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Buchtipp: „Bird Box – Schließe deine Augen“ – Josh Malerman
Buchtipp der Woche

Buchtipp: „Bird Box – Schließe deine Augen“ – Josh Malerman


Unser heutiger Buchtipp ist „Bird Box – Schließe deine Augen“ (2014) von Josh Malerman. Die Verfilmung dazu von Susanne Bier, mit dem gleichnamigen Titel, ist am 21. Dezember 2018 auf Netflix erschienen mit Sandra Bullock in der Hauptrolle.

Buchtipp

Davon handelt das Buch:

Ich sehe was, das du nicht siehst – und es ist tödlich…


Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern.

Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Die Netflixserie

Doch wie genau funktioniert das eigentlich mit den Monstern?

Sobald ein Mensch ein Monster erblickt, wird er wahnsinnig und bringt sich um, denn der Anblick eines Monsters ist für den Betroffenen so furchteinflößend, dass er keinen Lebenssinn mehr sieht. Die Monster sind an sich körperlos, sie sehen aus, wie das, wovor man sich am meisten fürchtet, ähnlich wie ein Irrwicht in Harry Potter. Um Menschen dazu zu bringen, ihre Augen zu öffnen, können sie die Stimmen von Freunden oder Verwandten imitieren.

Die Monster sind allerdings nicht in der Lage Menschen körperlich zu verletzen (möglicherweise wollen sie das aber auch nicht), lediglich das Rascheln eines Busches oder die Bewegung von Laubblättern verrät sie. Sie sind auch nicht fähig, durch Fenster, Türen oder Wände in ein Haus zu kommen.

Der Handlung des Films ist nah an der des Buches, jedoch gibt es natürlich auch einige Unterschiede, die wir Ihnen hier aufführen (Spoiler sind enthalten):

Die Handlung geschieht, wie meistens bei Verfilmungen von Büchern, deutlich schneller. So hat man im Buch mehr Zeit die Charaktere und ihre Beziehung zueinander kennen zu lernen während sich die Massensuizide im Film deutlich schneller ausbreiten.

Der Film spielt im Norden von Kalifornien, während das Buch in Detroit spielt.

Im Roman müssen die Kinder von Malorie von klein auf eine Augenbinde tragen, damit sie sich daran gewöhnen und ihre anderen Sinne steigern.

Doch der für uns größte Unterschied, ist das Ende vom Film im Vergleich zum Buch.

Gleich geblieben ist, dass Malorie es am Ende schafft, mit ihren Kindern, an ihrem sicheren Ziel anzukommen. Im Film treffen sie auf eine Blindenschule, in der sowohl Blinde, als auch Sehende leben. Dabei dienen Vögel als Warnung, da diese ein Geräusch machen, sobald ein Monster in der Nähe ist. Im Buch sind die Menschen dort zwar ebenfalls blind, jedoch nur, weil sie sich und ihre Kinder blendeten, um sich vor den Monstern zu schützen.

„Bird Box“ unterscheidet sich von anderen Horrorbüchern durch seine Tiefe. Es geht nicht nur darum, sich selbst zu retten, sondern stattdessen stellt es die Frage, wie man Kinder in einer Welt aufwachsen lässt, in der ein Blick schon tödlich sein kann, in der es nicht sicher ist.

Ein Thema, das wohl nie aufhören wird, aktuell zu bleiben. Josh Malerman schafft es mit seinem Roman zu verhindern, dass Buch vor dem Ende wieder aus der Hand zu legen und das lediglich mit einer Protagonistin, ein paar Nebenfiguren und mit lediglich einem wesentlichen Schauplatz.

EinbandTaschenbuch
Seitenzahl320
Erscheinungsdatum17.12.2018
SpracheDeutsch
ISBN978-3-7341-0716-0
VerlagBlanvalet

Preis: 9,99€

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