Umfragen zum Supervirus: Scarlett Magazin war für Sie unterwegs

Umfragen zum Supervirus: Scarlett Magazin war für Sie unterwegs

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Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen bezüglich des Coronavirus. Von diesem Supervirus hörte man Ende 2019, als in China verstärkt Lungenerkrankungen aufgetreten sind, die auf eben dieses Virus zurückzuführen sind. Mit dem Wissen von heute hätte man anders reagieren und sofort alle Grenzen abriegeln müssen, um zu verhindern, dass dieses Virus das Land verlässt. Welche Gefahren sich eröffnen hat man zu spät erkannt und viel zu spät bekannt gegeben.

Heute weiß man, ein großer Fehler. Deshalb lesen wir auch täglich in diversen Medien, was zum Beispiel die Bundesregierung in Deutschland für neue Auflagen an Geschäftsleute, Ämter und Behörden, an Künstler und Veranstalter, aber auch an jeden einzelnen Bürger stellt. Von der Schließung der Schulen und Kindertagesstätten über Geschäftsschließungen bis hin zu Beschränkungen im täglichen Leben. Hier einige Meinungen…

Giovanni di Noto – Foto: privat

„Die Infektionswelle mit dem neuen Corona-Virus ist nun auch in Schaumburg angekommen. Sicherlich habe auch ich mir in der Vergangenheit Gedanken darüber gemacht, wie unsere Zukunft wohl aussehen wird. Welche Veränderungen würden mir wohl noch begegnen und mit welchen Veränderungen würde ich wohl eher nichts mehr zu tun haben? Doch niemals hätte ich mit so einer Herausforderung gerechnet. Eine Herausforderung, welche in dieser Art und diesem Umfang ihres gleichen sucht.

Nach heutigen Erkenntnissen bleibt mir nur festzustellen, dass wir die Ausbreitung dieses Virus nicht aufhalten, sondern lediglich verzögern können. Viele Mitmenschen werden diesen Virus also bekommen. Bei Einigen wird es sich kaum bemerkbar machen, bei anderen mehr. Entscheidend für den Verlauf und den Ausgang wird sein, in welcher gesundheitlichen Konstellation die betroffene Person sich befindet und wie stabil ihr Immunsystem ist. Wir sollten also alle besonnen, ohne Panik und mit großer Rücksichtnahme mit der Situation umgehen. Die Empfehlungen unserer Bundes- und Landesregierung hierzu ändern sich fast stündlich.
Haltet Euch bitte also ständig informiert. Beteiligt Euch bitte nicht an irgendwelchen „FAKENEWS“ oder SPEKULATIONEN. Gebt nur Informationen weiter, die aus 100% bestätigter Quelle z.B. dem Robert-Koch-Institut oder dem Gesundheitsministerium stammen.

Seit heute gestern morgen 6.00 Uhr ist es Fakt, dass zur Bekämpfung der Corona-Epidemie das Land Niedersachsen nicht nur Kitas- und Schulen geschlossen, alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt, sondern sogar einen Großteil des Einzelhandels unterbunden hat. Auch alle Freizeit- und Kultureinrichtungen müssen schließen. Das betrifft natürlich auch viele Geschäfte in Bückeburg. Über welchen Zeitraum diese Maßnahmen bestehen bleiben, darüber mag sich noch keiner so richtig äußern. Viele Gedanken kursieren nun in den Köpfen der Betroffenen. Vor allem die Frage: Wie soll und wird es weitergehen?

Auch ich stelle mir natürlich diese Frage. Mein Betrieb ist von einer kompletten Schließung noch nicht betroffen. Die Augenoptik und Hörakustik sind systemrelevante Handwerksberufe des deutschen Gesundheitswesens und sollten daher zur Erhaltung der gesellschaftlichen Sicherheit eine Notfallversorgung anbieten. Dies ist aber weit entfernt von einem normalen Geschäftsbetrieb. Von daher haben wir nicht nur sämtliche vom Robert Koch Institut empfohlenen allgemeinen Vorkehrungen und Hygieneregeln umgesetzt, sondern sind zum Schutz unserer Kunden verpflichtet, die in der Augenoptik und Hörakustik zusätzlichen hohen Hygieneanforderungen nachweislich einzuhalten. An dieser Stelle kann ich nur an uns alle appellieren, nach Ideen und Möglichkeiten zu schauen, welche für eine blühende „Auferstehung“ in der Zeit nach CORONA sorgen. Klar könnten wir jetzt und heute viele Besorgungen im Internet erledigt. Doch bitte bedenkt, dass dies uns in der Zeit nach Corona vor zusätzliche wirtschaftliche Probleme stellen würde. Wir können der aktuellen großen Herausforderung nur gemeinsam und solidarisch begegnen. Wir müssen jetzt schon für die Zukunft planen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir hier in Bückeburg viel gemeinsam erreichen konnten. Jetzt sind wir um ein Größeres gefordert. In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen, dass wir die kommende Zeit möglichst unbeschadet und gesund überstehen, den Mut nicht verlieren sowie motiviert gemeinsam aus dieser Notlage hervorgehen!

