert. Ändern darf sich derweil aber nichts am Drehort – weder der Hintergrund, noch die Darsteller, noch die Statisten drumherum. Zum Ende wird genau geguckt, wie der Anschluss ist, damit die Nachfolgeszene dazu passt. Man nennt es Anschlussfehler, wenn zum Beispiel der Darsteller eine neue Frisur hat oder im Hintergrund ein Accessoires fehlt.

Es gibt natürlich im Team entsprechende Assistenten, die das im Blick haben und auch darauf achten, dass nur im Bild ist, was auch zur Szene gehört.

Eigentlich….

Denn das Internet ist gefüllt mit Videos und Fotos zu Anschluss- und Filmfehlern. Wenn irgendwo ein vergessener Kaffeebecher (wie bei „Game of Thrones„) im Bild ist oder ein Mikrofongalgen (Gestell, an dem das Mikrofon befestigt ist) oder einmal das Glas leer dann im Anschluss plötzlich voll ist (wie bei „Pretty Woman„).

Beim Film von Alexander von Reden änderte sich beispielsweise die Schluss-Szene. Warum? Nun ja, das Budget war irgendwann ausgereizt und der ursprüngliche Schluss wäre zu zeitintensiv gewesen. So hat man die Szene kurzfristig umgeschrieben, trotzdem ist von Reden mit dem Ergebnis zufrieden: „Ein stimmiges Ende, das überraschen und gefallen wird“, ist er sich sicher.

Der Schnitt

Der eigentliche Film entsteht jedoch am Schneidetisch. Fünf bis sechs Schnitte hat ein Film im Durchschnitt. Da sitzen Schnitt und Regie zusammen und sehen sich alle Filmszenen an. Dann wird entschieden, welche Szenen kommen in den Film. Nach jedem Schnitt wird der Film – wie gewünscht – kürzer. 100 Minuten muss man ungefähr bei einer Komödie einhalten, Material für fünf Stunden war aber vorhanden.

Und der letzte Schnitt tut richtig weh, weil man dann sehr streng mit sich selbst sein muss und auch Szenen, die man sehr gut findet, herausnimmt, um den Film auf die gewünschte Länge zu kürzen. Da fallen dann unter Umständen witzige Dialoge oder schöne Bilder weg, die man als so besonders im Film gesehen hatte.

Durch den Schnitt erhält der Film jedoch die Handlung und auch die Dynamik. So wird der Zuschauer langsam in die Geschichte eingeführt und kann ihr (hoffentlich gut) folgen. Die Spannung zu halten, dass ist das Entscheidende.

Darsteller

Überwiegend über ein Casting findet man den perfekten Darsteller für die Rolle

Normal sucht der Regisseur mit seinen Assistenten die Schauspieler aus, der übliche Weg, ich erwähnte es, erfolgt über die Agentur und/oder über ein Casting. Da wird geschaut, ob der Darsteller auch mit der Rolle harmoniert, ob es so ist, wie sich das Team das vorgestellt hat. Bei diesem Film hatte man jedoch die Darsteller schon im Kopf und sie direkt angesprochen. Ausgewählt hat man Schauspieler, die in der Branche „im Gespräch sind“, dazu einige sehr prominente Damen und Herren, mit denen man den Film „garniert“ hat. Mit dabei sind zum Beispiel Jenny Elvers (überaus freundlich und diszipliniert – man denkt, sie ist so zickig, ist sie aber gar nicht. Soviel zum Thema Image…) oder auch Gedeon Burkhard („Kleine Haie“ und lange Zeit „Kommissar Rex“. Und sogar Hollywooderfahrung mit Tarantinos „Inglourious Bastards“). Außerdem spielt Starregisseur Fatih Akin mit, hat einen Cameo Auftritt. Er war von seiner Rolle, wie auch vom Film, mehr als angetan. Ähnlich erging es den übrigen Schauspielern. Sie waren nicht nur vom Drehbuch, sondern auch von der Idee und der Begeisterung des Teams überzeugt. Schließlich birgt jeder Film ein Risiko, man steht und fällt mit der nächsten Rolle.

