Achtung – hier kommt jetzt Kultur!
Scarlett - Die Kolumne

Achtung – hier kommt jetzt Kultur!

Von der Angestaubtheit eines Begriffes und dem, was unser Leben so vielfältig und bunt macht

„Kultur? Das klingt so hausbacken“, so zumindest hat man sich uns gegenüber geäußert, als wir damals mit dem Scarlett Magazin angefangen haben. Da hieß es des Öfteren „Ach, Kultur, damit kann man doch kein Geld verdienen“. (Und gemeint war: „Das lockt doch keinen Hund hinterm Ofen hervor und Werbung machen wir da schon dreimal nicht“. Es gab auch den Tipp, doch Polizeiberichte einzufügen, wegen „das bringt mehr Leser“. Aber wir wollen nicht über betrunkene Autofahrer und Trickdiebstähle schreiben, diese Nachrichten haben doch letztlich den Zeitwert einer Eintagsfliege, und dass nur, wenn diese einen ziemlich schlechten Tag hat.

Uns ging es um Nachhaltigkeit und darum, zu unterhalten. Aber hey, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, also haben wir unsere Idee von Kultur einfach durchgezogen. Also, wenn Sie jetzt einen Polizeibericht erwarten, dann der Hinweis: „Passt nicht, gibts nicht, wollen wir nicht.“ Trotzdem war der Begriff KULTUR für einige so charmant wie „orthopädische Strümpfe“, „Nerd“ oder auch „Mottenkiste“.

Das haben sogar Werbepartner und Institutionen gesagt, und zwar Großunternehmer und Leute aus dem Marketing, bei denen man denkt, die sehen eigentlich aus, als ob sie mal ins Theater gehen und sie gehen doch auch mal ins Kino oder lesen ein Buch, gehen zur Kirmes und auf der Landpartie ist mir der eine oder andere auch schon über den Weg gelaufen… Und dann tun sie Kultur ab als etwas angestaubt Überholtes?

Aber von vorn: Kultur, was ist das eigentlich?

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Wir in Zeiten des Corona Virus – Die Sonntagskolumne
Scarlett - Die Kolumne

Wir in Zeiten des Corona Virus – Die Sonntagskolumne

Eine Pressemeldung zum verkaufsoffenen Sonntag. Normalerweise etwas, was bei den meisten Lesern großen Anklang findet. Derzeit jedoch spalten sich die Meinungen. Dass bezieht sich allerdings nicht nur auf die verkaufsoffenen Sonntage, sondern zeigt deutlich, was das Internet für viele bedeutet:

Die sozialen Netzwerke sind im Prinzip eine Möglichkeit, die eigene Meinung, durchaus auch anonymisiert, ungefiltert und oftmals ohne Nachzudenken der digitalen Welt mitzuteilen. Die Kommentare dazu zeigen dabei Charakterzüge von Mitmenschen wieder, bei denen man hofft, selbige weder im Freundeskreis noch in der Nachbarschaft zu haben.

Soziale Netzwerke
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Hasan Cobanli: Bosporus Boy – Venedig / Ulrich Tukur
Venedig

Hasan Cobanli: Bosporus Boy – Venedig / Ulrich Tukur

Stadt mit morbidem Charme, großer Vergangenheit und eher düsterer Zukunft. Inspirationsstätte für Künstler aller Jahrhunderte. Und ein deutscher Star mit manchmal abgründigem Charme, der zu ihr fand, dort lebt und davon zu erzählen weiß: Venedig / Tukur / seine Erzählung „Die Seerose im Speisesaal“. Von allen Dreien soll hier die Rede sein. Es wird auch vorgelesen aus der „Seerose*“, denn – warum es leugnen – treffender kann man nicht über Venedig spinnen…

Bestsellerautor Hasan Cobanli – Foto: privat
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Coronamüde? –  Wie ein Virus seinen Reiz verliert
Scarlett - Die Kolumne

Coronamüde? – Wie ein Virus seinen Reiz verliert

Die trügerische Ruhe vor dem Sturm, absolute Planlosigkeit oder wo stehen wir jetzt eigentlich?