Giovanni di Noto, Di Noto Optic, Bückeburg

Maik Beermann – Foto: privat

ZU CORONA
Ich bekomme derzeit häufiger die Frage, wie ich zur aktuellen Situation und zum Umgang mit dem Coronavirus stehe und deshalb beziehe ich hier einmal Position und mache dies auch als Appell an die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises und darüber hinaus:

Die Meinungen im Umgang mit dem Virus und der Lungenkrankheit, die er auslöst, reichen von „ist nur eine Grippe und es wird total übertrieben“ bis „wir tun deutlich zu wenig“. So viel Spaß es jedoch auch macht Scherze über ausverkauftes Toilettenpapier und Nudeln zu machen, so ernst ist dennoch die Lage. Der Coronavirus ist keine einfache Grippe. Er verbreitet sich schneller als eine normale Grippe und führt viel häufiger dazu, dass Menschen intensiv behandelt werden müssen und auch versterben. Im weltweiten Vergleich zeigt sich bisher, dass wir in Deutschland unterdurchschnittlich viele Tote zu verzeichnen haben, doch damit das auch so bleiben kann und Menschen die intensive Behandlung erfahren können, die sich bei einem schweren Krankheitsverlauf brauchen, muss die exponentielle Ausbreitung des Viruses schnell gestoppt werden. Nur durch eine langsamere Ausbreitung bleibt unser Gesundheitssystem arbeitsfähig und wir retten dadurch Leben. Es geht hier nicht nur um die Leben von Infizierten sondern allen, die intensive medizinische Betreuung auch aufgrund anderer (Vor)Erkrankungen oder Unfällen brauchen. In Italien wird als traurige Realität deutlich, was passiert, wenn das Gesundheitssystem überlastet wird. Nach bisherigem Kenntnisstand ist der Virus besonders für alte und bereits vorbelastete Menschen gefährlich – also unsere Eltern und Großeltern und Menschen mit verschiedenen Vorerkrankungen. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, dass hier niemand ignorant handelt und Anweisungen von Behörden missachtet, weil es ihm/ihr selbst gut geht. Menschen können symptomfrei krank sein und trotzdem ansteckend. Jede Person sollte in den kommenden Wochen und Monaten eine besondere, eigene Vorsicht walten lassen, was Hygiene, Etikette und Risikominimierung von Ansteckungen angeht und auch eine mögliche, angeordnete Haus-Quaratäne gewissenhaft einhalten. Panik ist hier aber Fehl am Platz. Wir brauchen Besonnenheit und Pragmatismus. Und bleiben Sie alle gesund.

Und dann gibt es Maik Beermann noch ganz persönlich:
„Liebe Freunde, die letzten Wochen, aber vor allem auch die letzten 48 Stunden haben deutlich gemacht: wir befinden uns aktuell in einer besonderen Situation und Herausforderung für uns alle – Panik und negative Gedanken machen uns aber zusätzlich krank. Wenn wir uns alle an die bereits kommunizierten Regeln halten und etwas mehr Rücksicht nehmen als sonst, kann jeder einzelne etwas dazu beitragen und schlimmeres verhindern. Der eine oder andere kann auch endlich mal zeigen, dass man in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen statt ewig nur zu meckern und kann somit dazu beitragen, dass weitere zentrale Maßnahmen nicht zwangsläufig eintreffen müssen.

Wir haben es selbst in unserer Hand, ob Solidarität und Gemeinschaftsgefühl die Oberhand gewinnt oder das „jeder für sich“ und somit der Egoismus. Diese herausfordernde Krise wird in die Geschichte eingehen und wir werden noch viele Jahre über diese besondere Situation reden. Ja, ich bin auch davon überzeugt, dass sie sogar auch unsere Welt verändern wird und das diese…unsere Welt danach eine andere sein wird. Lasst uns zeigen, dass auch wir Zusammenhalt in unserer Gesellschaft haben und leben können. In diesem Sinne: bleibt gesund und passt auf euch auf.“ #corona

Maik Beermann, MdB

Heino Röwer – Foto Sabine Christel

Mit „bleib gesund“ hat leider nicht geklappt. Bin schon 10 Tage mit Erkältung zu Hause. Kein Corona, sagt der Arzt. Natürlich haben auch die Schaumburg Rangers sich entschlossen, bereits am vergangenen Freitag, den Trainingsbetrieb auszusetzen. Erst einmal bis zum 31.03. So wird es aktuell auch vom American Football Verband Deutschland für den Jugendbetrieb gefordert und für die Senioren empfohlen.