Der Film: Ronny und Klaid – eine Gangsterkomödie

Eine irrwitzige Kömodie. Sie lebt von den beiden Hauptdarstellern, die ihre manchmal schon sehr überzogenen Dialoge mit soviel Charme und Herz sprechen, dass man von der Handlung gefangen ist:

Ronny und Klaid (v.r.) – Foto: Mavie Films

Ronny (FRANZ DINDA) und Klaid (SAHIN ERYILMAZ) – Klaid (eigentlich Khalid, aber Klaid findet er klingt coooooler) und Ronny haben in Berlin einen Späti, also einen kleinen Supermarkt mit langen Öffnungszeiten. Um seine neue Freundin zu beeindrucken, geht Khalid ins Spielcasino, und verliert. 80.000 Euro schuldet er dem Laden, hey, wie soll er an die Kohle kommen? Aber Kumpel Ronny hat eine Idee. Er findet im Internet einen Artikel, wonach jeder zehnte Deutsche Millionär ist. Wie cool ist das denn? Also, wenn das stimmt, dann muss doch auch unter den Kunden im Späti ein Millionär sein. Am besten sie kidnappen zehn Leute, dann haben sie mit Sicherheit mindestens einen Millionär darunter. Gesagt, getan. Wer dann alles bei ihnen landet und ob die Rechnung aufgeht, sei nicht verraten. Dazu ist Klaid ein Meister im Verdrehen von Redewendungen und Zitaten, so dass man am Ende selbst nicht mehr weiß, wie heisst es denn eigentlich richtig?

Was macht diesen Film nun so besonders? Als ich über den Film gelesen habe, stieß ich auf Begriffe wie „Nonsens und Quatsch“. Aber damit macht man es sich zu einfach. Der Film hat schon Texte, die hart an der Grenze zum Klamauk liegen – KÖNNTEN. Tun sie aber nicht. Ronny und Klaid sind so herzlich in ihrer Art zu denken und zu argumentieren. Sie wollen niemandem etwas Böses, sie wollen einfach nur ihr eigenes Leben retten. Und sie selbst sind von ihrer Idee so begeistert und vollkommen überzeugt, dass es funktionieren WIRD, dass es gar keinen Plan B gibt. Sie haben alle Gedanken ausgeschlossen, dass etwas an ihrer Idee nicht stimmen könnte.

Und als Zuschauer ist man von diesem positiven Denken, dieser vollkommenen Überzeugung so berührt, dass man den Beiden wünscht, dass sie es schaffen und wirklich mitfiebert und mit ihnen hofft. Eine gewisse Naivität, der Glaube daran, dass es einen Sinn ergibt, wenn man eine gute Idee hat, macht beide Charaktere so liebenswert. Hier wird nicht blindlings drauflos geballert oder dümmlich gelacht, sondern sie folgen ihren eigenen (aus ihrer Sicht total genialen und klugen) Gedanken und sind selbst verwundert, was alles so passieren kann. Zwei Underdogs, die sich auf den Weg machen, als Gangster irgendwie das verlorene Geld zu beschaffen. Das Kinopublikum liebt Underdogs: Denken wir doch an Rocky oder auch an den ewigen Loser, der am Ende gewinnt, weil er immer auf sein Herz hört, auch, wenn der Verstand etwas hinterher hinkt. Sie wirken bei allem Spaß stets authentisch. Das macht ihren Charme aus.

Und das unterscheidet den Film von einigen sehr „platten“ Klamaukfilmen, die mit schlichten Sprüchen den Zuschauer eher veralbern, denn unterhalten wollten. Nichts ist schwieriger, als leichte Unterhaltung. Und witzige Dialoge so gut zu transportieren, dass man als Zuschauer lacht und nicht sich genervt wegdreht, ist eine Kunst.

In diesem Fall sind die Rollen so gut und stimmig besetzt, ist die Handlung humorvoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, dass man sich gut unterhalten fühlt.

Deshalb hat der Film es auch geschafft, beim Filmfest in München aufgenommen zu werden. Eine große Ehre, denn die Begeisterung war immens.

Sie dürfen sich also schon auf den 10. Oktober freuen, da ist deutschlandweit Filmstart!

Der Produzent und das Geld

Wie finanziert man einen Film? Alexander von Reden ist als Mitproduzent unter anderem verantwortlich für die Filmfinanzierung. Das bedeutet, man sucht Geldgeber, die an das Projekt glauben und es entprechend mit Beträgen unterstützen. Das funkioniert aber nur, wenn man den anderen auch überzeugen kann.