Jeden Tag lesen wir in den Medien die aktuellen Infektionszahlen des Coronavirus. Wir haben das jetzt auch mal veröffentlicht, wenngleich wir davon nicht überzeugt sind. Sieht man sich die Zahlen an, muss man sich die Frage stellen: Worauf beziehen sich die Daten? Zahlen – im Vergleich zu was? Wenn wir im Landkreis an irgend einem Tag einen Toten zu beklagen haben, der an den Folgen des Virus verstorben ist – wie viele Menschen sind im Landkreis im selben Zeitraum verstorben und wenn, woran?

Wie viele starben an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, an Krebs und wenn ja, dann welche Krebsart? Eine „die ist sowieso kaum heilbar“ oder eine „das hätten wir jetzt aber nicht gedacht“? An einem Verkehrsunfall, Unfall, Ehestreit, Drogenmissbrauch, Blutvergiftung, nach einer Operation, einer schweren Erkrankung, etc…..Und bitte dann auch – ob mit Vorerkrankung, Risikopatient oder falscher Diagnose.

Wir sind betroffen und gleichzeitig seltsam fasziniert von den Zahlen. Dabei haben wir weder einen Vergleich zu anderen Todesfällen, noch hilft uns das weiter. Und vor allem, es macht sich langsam eine ansteigende“Coronamüdigkeit“ breit – man kann es nicht mehr hören oder lesen, wirkt abgestumpft und scheint sich gewöhnt zu haben. Dumm nur, dass das Virus noch da ist.

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Shoppingvergnügen – Wenn das Coronavirus den Einkauf bestimmt

Ab dem 20. April 2020 sind Änderungen der Einschränkungen in Kraft getreten. So durften Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 qm ihre Läden wieder öffnen. Aber auch da gibt es Ausnahmen oder Einschränkungen, ein Wirrwarr an Bestimmungen und für viele Kunden oftmals unverständlich. Outletcenter sind geschlossen, Malls auch, aber Einkaufzentren mit Shop-in-Shop Systemen dürfen öffnen. Möbelhäuser ja, große Ketten wie H & M oder C & A aber nein… Wir haben mal geschaut…

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Lernen trotz Virus? Corona vs Schulpflicht

Die Bundeskanzlerin hat es in ihrer Pressekonferenz am 15. April 2020 (bitte lesen Sie dazu HIER) schon gesagt – die Schulen sollen langsam wieder starten. Doch schon da gab es erste Unstimmigkeiten der Bundesländer. Eine einheitliche Regelung kann es so nicht geben, allein schon, weil die Ferienzeiten und Prüfungen unterschiedlich sind, so hieß es. Klar ist jedoch, dass die älteren Jahrgänge und diejenigen, die mit Prüfungen und dem Wechsel auf weiterführende Schulen zu tun haben, zuerst wieder die Schulbank drücken sollen.

Einen Plan dazu für das Land Niedersachsen lesen Sie HIER.

Doch, so einfach, wie das klingt, ist das ganze Konzept gar nicht umzusetzen. So wenig wie die Krankenhäuser und Arztpraxen auf die Corona Pandemie vorbereitet waren, so wenig sind in Deutschland die Schulen darauf vorbereitet: „Was tun, wenn eine Pandemie auftritt?“

Und über eines müssen wir uns alle im Klaren sein: Die ersten Änderungen der bisherigen Einschränkungen bedeuten keinesfalls, wir nähern uns dem Ende der Pandemie, sondern nur der Versuch, ein Mindestmaß an dem, was wichtig ist, gewährleisten zu können unter den derzeitigen Bedingungen und eine Verhinderung des wirtschaftlichen und schulischen Zusammenbruchs in Deutschland.