Mittlerweile wurde der Sportbetrieb im VfL Bückeburg bis zum 19.04. komplett gestoppt. Football findet zwar an der frischen Luft statt, aber ist aus der Natur des Sportes sehr kontaktreich. Und andere Dinge sind zur Zeit nun mal wichtiger als die Ausübung des Hobbys. Welche Auswirkungen das auf den Spielbetrieb in diesem Jahr hat, ist noch nicht vorhersehbar.

Als Kompaniechef der 4. Kompanie hoffe ich, dass in diesen Zeiten die gelebte Nachbarschaft eine Hilfe ist. Auch wenn der Kontakt zu einander jetzt nicht an erster Stelle steht. Ich hoffe, jeder kennt seinen Nachbarn und weiß, wo er ggf. Hilfe anbieten muss. Natürlich mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen. Aktuelle Veranstaltungen sind noch nicht betroffen, da der erste Termin erst am 01.05. ist. Wie es dann ist, werden wir rechtzeitig entscheiden. Einen herzlichen Dank, gilt allen die helfen die Situation zu meistern. Dazu gehörst auch Du, mit der Berichterstattung und den Hinweisen mit dem Umgang des Virus. Wir sehn uns!

Heino Röwer, Coach Schaumburg Rangers, Kompaniechef 4. Kompanie des Bürgerbataillon Bückeburg

Volkan Baydar, Sänger, Orange Blue Foto: privat

„Ich bekomme die derzeitige Situation als Sänger und Musiker in Hamburg mit und zähle mich auch zu denen, die gerne arbeiten.
Als Komponist und Produzent ist natürlich viel Kreativität in meinem Studio möglich, doch auch bei mir sind sämtliche Jobs auswärts ausgefallen und ich habe mit finanziellen Einbußen zu kämpfen.
Aber alles hat eine Gegenseite und strebt nach Ausgleich!
So merke ich, dass diese zwangsläufigen Arbeitspausen vielen Menschen mit ihren „wichtigen“ Jobs und Karrieren durchaus gut tun. Es ist gar nicht so einfach, das „Fasten“ auf soziale Kontakte. Es wird bemerkt, wie wichtig Kommunikation ist, und wie wichtig Kunst und Kultur ist.
Selbst die Kinder werden wahrscheinlich irgendwann ihre Schulen vermissen.

Wir sollten auch die Menschen noch deutlicher sehen und zu schätzen lernen, die zur Zeit rund um die Uhr arbeiten: Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern und alle Anderen im Gesundheitswesen. Aber auch die, die in den Behörden organisatorisch tätig sind und 1000de von Fragen und Anfragen zu beantworten haben. Alle jene eben, die uns für verdammt wenig Geld den Hintern retten!

Wir sollten diese Chance nutzen, um uns in eine bessere Richtung zu entwickeln, als Augenöffner, als Update unseres Gerechtigkeitssinns. Auch Tieren gegenüber! Denn wer sich mehr mit der Entstehung von Krankheiten und Seuchen beschäftigt, der wird schnell darauf kommen, dass es eng damit zu tun hat wie wir unsere Mit-Lebewesen behandeln: Massentierhaltung, Zoos mit Tieren, Versuchslabore, das Quälen von Leben führt dazu, dass wir unserer Welt und somit uns selbst großen Schaden zufügen. Und wie gesagt: alles strebt nach Ausgleich.
Nehmen wir uns auch dafür etwas Zeit, es zu verstehen.

Volkan Baydar, Musiker, Sänger der Band „Orange Blue“

Wir wünschen Ihnen allen, dass Sie in dieser Zeit trotzdem höflich und freundlich miteinander umgehen. Dass Sie tolerant sind und tolerant bleiben. Dass Sie sich aber auch an Anweisungen halten, die vielleicht aus Ihrer Sicht nicht immer unbedingt einen Sinn ergeben, aber aus medizinischer Sicht sehr wichtig sind.

Bleiben Sie zu Hause. Bleiben Sie freundlich und bleiben Sie gesund.

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