Die deutschen Filme haben in den letzten Jahren leider oftmals nicht den Kinoerfolg wie amerikanische Blockbuster beispielsweise. Diese Millionenproduktionen überschwemmen den Kinomarkt und sorgen für volle Kassen. Deutsche Filme sind da eher Außenseiter. Namen wie Till Schweiger oder Sebastian Schweighöfer locken noch eher dazu, ins Kino zu gehen.

Komödie ist zudem immer schwierig – wie schon erwähnt muss die Handlung so gut sein, dass es nicht albern wirkt. Gute Komödien kommen auch aus Frankreich, man erinnert an Louis des Funes, der mit schnellen Dialogen und Grimassen den Zuschauer bestens unterhalten hat. Komödie muss auch schnell sein und trotzdem darf die eigentliche Handlung nicht untergehen.

Große Filmverleihe haben ein anderes Werbebudget, können ihre Filme in viel mehr Kinos zeigen, als kleinere Produktionen. Und gute Werbung ist genauso wichtig, wie viele Kopien, die möglichst zeitgleich in den Kinos starten.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn man von Anfang an einen Verleih hat, der den Film unterstützt. Nachteil: Der Verleih hat ein großes Mitspracherecht, was Drehbuch und Darsteller betrifft. Das geht nicht immer Konform mit dem Regisseur oder Drehbuchautoren.

Alternativ gibt es die Filmförderung, die aber strenge Auflagen hat, die man erfüllen muss.

Gut ist es, wenn man freie Geldgeber hat, die den Film mitunterstützen und anschließend einen Verleih, der den Film rausbringt.

So wie bei Ronny und Klaid.

Durch den Erfolg beim Filmfest fand sich ein Verleih, so kommt der Film in die Kinos.

Behind the Scenes…

Wie war es, den Film das erste Mal vor Publikum zu sehen? Sofort kommt ein Strahlen in die Augen von Alexander. Natürlich hatte er den Film schon vorab gesehen, aber das erste Mal vor Publikum, dass war an Aufregung nicht zu überbieten. Man fiebert mit, hofft natürlich, dass die Zuschauer den Film verstehen, an den „richtigen“ Stellen lachen und den Film mögen, am besten so, wie man selbst. Deshalb sei er in den Minuten vor dem Senden gar nicht ansprechbar gewesen. Totales Blackout im Kopf und die Nervosität auf dem Siedepunkt. Hinterher eine große Erleichterung und ein wahres Glücksgefühl.

Jurist und Filmproduzent – Foto: Sabine Christel

Die Idee zum Film entstand übrigens fast (FAST!) nach einer wahren Geschichte oder sagen wir eher: Der Regisseur hatte selbst mal einen Späti, von daher war die Idee nicht von ungefähr.

Ist er noch beeindruckt von großen Namen im Filmgeschäft? Doch, durchaus. Aber, auf den Veranstaltungen geht es ja ums Geschäft. Man ist nicht vor Ort, um Selfies zu machen, sondern, um neue Projekte zu besprechen. Und man wird unglaubwürdig für Filmleute, wenn man sich als Fan ausgibt.

Auch als Begleitung von Jenny Elvers fungierte er und musste gleich miterleben, wie schnell man in eine Beziehung von der Yellow Press geschrieben wird. Das amüsiert ihn aber eher.

Jetzt ist er gespannt, wie der Film beim Publikum deutschlandweit ankommen wird.

Aber – nach dem Film ist vor dem Film. Wie geht es jetzt für Dr. Alexander von Reden weiter?

Nun, der nächste Drehstart begann bereits am 30.09.2019 und der ausgezeichnete Bjarne Mädel spielt mit. Gedreht wird in Ahlen/Westfalen und der Arbeitstitel lautet: „Faking Bullshit“.

Auch für von Reden bedeutet es weiterhin, sich auf Veranstaltungen zu zeigen und Kontakte zu pflegen. Über manche Künstler könnte er ein weiteres Buch schreiben, denn nicht jeder ist live und in Farbe so, wie man ihn sich vorstellt. Aber – da kommt wieder der Jurist durch: Keine Namen, keine Stories. Und für sich selbst hat er sich bewahrt, doch lieber so zu bleiben, wie er ist: Herzlich, charmant und „ein Mann, ein Wort“. Schnelllebig sei die Filmbranche zwar, aber es gibt immer wieder sehr nette Kontakte und die Liebe zum Film, die hat ihn „gepackt“, da bleibt er dran.

Mehr zum Film im Filmtipp ….

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