Ein Ende der Corona Pandemie ist jedoch erst erreicht, wenn man entweder einen Impfstoff gefunden hat, der flächendeckend wirkt und/oder ein Medikament, welches das Virus bekämpft. Da dies noch in weiter Ferne liegt, darf man die allgemeinen Lockerungen lediglich als kleine Pause verstehen. Ungeduld und die Frage: WANN dürfen wir alltägliches wieder tun, WANN ist es endlich vorbei – sind hier fehl am Platz.

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Scarlett Magazin wünscht frohe Ostertage

Wir wünschen all unseren Lesern und besonders denjenigen, die uns auch in diesen Zeiten ihre Freundschaft und Loyalität zeigen, ein frohes und gesegnetes Osterfest. Es ist gerade nicht einfach und…

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#Homeschooling in Zeiten des Coronavirus

Vom Plusquamperfekt und warum „*Mon Cheri“ dabei so wichtig sind

#Homeschooling und #Homeoffice. Obwohl es ähnlich klingt zwei Begriffe, die nicht wirklich kompatibel sind. Und doch gehören sie sicherlich zu DEN Worten des Jahres 2020. Neben Coronavirus. Denn – wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass dieses ursprünglich so weit entfernt grassierende Virus, ganz plötzlich unser aller Leben lahm legen würde? Obwohl es in Asien und danach auch in Italien bereits Todesopfer gefordert hatte, fanden in unseren Regionen doch noch fröhlich Veranstaltungen statt, fast so, als ob man noch alles schnell erledigen wollte, bevor dann die „Klappe zu“ ist. Praktisch wie bei einem selbst: Man bemerkt schon das erste Halskratzen als Vorbote einer Erkältung, will sich trotzdem die Party nicht entgehen lassen. Nach dem Motto: Vielleicht wirds ja doch nicht so schlimm.

Wie wir mittlerweile festgestellt haben, ein Irrglaube. Und tatsächlich fühlt es sich auch ziemlich irre an, wenn man jetzt durch leergefegte Innenstädte geht und große Teile der Bevölkerung mit Mundschutz und Einmalhandschuhen unterwegs sind. Das soziale Leben findet derzeit sehr unsozial homealone statt. Viele Arbeitnehmer sind im Homeoffice und auch die schulpflichtigen Kinder lernen jetzt brav am heimischen Küchentisch, anstatt in den Schulen. Denn…

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Die Sonntagskolumne mit Hasan Cobanli
Scarlett - Die Kolumne

Die Sonntagskolumne mit Hasan Cobanli

Bosporus Boy: Monaco

Hasan Cobanli – Bestseller-Autor

Ich war ziemlich oft in Monte Carlo, diesem ebenso sterilen wie ohne Zweifel auch faszinierend-verruchten Felsennest, der Heimat von Hôtel de Paris-Mythos und Sporting Club, Jimmy’z und Grand Casino, Rascasse-Kurve und Larvotto-Strand. Ich weiß nicht wirklich warum, aber 25 mal werden es inzwischen gewesen sein, dass ich diesen stolzen Stadtstaat Monaco besuchte. Zurück blieb jedes Mal ein Nachgeschmack von Faszination, Neugierde, Verwirrung, und einer gewissen Abneigung.

Dabei habe ich es mir eigentlich immer gut gehen lassen. Ein paarmal war ich Gast bei Josef, einem osteuropäischen Klaviervirtuosen mit dem seltenen Titel „Staatspianist“, Luxemburgischer Staatsbürger, Frauenfreund. Nach einem Unfall, bei dem ihm am rechten Ringfinger Nerven und Sehnen durchtrennt wurden, in ein Appartement an der Avenue Princesse Grace zurückzog (er hatte seine Finger gut versichert)

Ein paar Mal stieg ich im „Hermitage“ auch mal im „Loew’s“, (je nachdem, welcher Sender, welche Zeitung die Spesenrechnung bezahlte).

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