Advent, Advent, ein Lichtlein brennt….

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt….

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In Anlehnung an obiges Gedicht wünschen wir all unseren Lesern, Partnern und natürlich all denen, die uns wohlgesonnen sind, ein frohes und besinnliches Adventsfest.

Foto: Sabine Christel

Genießen Sie den Sonntag im Kreis Ihrer Lieben, lassen Sie sich nicht stressen von der Vorweihnachtszeit und etwaigen Geschenkelisten, tun Sie etwas für sich und lassen Sie den Nachmittag bei Kerzenschein und einem gemütlichen Kaffeetrinken ausklingen.

Entspannt und festlich den Adventssonntag genießen

Ursprünglich waren die vier Adventssonntage dazu gedacht, sich einzustimmen auf das Christfest. Heutzutage sind jedoch die Adventssamstage für die meisten von uns viel wichtiger geworden, denn mit verlängerten Ladenöffnungszeiten lockt man die Kundschaft in die Geschäfte, um die immer größer werdenden Geschenkewünsche, die teilweise schon Bestellscheinen gleichen, zu erfüllen.

Der Sinn des Weihnachtsfestes besteht bei zu vielen Menschen noch darin, Geschenke, wie zu einem Geburtstag in der Familie zu bescheren, dabei feiern wir doch den Geburtstag vom Jesuskind und sollen uns daran erinnern.

Geburt des Jesuskindes

Doch nicht nur die Supermärkte sind voll, sondern in den Spielwarengeschäften und Technikabteilungen beispielsweise zeigen überfüllte Einkaufswagen, das Weihnachten zu einem rein materiellen Verkaufsfest geworden ist. Natürlich gehen viele noch zur Kirche, um z.B. das Krippenspiel zu sehen und das Gefühl zu haben, „einmal im Jahr kann man sich ja den kirchlichen Segen holen“.

Weihnachten sind die Kirchen zumeist überfüllt

Auch die Werbung suggeriert uns: „Wenn Du jemanden gern hast, dann schenk doch ein Schmuckstück im vierstelligen Bereich oder verschenk doch eine Reise, und wenn schon einen Gutschein, dann lass Dich nicht lumpen.“ Und so hetzen wir Verbraucher in der Vorweihnachtszeit von Geschäft zu Geschäft oder werden zu wahren Massenbestellern im Internet.

Unterm Weihnachtsbaum finden sich dann, inmitten von Bergen von Papier und Schleifen, die teuren Mitbringsel. Und am Ende des Konsums bleibt die Frage: „Und was kommt jetzt?“ Das Spielzeug wird drei Tage gut bespielt, der Schmuck wird bewundert, die vielen Gutscheine vielleicht irgendwann eingelöst. Im Stillen rechnet man, ob das, was man ausgegeben hat, vielleicht auch als „Gegengeschenk“ wieder hinein gekommen ist.

Geschenke, Geschenke, Geschenke,…

Und es geht ja nicht nur darum, die Familie zu beschenken, sondern Kollegen, Nachbarn, Freunde,… man nennt es mittlerweile ganz harmlos Wichteln. Jedem muss man irgend etwas geben, das mühsam verdiente Geld fließt wie Wasser zwischen den Fingern dahin. Der Geist der Weihnacht sitzt im Portemonnaie und der Zauber der Weihnacht in all den Filialen von Douglas über Swarovski, Amazon, Zalando, findet sich in Marken wieder und landet am Ende doch unbeachtet in irgendeiner Ecke.

Und seien wir mal ehrlich, es geht doch schon mit den Adventskalendern los. Ein reiner schlichter mit Schokolade gefüllter Kalender, der letztendlich nur zeigen soll, so lange dauert es noch bis zum 24. Dezember, hat schon lange ausgedient. Hinter 24 Türchen verbergen sich heute Kosmetikartikel, Parfüm Proben, Accessoires, Chips Tüten, teure Teesorten und noch vieles mehr. Der durchschnittliche Adventskalender kostet um die 25 €.

Prall gefüllt mit Geschenken. Dabei geht es doch auch anders, wie wäre es z.B. mit 24 Nachrichten voll guter Wünsche, die man dem Beschenkten mit auf den Weg gibt oder für Kinder 24 Ideen für den Tag, wie Backen, gemeinsam Fernsehen, einen Ausflug oder irgend etwas, was allen Freude macht?

Und dann sprechen wir tatsächlich von Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klima, Armut, Arbeitslosigkeit, Sparen, Existenzängsten, Sorgen und mehr. Dabei kann man tatsächlich sogar etwas ganz anderes schenken.

Zeit.

Zeit für den anderen haben, sozusagen sich selbst „schenken“

Sich wirklich Zeit nehmen für den anderen, für gemeinsame Unternehmungen, für Gespräche, für ein Füreinander da sein und ein gegenseitiges Helfen und Unterstützen. Dinge, die man nicht in einer Parfümerie oder einem Juweliergeschäft kaufen kann. Was am Ende ja viel einfacher ist und unser Gewissen auch beruhigt.

Wir hätten sicherlich viel weniger negativen Stress, ein viel weniger belastetes Portemonnaie, viel weniger Gedanken, „wem muss ich auch noch was kaufen und einpacken und von A nach B transportieren?“

Aussuchen, kaufen, einpacken,…

War der Ursprungsgedanke des Weihnachtsfestes tatsächlich, dass wir in Anlehnung an die Geschenke für das Jesuskind in einen Konsumrausch verfallen? Kann man Aufmerksamkeit und Freundschaft nur noch materiell berechnen? Könnte die Vorweihnachtszeit nicht eher die Zeit der Besinnlichkeit sein, in der man zur Ruhe kommt, sich auf sich selbst besinnt, Zeit mit der Familie verbringen kann, für gemeinsame Unternehmungen, gemeinsames Backen beispielsweise, sich zusammensetzen rund um den Adventskranz und miteinander reden und sich zuhören. Sich darauf freuen, dass man an Weihnachten mit der Familie zusammen ist, dass man vielleicht Zeit hat für die Dinge, die sonst warten müssen.

Wie auch immer Ihr Tag heute verlaufen wird, vielleicht nehmen Sie sich einen Moment ganz für sich selbst.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten zweiten Advent.

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