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„Es war einmal in Shanghai…“ – Christian Sands, Erroll Garner und ein ganz besonderes Konzert

„Es war einmal in Shanghai…“ – Christian Sands, Erroll Garner und ein ganz besonderes Konzert

Wir haben ja längst das neue Konzert des Vereins „Jazz im Schloss e.V.“ vorgestellt. Falls Sie es noch nicht gelesen haben, haben Sie HIER die Gelegenheit. Aber manchmal gibt es zur Ankündigung eine Geschichte und in dieser folgenden spielen ein Prinz und eine Reise eine Rolle…

Jazz im Schloss – Foto: Sabine Christel

Heinrich Donatus Erbprinz zu Schaumburg-Lippe. Sie kennen den charmanten Herrn sicherlich von seinen öffentlichen Terminen in Bückeburg, wenn er oftmals an der Seite seines Vaters, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, auftritt. Und Sie hörten sicherlich schon vom neugegründeten Verein „Jazz im Schloss e.V.“, der sich dafür verantwortlich zeigt, dass seit Ende letzten Jahres der Jazz, und wir sprechen hier von großen Künstlern und excellenten Konzerten, den Weg in den Fürstenort gefunden hat. Große Namen liest man sonst in Ankündigungen von Orten wie Paris, New York, Wien, und wenn in Deutschland, dann doch eher Hamburg oder Berlin. Aber Bückeburg? Wobei, wenn Minden die neue Wagnerhochburg ist, dann kann Bückeburg doch das neue Mekka für Jazzbegeisterte sein?

Und so kamen Joerg und Dagmar Gregel auf die Idee, wie wäre es, wenn wir große Namen und exclusive Konzerte hierher bekommen können? Am besten natürlich „stilvoll serviert“ in einem besonderen Ambiente. So wurde die Idee Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe vorgeschlagen, welcher über sich selbst sagt: „Mit Jazz rennt man bei mir offene Türen ein“, denn er war sofort begeistert und stellte dafür sehr gern die Räumlichkeiten im Schloss zur Verfügung. Insgesamt sieben Jazzfans gehören zum Verein: Neben den Eheleuten Gregel und dem Fürsten noch der Erbprinz, dann Vanessa zu Sayn-Wittgenstein und Ehemann Pieter Mulier und die Lebensgefährtin des Fürsten, Mahkameh Navabi. Das Auftaktkonzert mit dem fabelhaften Max Mutzke sorgte schon für einen rasanten Kartenverkauf, denn nach zwei Tagen war kein Ticket mehr zu bekommen, obwohl man Stühle noch bis in die letzte Ecke gequetscht hatte.

Festsaal Schloss Bückeburg – Foto: Sabine Christel

Und es fehlt nicht an guten Ideen für weitere herausragende Konzerte, aber, so erzählten die Mitglieder in einer eigens zusammengerufenen Pressekonferenz, oftmals scheitert das Vorhaben an schwierigen oder sagen wir lieber anspruchsvollen Künstlern oder einem entsprechend anstrengenden Management, überzogenen Gagenforderungen oder einem Terminproblem. Außerdem möchte man natürlich wirklich hochklassigen Jazzgenuss bieten.

Und dann gibt es wieder diese Zufälle… Ich schulde Ihnen ja noch eine Geschichte. Der darin enthaltene Prinz ist Donatus zu Schaumburg-Lippe, der im fernen Asien, genauer Shanghai weilte und dort an der Uni studierte. Eines Abends beschloss er das Nachtleben zu erkunden und Kontakt zu Einheimischen aufzunehmen. Stattdessen lernte er einen interessanten Herrn kennen, der sich für Musik begeisterte. Genauer Jazz Musik. So ein Zufall, denn: „Mein Vater ist auch ein totaler Jazz Fan“, erzählte Donatus der neuen Bekanntschaft. Und so lud der junge Mann Donatus ein, ins neue Lincoln Center zu kommen. Was Donatus zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass dort die großen Konzerte namhafter Künstler stattfinden. Als er also an dem Abend mit seinen Studienfreunden los zog stellte er fest, dass seine neue Bekanntschaft, Christian Sands, ein überaus erfolgreicher und mit Grammys nominierter Jazz Pianist ist. Da kam ihm die Idee, wie wäre es, wenn ich Christian Sands zu uns nach Hause einlade? Die Überraschung für Mr. Sands muss groß gewesen sein, als die ersten Fotos vom „Wohnzimmer“, also dem Festsaal im Schloss, per Email an ihn gegangen sind.

Christian Sands portrait shoot photographed by Anna Webber at Roosevelt Hotel and Steinway & Sons, NY, NY

Und so ist es dieses Mal Donatus zu Schaumburg-Lippe zu verdanken, dass dieser Ausnahmekünstler seine Tour um ein zusätzliches Konzert erweitert hat. Und der Verein ein weiteres musikalisches Highlight anbieten kann. Einmalig, einzigartig und so besonders.

Die Tickets dazu erhalten Sie derzeit nur über den Kulturverein Bückeburg und Schloss Bückeburg.

Tickets

Ort: Schloss Bückeburg
Termin: 09.11.2019
Beginn: 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Preis: 25,00 € pro Person (freie Platzwahl)
Kartenverkauf: im Schloss Shop, beim Kulturverein Bückeburg, per Email unter veranstaltungen@schloss-bueckeburg.de und unter 05722/9558

Für die nächsten Konzerte ist allerdings geplant, einen Online Ticketservice einzurichten.

Da die Platzzahl wirklich begrenzt ist empfiehlt es sich, schnell zu sein.

Alexander zu Schaumburg-Lippe lässt aber zusätzlich noch mitteilen, warum dieses Konzert so besonders ist:

Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe über Christian Sands – Foto: Sabine Christel

Christian Sands ist seit kurzem kreativer Botschafter des Erroll Garner Jazz Project. Garner (1921–1977) gehört neben Art Tatum und Oscar Peterson zu den besten Pianisten-Virtuosen der Jazzgeschichte. Besonders bekannt ist seine Komposition „Misty“ und das 1955 veröffentlichte „Concert by the Sea“, das über eine Million Mal verkauft wurde. Das legendäre „Nightconcert“, ein Konzertmitschnitt des Erroll Garner Trios mit seinen langjährigen Begleitern Eddie Calhoun (Bass) und Kelly Martin (Schlagzeug), welches 1964 in Amsterdam aufgenommen wurde, ist nun von Christian Sands als Co-Produzent neu aufgenommen worden. Damit ist es ihm gestattet, diese Musik als Club-Konzert zu spielen.

Aber nicht nur Jazzfans werden hier angesprochen, auch Zuhörer, die weniger mit dem Genre zu tun haben, dürfen sich auf einen besonderen Abend freuen. Wer Sands einmal live hat spielen hören, wird verstehen, warum er ein „Crowd Pleaser“ ist und warum man einfach begeistert von ihm und seiner Art aufzutreten sein muss.

Jazz im Schloss – Foto: Sabine Christel

Und der Pressetermin schloss mit einem Kompliment des Fürsten an die Familie Gregel, ohne die diese Konzerte gar nicht möglich wären: Er bezeichnete sie als „die Seele des Konzerts“. Wohingegen Joerg Gregel bescheiden abwinkte und es änderte in: „Der Künstler ist die Seele, wir sind nur das Gerüst“.

Freuen Sie sich also auf ein Konzerthighligt in Bückeburg.

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